Infinity oder die Grenzenlosigkeit im Sport

Infinity. Unendlichkeit. Endlosigkeit. Oder auch Grenzenlosigkeit. Mein persönliches Sportlied des Jahres 2014. Obwohl diese Version bereits aus dem Jahr 2008 stammt. Im Zuge des Umstiegs auf den Mac ist das Lied aus einer alten „Sport-Playlist“, die ich neben ein paar Anderen dann doch retten konnte, wieder auf meinen iPod Shuffle gewandert.

Warum gerade dieses Lied? Weil es DAS Lied war, bei dem ich 2014 jedes Mal meine Grenzen überschreiten konnte. Für ein paar Minuten noch mehr geben konnte. Die 110% statt nur 100%. Meine ultimative Motivation. Sowohl beim Kraft- als auch beim Ausdauertraining. Egal wie müde, kraftlos und kaputt ich zu diesem Zeitpunkt bereits war. Es war der berühmte Tick mehr, der neben regelmäßigem Training und einer gesunden, ausgewogen Ernährung für eine konstante Leistungssteigerung notwendig war.

Und weil mich der Text dieses Liedes vor Jahren eines gelehrt hat: Mehr Vertrauen haben und es weiter ausbauen. Das Vertrauen in mich und in meine Kräfte. Mein ganz persönliches Selbstvertrauen. Und, dass ich mir die Zeit geben und nehmen muss. Weil eine sportliche Leistung nicht von heut auf morgen kommt. Sondern viel Ausdauer, Mut, Geduld, Durchhaltevermögen und vor allem Disziplin verlangt.

Etwas, woran es mir nach 6 Jahren Training nicht mehr mangelt. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Pausen in diesen Jahren, nach denen ich mich wieder mühsam nach Oben kämpfen musste. Quasi wieder von vorn beginnen musste. Doch es waren genau diese Hürden, die mir gezeigt haben, dass man alles überwinden kann wenn man nur wirklich will. So wie leichter Schmerz beim Sport (im Sinne von Anstrengung und Muskelkater). Der vor allem beim Krafttraining einfach dazu gehört, weil er nahezu unvermeidbar ist wenn man Muskeln aufbauen will. Und der meistens genauso schnell vergeht wie er kommt. Der aber zugleich abhärtet und einen wachsen lässt. Damit man eben gelegentlich auch über seine Grenzen hinaus gehen kann. Im täglichen Leben, beim Training oder bei Extremsportwettbewerben wie dem Wildsau Dirt Run. Meiner besten sportlichen Leistung des Jahres 2014.

Infinity. Mein Lied für die Grenzenlosigkeit im Sport. Eine Grenzenlosigkeit, die mir heute, bei meinem letzten 9,4km Lauf in diesem Jahr, bei -4,5 Grad Celsius quer durch den verschneiten Wald, einmal mehr bewusst geworden ist. Weil sie mich einfach alles überwinden und für eine Weile alles vergessen lässt. 🙂

Adieu 2014. Ich habe dich geliebt und zugleich gehasst. Ausgleich also. Was 2015 wohl für Herausforderungen mit sich bringen wird…? 😉

Here’s my key
Philosophy
A freak like me
Just needs infinity

Relax
Take your time

And take your time
To trust in me
And you will find
Infinity, infinity

And take your time
To trust in me
And you will find
Infinity, infinity

The time goes by
So naturally
Why you’ll receive
Infinity

Here’s my key
Philosophy
A freak like me
Just needs infinity

Relax
Take your time

And take your time
To trust in me
And you will find
Infinity [x7]

And take your time
To trust in me
And you will find

The time goes by
So naturally
Why you’ll receive
Infinity

(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/gurujoshproject/infinity2008.html)

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Sport oder doch kein Medium für Idioten?

Wien, 14. Oktober 2014

„Sport is where an entire life can be compressed into a few hours, where the emotions of a lifetime can be felt on an acre or two of ground, where a person can suffer and die and rise again on six miles of trails through a New York City park.
Sport is a theater where sinner can turn saint and a common man become an uncommon hero, where the past and the future can fuse with the present.
Sport is singularly able to give us peak experiences where we feel completely one with the world and transcend all conflicts as we finally become our own potential.“
[George A. Sheehan]

Sport. Der Grund warum ich meinen Blog und die meiner lieben Follower grad wieder sehr vernachlässige. Tut mir ehrlich leid ihr Lieben, doch irgendwie geht’s zeitlich grad nicht anders.

Das viele sitzen im Büro und in den Vorlesungen macht mich als Bewegungsmensch der ich nunmal bin, schlichtweg wahnsinnig und wenn ich dann keinen Ausgleich bekomme, werde ich so richtig unrund, grantig und unzufrieden mit mir und dem Rest der Welt. Und das will ich niemandem zumuten.

Also mich lieber 4x pro Woche 3+h sporteln lassen und schon bin ich der glücklichste, ausgeglichenste und zufriedenste Mensch auf diesem Planeten. Weil er in mir auslöst, was andere Menschen von Schokolade bekommen (das Essen dieser musste ich mir ja Dank diverser Allergien abgewöhnen). Einziger Nachteil: Sport macht mich meistens so glücklich, dass ich 1-3h danach vor lauter Serotonin, Dopamin und Adrenalin nicht einschlafen kann. Was zu später Stunde ziemlich uncool ist. Vor allem wenn der Wecker zeitig läutet. Allerdings könnte das seit kurzem unter Umständen auch verstärkt mit diesem sehr netten, lustigen, gut-aussehenden und intelligenten Mann zutun haben, den ich vor genau 3 Wochen im Fitnessstudio kennengelernt habe. 😉
Der mich nach einem Sch***tag einfach angesprochen hat, und mit seiner netten, lockeren und offenen Art meinen Tag gerettet hat. 🙂

Ja ich gebs zu, da gibts nach fast einem Jahr wieder jemanden, den ich so interessant finde, dass ich ihn unheimlich gerne näher kennenlernen würde. Über eine Trainingsfreundschaft hinaus versteht sich. 😉

Ob das Interesse allerdings auf Gegenseitigkeit beruht und wir uns auch mal abseits des Fitnessstudios treffen werden steht jedoch noch in den Sternen.

Ein Anfang ist jedenfalls gemacht, denn nachdem ich mir bei unserer letzten Begegnung doch ein Herz gefasst und meinen Mut zusammengekratzt habe, haben wir die Handynummern getauscht und schreiben seitdem ein bisschen miteinander.

Ob er nun also den nächsten Schritt setzen und ein Treffen vorschlagen wird… Wir werden sehen. 😉

Das Bauchgefühl ist sich immer noch nicht sicher, doch das liegt vielleicht daran, dass ich momentan mit Grippe im Bett liege. Das Ergebnis eines überfüllten Hörsaals, eines kalten Bodens und eines seit Ewigkeiten nicht gewarteten Lüftungssystems. Da konnte mein sonst so gutes Immunsystem einfach nicht mithalten. 😦

Fazit aus dieser Geschichte: eine Vorlesung die auch videoaufgezeichnet wird, lieber ein paar Tage später von der Couch aus ansehen, als am kalten Boden sitzend, wenn man bereits 15 Minuten vor Beginn der Vorlesung keinen Sitzplatz mehr bekommt.

Und was die Grippe, den Mann und mich angeht: Da muss ich jetzt wohl Geduld haben, und wie wir wissen, ist die ja immer noch nicht meine Stärke. Aber ich arbeite daran und werde euch auf dem Laufenden halten. Versprochen. 🙂

Wildsau Dirt Run 2014 oder „go Gatsch or go home!“

Wien, 04. & 05. Oktober 2014

Leidenschaft. Als ich vor 3 Jahren mit meiner lieben Freundin K. das erste Mal beim Wildsau Dirt Run antrat, ahnte ich noch nicht dass Gatsch, Dreck, spektakuläre Hindernisse, herausfordernde Geröll-Gräben und wahnsinnig steile sowie rutschige Bergetappen eines Tages meine Leidenschaft werden würden.

Denn 2012 entpuppte sich der Hindernisparcours zwar als absolut „easy cheasy“, doch bereits nach den 1,5km der 1. Laufrunde (eine Runde war ca. 5km) fragte ich mich ernsthaft, welcher Teufel mich da geritten haben musste, dass ich mich zu so etwas mörderisch anstrengendem angemeldet hatte (und das obwohl ich damals bereits regelmäßig Kraft- und Ausdauer trainierte).
Ehrlich, ich hätte am liebsten auf der Stelle wieder umgedreht und mich disqualifizieren lassen, doch mein stark ausgeprägter, sportlicher Kampfgeist war maximalst dagegen. Also verfluchte ich mich und meine Entscheidung bei dem Irrsinn mitzumachen, meine Kämpfernatur die ein Aufgeben unmöglich machte, den Veranstalter für die im wahrsten Sinne des Wortes „saublöde“ Strecke und vermutlich auch das gesamte Universum. Wobei halt, nein, das Universum bestimmt nicht weil das Wetter absolut auf unserer Seite war. Den Rest verfluchte ich aber definitiv.

Vor allem den sogenannten „Arschberg“ (AdR: er heißt angeblich wirklich so), den es 2x zu bezwingen galt und bei dem ich auf der 2. Runde wegen der Anstrengung und Unterzuckerung fast kollabiert wäre. Ich weiß noch gut wie ich zu K. meinte „erzähl mir bitte was. Egal was, aber lenk mich ab sonst kipp ich dir gleich weg. Oben sind eh die Sanitäter und Wasser aber ich hab echt keine Lust so kurz vor dem Ziel hier umzufallen.“ (sie hatte nämlich von Haus aus die bessere Grundkondition, da sie es im Gegensatz zu mir von Kindestagen an gewohnt war, regelmäßig auf Almen hinauf zuwandern.)
Sie schaffte es natürlich mich entsprechend abzulenken, wodurch wir sicher und heil bei der letzten Labstation vor dem Ziel ankamen. Nach einer kurzen Stärkung mit Tee und Mannerschnitten ging es nur noch bergab und ein letztes Mal durch den Hindernisparcours, den wir gerade noch rechtzeitig erreichten um nicht disqualifiziert zu werden (ich weiß noch wie ich von einem der letzten Hindernisse aus zu meinem Kumpel G. hinunterbrüllte, er möge dem Initiatior mittleilen, uns ja nicht zu disqualifizieren weil wir eh gleich durch sind. Was ich nicht sah war, dass besagter fast daneben stand und sich zwecks meiner Aussage vor Lachen den Bauch hielt. Das wurde mir erst später mitgeteilt.;-) ).

Und als wir dann nach 3 Hindernis- und 2 Laufrunden und weit über 4 lustigen sowie qualvollen Stunden gemeinsam die Ziellinie überquerten, brach ich vor Erleichterung und völliger Erschöpfung in Tränen aus. „Ich habs geschafft. Ich habs wirklich geschafft. Ich bin eine der wenigen Frauen aus über 1100 Teilnehmern die es geschafft hat.“ Das war alles was ich denken konnte als K. und ich uns in die Arme fielen. Ein Moment, den ich mein gesamtes Leben lang nicht mehr vergessen werde.

So wie diesen ersten Extremwettbewerb, bei dem ich das erste Mal wirklich gezwungen war, weit über meine sportlichen Grenzen hinauszugehen. Wo ich feststellte, wozu der menschliche Körper in der Lage ist, wenn es wirklich hart auf hart kommt. Und was Motivation, Kampfgeist, Siegeswillen und Teamgeist im Sport wirklich bedeuten.

Und man sollte meinen, so etwas tut man sich nur einmal im Leben an. Doch verrückt und durchgeknallt wie ich nunmal bin konnte ich es bei dem einen Antritt natürlich nicht belassen und trat 2013 erneut an. Diesmal mit meinem lieben Kumpel G., der nun auch zur Wildsau werden wollte. Und diesmal mit einer noch besseren Trainingsvorbereitung in Form von Wanderungen sowie noch häufigeren Laufrunden. Und noch etwas habe ich aus der Erschöpfungsgeschichte vom ersten Jahr gelernt: Trinke bei jeder Labstation so viel wie möglich und „stopf“ dir an Bananen, Traubenzucker und Mannerschnitten hinein was nur geht. Bei einem Kilokalorienverbrauch von über 3000 bei 3h brauchst du das, sonst bist du wieder unterzuckert.
Etwas, das sich in Kombination mit dem besseren Training als superschlaue Sache herausstellen sollte, denn in einer Zeit von weniger als 4h überquerten wir gemeinsam das Ziel. Ich verbesserte mich um über 45 Minuten bei ein und derselben Strecke und fast denselben Hindernissen und war nicht annähernd so „fertig mit der Welt“ geschweige denn unterzuckert wie im Jahr davor. Aber dennoch nicht minder stolz auf mich. 😉

Und ehrlich gesagt muss man einen ziemlichen „Boscha“ (aka „einen an der Waffel“) haben, um bei dem Irrsinn auch noch ein drittes Mal freiwillig mitzumachen (manch einer muss es ja gezwungenermaßen tun, weil er eine Wette verloren hatte, wie ich heute dazugelernt habe 😉 ).
Und hätte man mir vor rund 12 Jahren gesagt, dass ich mit fast 28 freiwillig Sport mache, hätte ich wohl gegrinst und gemeint: „ja kann sein.“
Hätte man dann noch gesagt „Sport wird deine Leidenschaft“, hätte ich vermutlich gemeint: „bist du sicher dass du mich meinst?“
Und hätte man dann noch eines draufgesetzt und gesagt: „ja sicher! Du wirst eines Tages freiwillig zum dritten Mal infolge an einem Extremsport-Wettkampf teilnehmen, wo du von oben bis unten voll mit Gatsch sein wirst“, dann hätte ich ziemlich sicher einen Lachanfall bekommen und die Person für komplett unzurechnungsfähig erklärt.
(AdR: Ich war nämlich bis zum Jahr 2008 ein eher unsportlicher Mensch, dessen Aktivitäten sich grob gesagt auf eine Woche Snowboarden pro Saison, gelegentliches Tennis, alle heiligen Zeiten mal eine Radtour (wenn man mich überreden konnte) und den mehr oder weniger vorhandenen Turnunterricht in der Schule beschränkten. Laufen war hochgradigst verhasst und schwitzen sowieso. Fast unvorstellbar also, dass ausgerechnet ich zur Extremsportlerin wurde (meine Oma hält mich in der Hinsicht übrigens für komplett abnormal und leicht gestört. „Soetwas machen nur Männer, was musst du da mittun?“ kann ich mir jedes Jahr aufs Neue anhören, wenn sie wieder Wind davon bekommt und hält folglich meine Wildsau-Rennen hochgradigst vor ihren Freundinnen unter Verschluss, weils ja dezent peinlich ist wie ich mich aufführe. Also solltet ihr mich nun auch für gestört erklären, ich nehms euch nicht übel und bin das gewöhnt. :-D).)

Doch ich kann hiermit mit stolz geschwellter Brust verkünden, dass ich mich heute Nachmittag, wieder gemeinsam mit meinem lieben Kumpel G., mit einer neuen persönlichen Bestzeit von weniger als 2,5h zur 3fachen Wildsau gekrönt habe. 🙂

Und ich muss sagen, der Wildsau Dirt Run war diesmal wirklich eine ganz besondere Herausforderung. Zum einen weil wir die neue Strecke noch nicht kannten und folglich keine Ahnung hatten, was uns dieses Jahr erwartet. Wir dachten uns nämlich, wenn schon neue Strecken angeboten werden, dann schreit das ja regelrecht danach diese zu probieren. Verrückt und komplett durchgeknallt, ich sags ja! 😉

Umso spannender also, wenn der grundsätzliche Ablauf derselbe wie die Jahre zuvor geblieben ist. Sprich Hindernisparcours – Laufstrecke – Hindernisparcours – Laufstrecke – Hindernisparcours. Und du vor allem auf der ersten Laufrunde wirklich mit deinen Kräften haushalten musst. Vor allem, weil dir ziemlich schnell klar wird, dass du, wenns den ersten Teil der Strecke nur gerade bzw. hardcore bergab geht, du am Ende auch alles wieder hinauf musst. Und das kann ein „Arschberg“ sein, oder sogar noch steiler. 😉
In unserem Fall wars nur ein halber „Arschberg“, dafür mussten wir teilweise auf allen Vieren durchs Gestrüpp durch um Kräfte zu sparen, und hatten deutlich anspruchsvollere Hindernisse als die Jahre zuvor (sobald das Video vom Bewerb verfügbar ist werde ich es an dieser Stelle einfügen damit ihr wisst wovon ich spreche 😉 ).

Ein Dirt Run, den ich Dank des intensiven und vor allem vielseitigen, sowie regelmäßigen Trainings über das ganze Jahr verteilt fast mit links gemeistert habe. Einzig und allein immer wiederkehrendes Seitenstechen zwang mich auf den Laufetappen zum gelegentlichen „schnellgehen“ und machte sich in der Gesamtzeit bemerkbar (wenn man nämlich bereits beim 2. Hindernis ins eiskalte Gatschwasser hineinrutscht, bleibt einem erstmal so richtig schön die Luft weg. Und davon hab ich mich leider 3x nicht so ganz erholt 😉 ).

Doch um den Wildsau-Initiator Georg Melzer zu zitieren: „vergesst die Zeit. Das Einzige was zählt ist tuats euch ned weh und bitte, tuats euch ned weh. Nehmts Rücksicht und helfts euch bei den Hindernissen. Und nochmal, tuats euch ned weh.“

Und ja, abgesehen von zahlreichen blauen Flecken, Schrammen und kleinen Hämatomen bin ich heil geblieben. Und die beiden Knie die mir seit der ersten Wanderung immer wieder zu schaffen machten? Die haben sogar die steilen bergab Etappen problemlos überstanden! Und einen Muskelkater? Den habe ich auch 24h danach immer noch nicht wirklich. Die blauen Flecke spüre ich da deutlich mehr. 😉

Fazit: das gesamte Training hat sich mehr als nur gelohnt und ich habe es geschafft, durch gezieltes Krafttraining kombiniert mit entsprechendem Ausdauertraining sämtliche Knieprobleme zu beseitigen. Und als Belohnung meine dritte Medaille infolge eingeheimst. 🙂

PS: das Überraschungshighlight hätte ich in meiner Euphorie jetzt beinahe vergessen! Als wir unsere Säcke mit den ganzen Sachen zur Garderobe brachten, bin ich meiner lieben Freundin M. aus Graz über den Weg gelaufen! Sie dachte, dass ich wie jedes Jahr bei dem Niederösterreichischen Bewerb mitmache, und ich wusste nicht, dass ihr Freund dieses Jahr ebenfalls mitläuft. Das ist wohl irgendwie in unserer Kommunikation untergegangen. Wir haben uns beide sowas von einen „Haxn ausgefreut“ uns ausgerechnet hier wiederzusehen und ich muss sagen, sie zu treffen, wo ich sie eh so selten sehe weil uns Zeit und Distanz so oft in die Quere kommen, und dann zu hören wie sie mich bei den Hindernissen anfeuert, das war das absolute Nonplusultra und definitiv das Schönste bei dem gesamten Lauf und die schönste Überraschung vom Universum seit langem! Danke M.!!! :-*

PABUCA – FOOD

A traditional Sunday in Vienna. Means either grabbing the kids, the dog, the friends, the family and the next door neighbor and leave the city to spend time outside in the beautiful nature that surrounds Vienna – the hills, the fields and the woods – or it means staying together in the city.

But in every case it means having a typical Austrian cake like Topfenstrudel, Apfelstrudel, Sachertorte or Gugelhupf with a cup of coffee in the afternoon. Sometimes also having only a cup of coffee, as for many people in Vienna, coffee like a Wiener Melange is food.

So if you ask for food & traditions in Vienna, this is definitely one of the „oldest“ traditions. 🙂

In my case it was Topfenstrudel with a Wiener Melange from “Julius Meinl”, which is a very old Vienna “institution” (Julius Meinl AG). Something that is even better when you eat it during a break because of rain on a 27,5 km mountain bike training tour through the Wienerwald. 😉

This is my contribution for PABUCA`s theme of the week.

IMG_0806 Kopie_cl050_Kopie_cl048_kopie_clPS: If I had more time I would have taken pictures of the typical Vienna „Kaffeehaustradition“. But since my Wildsau competition takes every minute of my spare time for training, I have to cope with this. I hope you like it anyway. 🙂

Mach es wie die Weltmeister oder Wildsau Dirt Run 2014

„Mach es wie die Weltmeister. Geh über deine Grenzen hinaus.“ Dies ist mein heuriges Motto für den Wildsau Dirt Run 2014.

Nur noch 42 Tage bis zum Start und ich muss zugeben, langsam werde ich nervös. Ausnahmsweise mal nicht wegen der Ausdauer, denn die ist durchs viele wandern und radln besser denn je. Heuer mache ich mir ein bissl mehr Sorgen wegen der Kraft. Mein letztes Krafttraining liegt nun doch schon über ein Jahr zurück und aufgrund der neuen, unbekannten Strecke mit noch unbekannteren Hindernissen frage ich mich ernsthaft, ob die bestehenden Muckis genügen werden. Denn ca 16km steil bergauf und bergab (die angegebenen 10km sind nämlich nur die bergauf Etappen und in Wahrheit rennt man viel mehr) mit zahlreichen Hindernissen und viel Dreck und Gatsch an Körper und Schuhen ist eine Herausforderung der etwas anderen Art. Eine, der ich mich heuer zum dritten Mal infolge stellen werde. 🙂

Bezüglich des „klassischen“ Krafttrainings mit Gewichten und Co habe ich leider nicht die mega Optionen. Zwecks notwendigem Job- und Uni-Prüfungs-Zeitmanagement sowie fehlendem Kleingeld für das Fitnessstudio meines Wunsches (eines mit netten, kompetenten Trainern und einem großen, ruhigen Cardiobereich, wo ich wieder im Anschluss an das Krafttraining eine Stunde gemütlich radeln und dabei lernen kann), werde ich wohl mehr oder weniger darauf hoffen müssen, dass die bestehenden Muckis in den Armen ausreichen und dass die Hindernisse nicht ganz so brutal sind. So schlecht beinander sind die ja zum Glück dann doch nicht. Und dann habe ich noch folgende Optionen:

A) vor der Arbeit laufen gehen und
B) nach der Arbeit heimradeln.

Dazu am Besten abwechselnd die lange Strecke über Schwechat bzw. die Kurze über den Berg radeln. Quasi Intervalltraining. 😉
Das Nonplusultra wäre natürlich laufen und radeln an einem Tag zu schaffen. Eine kurze Strecke laufen und eine lange Strecke radeln. Am nächsten Tag umgekehrt und anschließend ein Tag Pause zur Regeneration. 😀

Ob ich das konditionell schaffe und vor allem mit meinem Zeitmanagement vereinbaren kann weiß ich noch nicht. Zumal es da noch die größte Herausforderung zu meistern gilt: doppelt so viel schlafen und vor allem zeitig schlafen gehen (und nicht wie jetzt um 3 Uhr morgens an einem Blog schreiben weil irgendwie alles nur kein müdes Gehirn. Auch wenns Freitag Nacht ist und ich ausschlafen kann). Mein ewig leidiges Problem. 😦
Denn meine mehr oder weniger unfreiwilligen 4-5h Schlaf sind definitiv zu wenig um entsprechende sportliche und geistige Leistungen zu erbringen.

Dass nämlich 10h Schlaf nach einem intensiven Training wahrhaft Wunder im Körper bewirken können, habe ich gestern wieder festgestellt. Nach der 37km Radtour am Donnerstag nach der Arbeit war ich nämlich trotz massiven Gegenwindes ab der Hälfte der Strecke weder besonders geschlaucht, noch habe ich gestern beim Lauf direkt nach dem Aufstehen einen Muskelkater bzw schwere Wadeln verspürt. Einzig und allein das rechte Knie hat wieder leicht herumgezickt.
Für mich also ein deutlicher Zusammenhang zwischen genügend Regenerationszeit aka Schlaf und entsprechender Kondition. 🙂

Trotzdem muss ich zugeben, dass mich ein morgendlicher 30-45 Minuten Lauf auf nüchternem Magen immer noch mehr Überwindung kostet, als 2,5h radeln nach der Arbeit. Vielleicht weil ich am Rad immer das Gefühl habe, schneller vorwärts zu kommen und man dazwischen den Beinen auch kurz eine Pause gönnen kann, indem man sich einmal rollen lässt. 😉

Doch wie war das? Von nix kommt nix und manchmal muss man eben den inneren Schweinehund überwinden wenn man über seine persönlichen Grenzen hinausgehen will. Und wenn man bei so etwas verrücktem wie dem Wildsau Dirt Run mitmachen will erst recht. 😉

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High On Emotion oder Vorfreude ist die schönste Freude

High On Emotion. Als ich gestern von der Arbeit heimgeradelt bin habe ich auf den 21km trotz neuer Strecke zwar immer noch nicht das gewünschte Objekt für das aktuelle PABUCA-Thema „UP IN THE AIR“ gefunden (nach dem ich über eine Woche intensiv Ausschau gehalten habe – sollte wohl diesmal einfach nicht sein), dafür aber eine traumhaft schöne Route und ein Lied von Chris de Burgh auf meinem iPod, das grad ganz wunderbar in mein Leben passt. Auch wenn der Text ausnahmsweise mal nicht 100%ig übereinstimmt. 😉

Es passt einfach zu dem Glücksgefühl das sich in mir ausbreitet, wenn ich nach einem anstrengendem Tag im Büro heimradle, zu meiner irren Freude weil Deutschland endlich wieder Weltmeister geworden ist und zu meiner Vorfreude auf 24 Tage durchgehend Urlaub.

24 Tage in denen ich intensiv für den Wildsau Dirt Run 2014 trainieren möchte, weil das beleidigte Wanderknie endlich zu schmollen aufgehört hat *juhu*.
Und den Rest der Zeit möchte ich einfach nur faul an meinem Lieblingsplatz am See in der Sonne liegen, grinsend in den Himmel blicken, lesen, Musik hören, die Seele baumeln lassen, schreiben und an den Wochenenden mit FreundInnen die eine oder andere Grillparty schmeißen.
Und vor allem eines: wenig bis kein Handy+Internet und dafür wie immer viiiiiel Entschleunigung. 😀

Doch bis Freitag Nachmittag habe ich noch eine lange „to do“-Liste vor mir, die sich mit Musik in den Ohren hoffentlich schneller besiegen lässt. 😉


Oh my heart is spinning like a wheel,
Only she can see the way that I fell,
Eyes are holding right across the room,
High explosion coming out of the blue;

Well here we go again,
Living in a world that others cannot share,
Yea here we go again,
We are moving from a spark to a flame;

I am high on emotion, high again,
High on emotion, your love will find the way;

Oh my heart is burning like a fire,
Closer now and she is breathing desire,
Take my hand and give it all your light,
Take command I am your rhythm tonight;

Well here we go again,
Living in a world that others cannot share,
Yea here we go again,
We are moving from a spark to a flame;

I am high on emotion, high again,
High on emotion, your love will find the way;

I am high on emotion, high again,
High on emotion, your love will find the way;
High on emotion, high again,
High on emotion, your love will find the way.
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/chrisdeburgh/highonemotion.html)

Radiation Day oder Tennis mit Papa

Radiation Day. Dieses Lied hat mir Mr. iPod heute Abend am Heimweg vom Tennis ausgespuckt. Eines meiner absoluten Lieblingslieder von Monster Magnet. 🙂

Und es passt sooo zu diesem Spiel! Das war nämlich genauso intensiv und energiegeladen. So richtig gut. Ja, heut war ich das erste Mal seit einer Ewigkeit wieder mit meiner Leistung am Court zufrieden. Und im Gegensatz zum letzten Mal auch mit meinem Gegenüber. So sehr ich meinen Bruder liebe. Tennis + wir, das funktioniert irgendwie nicht. 😦
Aber dafür umso besser mit Papa. Denn mein Papa ist einfach der Beste! ❤


Come on out and play
Ain’t no time to waste
Give yourself away
Radiation day

(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/monstermagnet/radiationday.html)

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