Nachtrag: Magic Letters – Quirlig (oder Leben in der Natur Teil 3)

Quirlig. Gibt es etwas quirligeres in der Natur, als eine Kolonie fleißiger Ameisen? Ich denke nicht. Zumindest war es irrsinnig schwer, diese winzigen, superschnellen Tierchen mit meiner geliebten Makro-Kombination fotografisch einzufangen. Und weil quirlige Ameisen selten alleine unterwegs sind, habe ich mich nicht nur bewusst für die Summe der Bilder für diesen Magic Letters Beitrag entschieden, sondern auch ganz bewusst die „unscharfen“ Bilder hinzugefügt. 🙂

Danke liebe Christina für dieses tolle Q! Jetzt haben meine April-Ameisen endlich ihren passenden Beitrag bekommen. 😀

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Wertschätzung oder Leben in der Natur Teil 2

Wertschätzung. Meist sind es die kleinen Dinge, die ich im Leben so sehr schätze.
Heute war wieder so ein Tag, wo ich ein paar Augenblicke hatte, die mir ein besonderes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. 🙂

Da war zB. dieser Moment in der Früh, wo ich ohne Kopfschmerzen aufgewacht bin. Das erste Mal seit 5 Tagen.

Oder der Moment zu Mittag, wo ich in den Postkasten gesehen habe und zwischen all den Reklamen versteckt eine Karte vorfand, die meine beste Freundin Anfang Jänner aus Mexico abgeschickt hatte. Und die nun doch angekommen war. Mit dem schönen Satz auf der Rückseite:

„ich schick dir sonnige und warme Grüße -> pack sie in dein Herz und hol’s raus, wenn du’s nötig hast. ;-)“

Danke Maus, ich glaube, einen besseren Zeitpunkt für diese Karte hätte es nicht geben können. Wo du mich doch so oft danach gefragt hast. Interessanterweise kam sie mit Briefmarke, aber ohne Poststempel an. Ich vermute, sie hat einen ganz speziellen Weg zurückgelegt. 😉

Und dann war da noch dieser besondere Moment vorhin. Wo ich auf meinem Balkon in der Sonne stand und mein Blick zu einer der beiden Salbeipflanzen wanderte. Ein Salbei, den ich vergangenes Jahr bei der Arche Noah gekauft hatte und der trotz liebevoller Pflege das Jahr über in Summe mehr vor sich hin dümpelte, als wirklich lebte. Ähnlich wie bei mir. Der nach dem Winter draußen am Balkon ganz furchtbar und verkümmert aussah und dem ich – im Gegensatz zu seinem „herkömmlichen“ Kollegen vom Hornbach, der zu Winterbeginn noch in meinem Wohnzimmer verweilen durfte – nicht besonders hohe Überlebenschancen einräumte. Doch die Natur hat mich wieder einmal eines besseren belehrt. Dass sie voller Überraschungen steckt und mehr Leben in sich trägt, als man ihr im ersten Moment vielleicht zutraut. Vor allem dann, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt. Denn bei dem Salbei von der Arche Noah habe ich vorhin etwas ganz wunderbares und durchaus seltenes entdeckt. Drei dicke Knospen auf so einer kleinen Pflanze. Drei Ansätze von neuem Leben. Von Neubeginn. Von Zukunft und von Weiterentwicklung. Drei samtige Knospen, die mir einmal mehr zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. 🙂

„I hung my head“ oder Prinzipsache

I hung my head. Ja genau. Das Lied von Johnny Cash passt grad perfekt zu meiner Laune. Die ist nämlich ebenso traurig, düster und energiegeladen wie dieses wunderschöne Lied. Passt auch zum Wetter draußen. Gepisst bin ich und zur Abwechslung tu ich mir heute auch noch so richtig selbst leid. Sehr uncool. Ich weiß eh. Aber ich muss meinem Ärger jetzt Luft machen. Denn es geht wiedermal ums Prinzip.

Da bin ich den gesamten Herbst und Winter gesund. Fit wie ein Turnschuh während alle Anderen um mich herum zumindest einmal mit einer ordentlichen Verkühlung zu kämpfen hatten. Und jetzt, wo ich das erste Mal seit Weihnachten fast eine Woche URLAUB habe um wieder etwas auf der Uni weiterzubringen, aka für eine Prüfung lernen möchte, bin ich was? Erraten. KRANK. So richtig gscheit verkühlt. Bin schlapp und kraftlos, meine Nebenhöhlen sind komplett zu und atmen durch die Nase ist fast unmöglich. Der Hals ist zwecks Schnupfen verschleimt und seit gestern brummt mir phasenweise so dermaßen stark der Schädel, dass mir teilweise schwarz vor Augen wird. Als hätte jemand mit größtem Vergnügen und einem Vorschlaghammer auf ihn eingedroschen. Großartig. NOT. Weckt böse Erinnerungen. Aber die werden gleich wieder verdrängt. 👿

Seit Wochen freue ich mich wie ein Schnitzi auf DIESEN einen Sonntag. Meinen AUSZEIT-WANDERTAG mit meinen Badener FreundInnen. Weil ich die Partie eh so selten sehe und überdies endlich wieder „auffi will“. Auffi aufn Berg. Und damit ich zumindest einen Tag meines Urlaubs auch so richtig genießen kann. Wenn schon die restliche Zeit streberhaft und diszipliniert gelernt werden muss. Aber daraus wird wohl nix *heul*. Außer es passiert doch noch ein Wunder über Nacht. Was realistisch betrachtet eher ziemlich unwahrscheinlich ist. 😦

Zudem hätte ich nächste Woche auch noch die vorletzte Allergieuntersuchung, wo ich die Tage davor definitiv nicht krank sein darf. Die jetzt voraussichtlich auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden muss, weil die bis Ende August restlos ausgebucht sind. Ergo: geht’s noch beschissener?!

Ehrlich Universum. Ich weiß ja eh dass ich meinen Körper die letzten Monate viel zu sehr gestresst habe. Und besagtem obendrein, mit den für mich falschen, obwohl eigentlich durchaus gesunden Nahrungsmitteln, unwissend irre viel zugemutet habe. Genauergesagt, fast umgebracht hätte. Und ihn aus maximalem Zeitmangel, vor allem in sportlicher Hinsicht, viel zu sehr vernachlässigt habe. Hätte häufiger laufen gehen sollen anstatt zu bloggen. Aber wie war das? Nachher ist man immer klüger und „was wäre wenn“ Spielchen machen auch nicht wirklich viel Sinn.

Also darf ich mich in Wahrheit ja eh nicht wundern. Und ja ich weiß, Gerechtigkeit muss sein. Und der Begriff „Leisure Sickness“ ist mir ebenfalls bekannt. Aber ehrlich Universum, hättest du dir nicht einen anderen Zeitpunkt aussuchen können um mich zu quälen? Wobei es fürs Kranksein wohl eh nie den richtigen Zeitpunkt gibt.

So und jetzt hoffe ich, dass Nasenspray & Co aus der Apotheke rasch helfen, weil ich noch ein paar Prüfungsfragen ausarbeiten möchte, anstatt mir die ausgearbeitete Version aus dem Forum herunterzuladen. Wäre ja zu einfach. Und wenn ich schon nicht wandern gehen kann, möchte ich zumindest ein universitäres Erfolgserlebnis haben. Um meinem Studiumabschluss wieder einen Schritt näher zu kommen. 🙂


Early one morning
With time to kill
I borrowed Jebb’s rifle
And sat on a hill
I saw a lone rider
Crossing the plain
I drew a bead on him
To practice my aim

My brother’s rifle
Went of in my hand
A shot rang out
Across the land
The horse, he kept running
The rider was dead
I hung my head
I hung my head

I set off running
To wake from the dream
My brother’s rifle
Went into the sheen
I kept on running
Into the south lands
That’s where they found me
My head and my hands

The sheriff he asked me
Why had I run
And then it came to me
Just what I had done
And all for no reason
Just one peace of lead
I hung my head
I hung my head

Here in the court house
The whole town was there
I see the judge
High up in the chair
Explain to the court room
What went through you mind
And we’ll ask the jury
What verdict they find

I felt the power
Of death over life
I orphaned his children
I widowed his wife
I begged their forgiveness
I wish I was dead
I hung my head
I hung my head

I hung my head
I hung my head

Early one morning
With time to kill
I see the gallows
Up on a hill
And out in the distance
A trick of the brain
I see a lone rider
Crossing the plain

And he’d come to fetch me
To see what they’d done
And we’d ride together
To kingdom come
I prayed for god’s mercy
For soon I’d be dead
I hung my head
I hung my head

I hung my head
I hung my head
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/johnnycash/ihungmyhead.html)

PS: Die Apothekerin fand vorhin auf den ersten Blick nicht einmal den Nasenspray, weil er so weit hinter sämtlichen Allergiesprays versteckt war. „Die Grippewelle ist ja eigentlich auch schon vorbei. Aber für so hübsche Schnupfnasen wie Sie haben wir natürlich trotzdem etwas parat. Ich wünsche Ihnen eine gute und baldige Besserung“. Sehr lieb von ihr, dass sie mich trotz zombiehaftem Aussehen, weil rote Nase und ungeschminkte, geschwollene Augen aufheitern wollte. Sie hat’s zumindest für einen Moment geschafft. 🙂

Nimm mich mit oder Ironie des Schicksals

Nimm mich mit. Eigentlich sollt ich schon längst im Bett liegen, weil der Wecker morgen wieder um 05:50 ungnädig läuten wird. Dann ist mir jedoch vorhin dieses eine Lied eingefallen, über das ich heute mit meiner Cousine gesprochen habe, weil wir irgendwie auf das Konzert zu sprechen gekommen sind. Von 2Raumwohnung. Ich hatte den Text nur noch düster im Kopf, doch die Melodie war ab da Dauerohrwurm. Damdada… damdada… damdada… Also musste ich es mir uuuunbedingt noch vor dem Schlafen gehen anhören. Eh klar. Nachdem mein Blackberry für sowas leider gänzlich ungeeignet ist (wie für fast alles, das nicht mit Schreiben zutun hat), musste der Laptop her. Gesagt getan, Lied gesucht, play gedrückt und beim Refrain einen ausgeprägten Lachflash bekommen.

Dass ich ausgerechnet jetzt auf dieses Lied stoße! Erst so viel später! Hahahahaha 😀
Hach… Es gibt so Lieder… Die passen vom Text her einfach wie die Faust aufs Auge! 😀
In dem Fall wieder einmal auf einen Abschnitt in meiner Vergangenheit. Genauergesagt auf einen Mann. Einen Mann, in den ich mich mal ziemlich verliebt hatte. So richtig Hals über Kopf. Peng. Wahnsinn. Herzklopfen und wow. Der mich regelrecht umgehauen, verblüfft und ziemlich viel in mir ausgelöst hat. Mit dem was er zu mir gesagt hat und wie er zu mir war. Mit dieser irrsinnigen Offenheit und Ehrlichkeit mit der er mir begegnet ist. Diese direkte und total straighte Art. Unbeschreiblich. Obwohl nahezu ein Spielbild meiner selbst. Sodass es teilweise richtig spooky war zwischen uns. Unheimlich. Und unglaublich schräg.

Ja, der gute Mann hat bei mir so einiges ins Rollen gebracht. Mehr, als ich ihm je sagen und zeigen konnte, da er sich dann Hals über Kopf in eine Andere verliebt hat. Ironie des Schicksals. Interessanterweise hat er mir damit nicht das Herz gebrochen, sodass ich ziemlich schnell über die Sache hinweg war. Trotz der intensiven Gefühle. Vermutlich weil er so brutal ehrlich zu mir war. Eine Ehrlichkeit, die ich bis dato noch nie bei einem Mann erlebt hatte. Die ich bis heute maximalst zu schätzen weiß und für die ich ihm immer dankbar sein werde.

Ich glaube, es war vom Schicksal her einfach nicht unsere Bestimmung. Es hat aus irgendeinem Grund nicht sein sollen. So komisch das klingt. Wir sind zu etwas anderem bestimmt. Was auch immer das ist. Vielleicht eine tiefe Freundschaft. Vielleicht eine Seelenverwandtschaft. Vielleicht einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Keine Ahnung. Ich mach mir da ehrlich gesagt nicht mehr groß den Kopf darüber. Hab ich während unserer Zeit genug. Am Ende meines Lebens werde ich hoffentlich auch auf diese Frage eine Antwort bekommen. Bis dahin grinse ich mich einfach deppat bei diesem Lied. Er würds vielleicht auch tun. 😉


Es regnet nicht nur in der Regenzeit,
es schüttet aus Kübeln nur so runter.
Wie stellst du dir das Wetter vor in Caracas,
das Leben in den Tropen ist viel bunter!
Du, sagst du, ich bin kein Mann für eine Nacht,
ich muss nur immer irre viel verreisen.
Heut hab ich mal drüber nachgedacht, deine Chance ist da,ich kann es dir beweisen.

Nimm mich mit, nimm mich mit, nimm mich mit, Tommyboy
auf das Abenteuer Liebe und so weiter!
Ich kann’s sehn, es wird gehen,
es wird doppelt-dreifach-schön
mit dir als mein Begleiter!

Ich mal mir alle unsere Möglichkeiten aus:
Nordpol, Südpol, Großstadt oder Strand…
am Strand der ganze Sand…
vielleicht lieber doch aufs Land…
bin jedenfalls schon so gespannt.
Mein Hund sieht inzwischen ganz traurig aus,
immer nur drinnen, nie raus aus’m Haus,
immer nur warten, dass das Telefon geht,
und einen auf ne Reise in die Welt einlädt.

Nimm mich mit, nimm mich mit, nimm mich mit, Tommyboy
auf das Abenteuer Liebe und so weiter!
Ich kann’s sehn, es wird gehen, es wird doppelt-dreifach-schön
mit dir, du bist mein Begleiter!

Nimm mich mit, nimm mich mit, nimm mich mit, Tommyboy
auf das Abenteuer Liebe und so weiter!
Ich kann’s sehn, es wird gehen, es wird doppelt-dreifach-schön
mit dir als mein Begleiter!