Song of the day: Damien Rice – Coconut Skins

Songtexte schreiben. Ein fixer Bestandteil meines Lebens aber zugleich eine Leidenschaft, die ich, verglichen mit meinen zahlreichen Prosagedichten, nur äußerst selten auslebe. Was primär daran liegt, dass es bisher nur 2 Menschen gab, die mich entsprechend inspirieren konnten. Die sozusagen meine Musen waren bzw. sind. Beide natürlich selbst Musiker. Wie könnte es auch anders sein. 😉

Nach sehr langer Zeit war heute wieder so ein Tag, wo mir die Worte nur so aus dem Gehirn geflossen sind. In knapp 10 Minuten hatte ich ein Lied des großartigen Damien Rice weitergeschrieben – sozusagen noch meinen „Senf“ zu einer bestimmten Situation dazugegeben – und dies anschließend samt Youtube-Link inclusive beider Texte der betreffenden Person geschickt. Ich bekam zwar keine Rückmeldung von der Person, doch ich erwartete mir auch keine. Trotz der vorangegangenen Nachrichten, die der Auslöser waren, warum ich mir ausgerechnet Damien Rice angehört hatte. Ob mein Beitrag weitergeholfen hat weiß ich wie gesagt nicht, doch ich hoffe es (falls du das hier liest: wenns Schwachsinn war, würde ich es übrigens genauso gerne wissen).

Das war allerdings nur der Anfang dieser kreativen Session. Mir fiel dann wieder ein ganz wunderbares Lied von Mark Forster ein, das ich neulich im Radio gehört hatte und als ich mir daraufhin sämtliche Lieder von ihm anhörte, öffneten sich erneut die Schleusen meines Gehirns und die Gedanken sprudelten nur so heraus.

Interessanterweise entstand dann in weniger als 30 Minuten ein hip-hop/rap lastiger Text, der mich selbst überraschte. Einerseits wegen der geringen Zeit – selten dass ich so schnell mit meiner Wortwahl zufrieden war – und andererseits, weil ich noch nie einen deutschen Songtext geschrieben habe. Schon gar nicht aus der Kategorie Hip-Hop/Rap, die in Summe ja eher weniger mein Genre ist. Äußerst spannend. Ob das wohl auf meine aktuelle körperliche Verfassung zurückzuführen ist? Oder doch auf meine Muse?

Nachdem es mir ja beim texten prinzipiell um den Inhalt und weniger um den Stil geht, gehört dieser Punkt erneut meiner Muse und deswegen auch an dieser Stelle das Lied von Damien Rice. Weil er und die Person heute meine ersten Musen waren. 😉

[Damien]

You can hold her hand

And show her how you cry

Explain to her your weakness

So she understands

And then roll over and die


You can brave decisions

Before you crumble up inside

Spend your time asking everyone else’s permission

Then run away and hide


Or you can sit on chimneys

Put some fire up your ass

No need to know what you’re doing or waiting for

But if anyone should ask

Tell them I’ve been licking coconut skins

And we’ve been hanging out

Tell them God just dropped by to forgive our sins

And relieve us our doubt

La la la la la la la…


Oh you can hold her eggs

But your basket has a hole

You can lie between her legs and go looking for

Tell her you’re searching for her soul

You can wait for ages

Watch your compost turn to coal

Time is contagious

Everybody’s getting old


So you can sit on chimneys

Put some fire up your ass

No need to know what you’re doing or looking for

But if anyone should ask

Tell them I’ve been cooking coconut skins

And we’ve been hanging out

Tell them God just dropped by to forgive our sins

And relieve us our doubt

La la la la la la la…

(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/damienrice/coconutskins.html)

 

[Eleni to special person]

Or you can make a decision

stop being a fool

stop resorting to excuses

and break up with olds

 

Stop being your own worst enemy

and move on from now

’cause sometimes it’s time for a change

even if you don’t know why now

 

So burn some of your boats

and become free and naked again

the day you leave all of your doubts

is the day, you’ll be truly happy again

 

I know that you can

and inside you know that you can do it too

it might rain today

but rain has always gone away

🙂

Advertisements

Song of the day: Willie Nile – Streets Of New York

Freitag, 13. März 2015

Vermissen. Heute merke ich einmal mehr, wie sehr ich dich manchmal vermisse. Dich als Mensch. Den Freund. Weil du der einzige Mann bist, der je verstanden hat, wie viel mir Musik bedeutet. Die Worte. Die Texte. Wie tief sie mir immer unter die Haut gehen. Bis ins Herz. Weil Musik die Sprache unserer Seele ist.

Ich wünschte ich könnte diesen Moment mit dir teilen. Dir dieses tolle Lied schicken, das ich auf Gerhards Blog entdeckt habe (danke noch einmal), und mit dir über diesen großartigen Künstler philosophieren. Nein, gemeinsam stundenlang bei seinen Liedern versinken. Ich glaube, du würdest ihn lieben. So wie wir Bob Dylan lieben. Und Damien Rice.

Doch ich kann es nicht, weil zwischen uns seit 4 Monaten Funkstille herrscht. Dabei wüsste ich gerne wie es dir geht. Ob sich das Chaos in deinem Leben ein wenig gelichtet hat. Ob es dir gut geht. Ob du nun glücklich bist. Und, ob du mich auch vermisst. Zumindest gelegentlich.

The streets of New York
A maze made of iron and stone.
A labyrinth complete,
With edges that cut through the bone.

They come by the millions,
The hipster, the prince and the clown.
They come ‘cause they know that
Something’s going down…
On the streets of New York.

The streets of New York
Wind and turn in their own crooked way.
A motherless child,
So reckless at work and at play.

Still-born buildings abound,
Corporations of steel,
Long lines at the lost and found
All serve to reveal…
The streets of New York

The streets of New York
Have faces only mothers could love.
From rich boys in silk,
To panhandlers who can’t get enough.

Drifters ride on the subways,
Hustlers roam through the night.
Tourists come back again and again
Until they get it right…
On the streets of New York.

The streets of New York
Unfold like a matchmaker’s dream.
Day becomes night,
Through canyons of concrete and steam.

Juliet on the rooftops,
Romeo underground.
Late at night when their lips meet,
You can’t hear a sound…
On the streets of New York.

The streets of New York
Have places where two hearts can meet.
The west side, uptown
Or down here on Revington Street.

Meet me tonight by the station,
Meet me in Washington Square.
We’ll drink wine and dance on the moonlight,
And I’ll hold you in the air…
On the streets of New York.
(Quelle: http://www.lyricsmode.com/lyrics/w/willie_nile/streets_of_new_york.html)

Song of the day: Kodaline – All I Want

All I Want. Bei diesem Lied hätte ich vor ein paar Wochen noch zum heulen begonnen. Weil ich mir innigst gewünscht hatte, ihn noch ein einziges, ein letztes Mal zu sehen. Um herauszufinden, ob es nur die Erinnerung war, oder doch mehr. Ob ich mich getäuscht hatte, oder nicht. Und – und das war der eigentliche Hauptgrund – um ihm alles persönlich sagen zu können. Von Angesicht zu Angesicht.

Doch als Kodaline es vorhin als allerletzte Nummer beim Konzert spielten, musste ich lächeln und zugleich ziemlich schmunzeln. Weil ich in dem Moment wusste, dass ich ihn nach 485 Tagen endgültig „losgelassen“ hatte. Wusste, dass ich nun im Schlaf nicht mehr von ihm träumen würde. Nicht mehr hoffen würde, dass er eines Tages spontan vor meiner Türe stehen und so wie damals in mein Leben platzen würde. Und, dass mein Herzschmerz endlich zu Ende war. Da er nun keine Rolle mehr in meinem Leben spielte. 

Ja, unsere Liebe war wohl kein großes Kino. Sondern eher eine Romanze ohne happy end. Aber das ist vielleicht auch ganz gut so. 🙂

All I want is nothing more

To hear you knocking at my door

‚Cause if I could see your face once more

I could die a happy man I’m sure

When you said your last goodbye

I died a little bit inside

I lay in tears in bed all night

Alone without you by my side

But if you loved me

Why’d you leave me?

Take my body

Take my body

All I want is,

And all I need is

To find somebody.

I’ll find somebody like you.

Oh oh

So you brought out the best of me,

A part of me I’ve never seen.

You took my soul and wiped it clean.

Our love was made for movie screens.

But if you loved me

Why’d you leave me?

Take my body,

Take my body.

All I want is,

And all I need is

To find somebody.

I’ll find somebody.

Oh

If you loved me

Why’d you leave me?

Take my body,

Take my body.

All I want is,

All I need is

To find somebody.

I’ll find somebody like you.

Oh

(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/kodaline/alliwant.html)

Spürst du dich noch?

Wenn du die Augen schließt
Spürst du es noch?
Mitten in dir
Das Leben, wie es pulsiert

Wenn du tief einatmest
Riechst du sie noch?
Mit deiner Nase
Die Natur, wie sie duftet

Wenn du gehst
Fühlst du ihn noch?
Mit deinen Füßen
Den Boden, wie er sich bewegt

Wenn du losläufst
Kannst du es noch?
In deinem Kopf
Die Gedanken, einfach loslassen

Wenn du dich quälst
Siehst du es noch?
Auf deiner Strecke
Das Ziel, um weiterzukommen

Wenn du verloren gehst
Entdeckst du ihn noch?
Auf deinem Weg
Den Hinweis, um dich wieder zu finden

Wenn du stehen bleibst
Tust du es noch?
In deiner Eile
Einmal innehalten, um zu genießen

Wenn du in dich gehst
Erkennst du ihn noch?
In deiner Seele
Den Anker, der dich festhält

Wenn du es verspürst
Traust du dich noch?
Aus deinem Herzen
Zu weinen, egal wo du gerade bist

Wenn du nicht mehr weiter weißt
Fragst du ihn noch?
In deiner Situation
Den Menschen, der dir nahe ist

Wenn du jemanden liebst
Hast du ihn noch?
In deinem Herzen
Den Mut, die Gefühle auszusprechen

Wenn du dir etwas wünschst
Hast du sie noch?
In deinen Träumen
Die Hoffnung, dass es wahr wird

Wenn du lachst
Kannst du es noch?
Aus ganzem Herzen
Unbekümmert sein, wie ein Kind

Wenn du die Augen wieder öffnest
Erkennst du sie wieder?
In deinem Leben
Die vielen Farben, wie sie leuchten

© Eleni Anthea, Wien, 16. Februar 2015

Schicksalstag oder I will never forget you

“When we least expect it, life sets us a challenge to test our courage and willingness to change; at such a moment, there is no point in pretending that nothing has happened or in saying that we are not yet ready. The challenge will not wait. Life does not look back. A week is more than enough time for us to decide whether or not to accept our destiny.”
– Paulo Coelho, The Devil and Miss Prym

Decisions. Ich hätte die Zeit in meinem zweiwöchigen Krankenstand, für vieles nutzen können. Ich hätte im liegen lernen können. Mir zahlreiche Vorlesungsaufzeichnungen ansehen können. Ich hätte endlich all jene Bücher lesen können, die sich seit Ewigkeiten in meinem Bücherregal auf der „ungelesen“ Seite stapeln. Ich hätte auch die ganze Zeit mit fernsehen oder DVD schauen verbringen können. Oder im Internet auf die Suche nach neuer Musik gehen können. Oder meine Freunde bitten, dass sie mich besuchen kommen.

Doch ich habe kaum etwas davon getan. Stattdessen habe ich etwas anderes, für mich sehr wichtiges gemacht. Ich habe mich um mein Seelenwohl gekümmert.

Vor ca 2 Monaten sind mir eines morgens im Badezimmer zwei Sätze durch den Kopf geschossen, die ich zwar gleich notiert habe, tiefer damit befasst habe ich mich allerdings nicht.

„Man kann Gefühle negieren. Man kann sie auch verdrängen oder unterdrücken.
Man kann sie aber auch einfach zulassen, zu ihnen stehen und das Beste daraus machen, indem man sich mit ihnen auseinandersetzt und sie verarbeitet.“

Und genau das habe ich diesmal getan. Weil ich es endlich konnte. Ich habe alles zugelassen, was hochkommen wollte. Mich mit allem beschäftigt, was noch offen war. Egal aus welchem Jahr, oder aus welchem Lebensabschnitt.

Etwas, das ich in dem Ausmaß schon viel zu lange nicht getan habe, weil mir die Ruhe, die Zeit oder die Energie gefehlt hat. Die ich diesmal hatte. Weil ich das erste Mal seit Monaten wieder komplett mit mir im reinen bin. Keine Leere mehr in mir habe, sondern mich wieder so richtig spüre. Stolz bin auf die Entscheidungen, die ich in den vergangenen Wochen getroffen habe. Und dankbar für all die Erfahrungen.

Was ich nicht zuletzt Bochum und den Menschen, mit denen ich dort unterwegs war, zu verdanken habe. Unglaublich liebe Menschen, die sehr viel in mir bewegt und wachgerüttelt haben. 🙂

Ich glaube ja an Schicksal. Und daran, dass alles im Leben irgendeinen Sinn ergibt. Für irgendetwas gut ist. Auch wenn man nicht gleich weiß wofür.
Manch einer würde vielleicht sagen: „Dumm gelaufen. Der Sturz ist dir sicher passiert, weil du nicht gscheit aufgepasst hast“. Ich sage: „Ja, ich habe womöglich nicht gscheit aufgepasst, doch der Sturz passierte mir nicht an „irgendeiner“ Stelle.“

Denn er passierte genau in dem Moment, wo ich einen Schritt hinunter gehen wollte und zugleich nach links blickte. Um mir diesen Anker an der Wand noch einmal anzusehen, der mich bereits beim Hinaufgehen so fasziniert hatte. Denn ich liebe diese Dinger einfach. Seit ich denken kann. Und mittlerweile glaube ich sogar zu wissen warum (aber das ist eine andere Geschichte). Also vielleicht wollten mir der Anker und der Sturz genau das sagen:

„Schau endlich wieder auf dich. Auf dein Herz und deine Seele. Denn sie sind dein Anker.“

Ja, ich habe zwar vieles in den vergangenen Wochen geklärt, meine eigenen Gefühle aber großteils weiterhin verdrängt und negiert. Bis zu diesem einen Tag.

Alles begann damit, dass ich irgendwann mit den Krücken vor meinem Bücherregal stand und dieses schöne graue Notizbuch entdeckte, das mir eine liebe Freundin zu einem Geburtstag geschenkt hatte. Das ich mir für besondere Texte aufgehoben hatte. Und da ich eine Pause vom vielen herumliegen brauchte, klemmte ich es unter den linken Arm, humpelte ins Schlafzimmer, kramte aus der großen weißen Holztruhe das Kalligraphiefederset hervor, klemmte dies unter den rechten Arm und humpelte damit zum Küchentisch. Und dann begann ich, sämtliche Texte, die ich unter „thoughts & memories“ veröffentlicht hatte, fein säuberlich in dieses Notizbuch zu übertragen. Etwas, das ich schon sehr lange tun wollte und wofür mir ebenfalls die Zeit und die innerliche Ruhe gefehlt haben.

Als ich mir die Texte am iPad noch einmal durchlas bemerkte ich schon, wie sich etwas in mir veränderte. Dass ich mich unweigerlich wieder mit den Texten auseinandersetzte. Weil sie mich erinnerten. Wie Lieder es sonst oft tun. Was klar war, denn es waren ja auch meine Worte. Doch die Tränen kamen mir erst in dem Moment als ich begann, diesen Text abzuschreiben:

„Carry Your Smile (Always With You)“

Ein Text, an dem ich fast ein Jahr lang geschrieben habe. Aber nicht weil die englische Sprache für mich eine große Barriere darstellt, im Gegenteil. Gelegentlich fällt es mir sogar leichter in dieser Sprache zu sprechen als in meiner eigenen Muttersprache.

Ich habe deswegen so lange daran geschrieben, weil er mir so unglaublich viel bedeutet. Weil ich über jedes Wort gefühlte hundert Mal nachgedacht habe. Sie zerlegt habe, in ihre einzelnen Buchstaben. Um sie so lange entsprechend anzuordnen, bis ich endlich mit der Aussage zufrieden war. Und das nur, weil mir die Worte so sehr am Herzen liegen wie der Mensch, um den es in diesem Text geht. Der Ende 2013, in ein paar Tagen mehr in mir ausgelöst und bewegt hat, als so mancher Mann über Jahre zuvor. Der mein Seelenverwandter ist. Vielleicht sogar die Liebe meines Lebens? Eine Frage, die ich wohl erst am Ende mit Sicherheit beantworten kann.

Ich habe versucht, ihn mit diesem Text Stück für Stück loszulassen, da er zum damaligen Zeitpunkt mit einer anderen Frau sehr glücklich war und es vermutlich immer noch ist. Und so sehr ich mich auch für ihn gefreut habe, der Schmerz, dass sie es an meiner Stelle ist, war auch nach über einem Jahr immer noch zu groß. Weswegen ich mich damit in der Nacht vor meinem Geburtstag mehr oder weniger von ihm „verabschiedet“ und ihn aus meinem Leben „verbannt“ habe.

Weil ich einen Schlussstrich ziehen wollte und mit dem Beginn des neuen Lebensjahres, auch auf einen Neubeginn hoffte. Hoffte, dass es für mich damit endgültig getan sein würde. Dass dann nicht nur die Bilder und die Erinnerungen in meinem Kopf verschwinden würden, sondern auch meine Gefühle für ihn.

Doch ich hätte es wissen müssen. Dass alles eines Tages noch einmal hochkommen würde, da ich unsere Geschichte trotz dieses Textes nie zur Gänze verarbeitet habe. Ihn auch damit nicht komplett gehen lassen konnte. Vielleicht weil für mich noch zu viele Fragen offen sind. Die vielleicht völlig naiv und absurd klingen, wenn man uns und unsere Geschichte nicht kennt. Die für mich jedoch trotzdem von sehr hoher Bedeutung sind.

„- Wieso will das Schicksal, dass sich zwei Menschen kennenlernen, die sich in ihrem Denken, in ihren Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen, in ihren Hobbys, in ihrem Tun und Handeln, so unfassbar ähnlich sind… die sich sogar ohne Absprache dasselbe Bett kaufen, um ein Beispiel zu nennen… wieso führt das Schicksal solche Menschen zusammen, wenn sie dann doch nicht zusammenkommen? Wo liegt darin der Sinn?
– Warum waren es wirklich nur 99% und nicht 100%?
– Gibt es überhaupt 100%? Besteht nicht immer ein Restrisiko? Dass es trotz 100% womöglich nicht dauerhaft funktioniert? 
– Sind nicht die 1% Unterschied vielleicht sogar die 1%, warum es funktionieren könnte?
– Weil 99% eben nicht 100% sind, wir alle keine Götter sind und niemand perfekt ist? Und das nicht-perfekte in Wahrheit vielleicht sogar perfekt ist?

– Waren seine Gefühle für mich damals wirklich nicht groß genug, oder fehlte ihm womöglich einfach nur der Mut?
– Oder war es in vielerlei Hinsicht einfach nur der denkbar schlechteste Zeitpunkt? Mein Pech, dass ich zu einem Zeitpunkt in sein Leben getreten bin, wo er noch zu viel Chaos um sich hatte? Obwohl er es ja war, der den Anstoß zu allem gab?
– War er vielleicht damals einfach noch nicht bereit? Warum aber dann für eine Andere?
– Oder war es vielleicht sogar mein Glück dass es damals nicht funktioniert hat, weil es ebenfalls nicht von Dauer gewesen wäre? Weil wir uns in Wahrheit erst beide selbst wiederfinden mussten?
– Weil wir vielleicht doch für einander bestimmt sind, sofern es so etwas gibt? Nur einfach nicht momentan?
– Oder hat es einfach nicht sein sollen, weil ich eines Tages jemanden kennenlernen werde, dem ich noch viel näher sein werde? Der mich noch mehr berühren wird?“

Fragen, auf die ich vermutlich nie eine Antwort bekommen werde. Die mir hoffentlich eines Tages auch nicht mehr wichtig sein werden. So wie vielleicht er. Denn er hätte das Blatt zu jeder Zeit wenden können.

Ich könnte jetzt einen neuerlichen Versuch wagen und es einfach gut sein lassen. Versuchen, ihn zu vergessen und die ganze Sache abhaken. Weil ich die Situation zwischen uns nicht ändern kann. Das kann nur er oder das Schicksal.

Doch ich kann meine Situation ändern, indem ich zu meinen Gefühlen stehe, sie diesmal nicht negiere und verdränge, sondern mich mit ihnen auseinandersetze und damit hoffentlich verarbeite.

Ich weiß noch nicht wohin mich all dies hier führen wird. Vielleicht zu neuen Orten, neuen Abenteuern, neuen Fotos, neuen Menschen, neuen Gefühlen, neuen Texten oder zu neuen Liedern. Vielleicht zu allem. Vielleicht auch zu nichts davon.

Doch ich weiß eines mit Sicherheit: Es ist wie auf dem Beitragsbild, das ich an jenem Tag in Bochum gemacht habe, als mir der Sturz passiert ist. Meine Liebe und die Erinnerungen werden im Laufe der Zeit immer mehr verblassen, doch ganz vergessen werd’ ich diesen einen besonderen Menschen wohl nie.

Song of the night: Damien Rice – Colour Me In

My Favourite Faded Fantasy. Ein Album von Damien Rice, das ich mir bis heute weder vollständig anhören noch kaufen konnte. Ich musste immer wieder abbrechen. Kämpfte jedes Mal mit den Tränen, so wie jetzt. Weil mich die Texte so sehr an einen bestimmten Menschen erinnern. Mir heute noch aus der Seele sprechen. Auch wenn es keinen Sinn ergibt und der letzte Funke an Hoffnung endgültig erloschen ist. Es berührt mich trotzdem, weil es einfach die Musik von T. und Pippi war.

I tried to repress it
Then I carried its crown
I reached out to undress it
And love let me down
Love let me down…
So I tried to erase it
But the ink bled right through
Almost drove myself crazy
When these words led to you

And all these useless dreams of living alone
Like a dogless bone…

So come let me love you
Come let me love you
And then… colour me in

Well I tried to control it
And cover it up
I reached out to console it
It was never enough
Never enough…

So I tried to forget it
That was all part of the show
Told myself I’d regret it
But what do I know

About all these useless dreams of living alone
Like a dogless bone…

So come let me love you
Come let me love you
And then… colour me in

Come let me love you
Come let me take this through the end
Of all these useless dreams of living
In all these useless dreams
All these useless dreams of living
In all these old noes

Come let me love you
Come let me love you
Come let me love you
Come let me…

(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/damienrice/colourmein.html)

Carry Your Smile (Always With You)

You came all of a sudden
just like a hurricane into my life
And within less than one week
you made my flesh completely creep

“In the future – for better or for worse
Please let me hug and squeeze you”
Those were just some of your words

“And whatever the future may hold
Please never let me go
Please let me keep you in my life”
In this night we promised to be forever, twice

~

Gorgeous, open-hearted, lovable
Extraordinary and very special
Sentimentalists to the core
I’ve never felt so much loved
Needed and belonged before

We were 99%
Nearly perfect
We both know this is true
So please, carry your smile (always with you)

~

It wasn’t meant to last
‚cause you fell in love with another one
I should have lost my control
and fallen straight to the ground
With my heart broken into pieces
again a painful wound

At this stage it didn’t happen
‚cause I really wanted to stay
Yes I thought we’re fated
to belong in another way

You fell in love again the other day
Sorry my dear,
this time I really can’t stay
So I’ll finish these lyrics and then go away

~

Gorgeous, open-hearted, lovable
Extraordinary and very special
Sentimentalists to the core
No one ever told me the truth
as straight-lined as you did
in this night once more

We were 99%
Nearly perfect
We both know this is true
So please, carry your smile (always with you)

~

Talking to you was always talking to my reflection
From the very beginning
you and me
we had this very special connection

You gave me back the missing spark of confidence
which got lost ages ago
Just like a missing sound with lyrics
That I’ll forever get to know

You believed in me as much as I did in you
And within a few days,
you understood me more
than anyone else could before

Always wanted me to remain
My dear,
I really want you to stay the same

~

Gorgeous, open-hearted, lovable
Extraordinary and very special
Sentimentalists to the core
We’re both so addicted to music
which fulfills our souls even more

We were 99%
Nearly perfect
We both know this is true
So please, carry your smile (always with you)

~

I always hoped that one day
we’ll both be free
and sit in the glooming evening sun,
down under a beautiful willow tree.

Old, happy and full of wrinkles,
grateful that once
in our early years
we could finally allay all our fears

With our grandchildren we remember the „good old days“,
our whole life,
a long beautiful soundtrack
with many intensive and different ways

~

Gorgeous, open-hearted, lovable
Extraordinary and very special
Sentimentalists to the core
I would have given up quite everything
just to be closed to you once more

We were 99%
Nearly perfect
We both know this is true
Maybe it was just the 1% matter of time
That we will never get to know

Gorgeous, open-hearted, lovable
Extraordinary and very special
Sentimentalists to the core
My dear, you’re more than just a good friend,
you’re my one and truly soul mate
My love
My home
Maybe until the end

We could have been 100%
Perfect
We both know this is true
So please, carry your smile
‚cause despite the fact that I’m leaving
inside I’m always with you

© Eleni Anthea, Vienna, Spring & Autumn 2014