Song of the day: Broilers – Wo bist du (du fehlst)?

Du fehlst. Mit zwei paar Wollsocken an den Füßen und eingehüllt in meine warme Winterjacke sitze ich hier am Balkon. Umringt von den mittlerweile sehr kargen Paradeiserpflanzen und blicke in die dunstige Ferne. Irgendwo weit unter mir zirpen unzählige Grillen und erinnern noch ein wenig an laue Sommernächte. Doch der kühle Windhauch kündigt einmal mehr an, was ich seit Wochen intensiv zu verdrängen versuche. Den Herbst.

Den ich einfach noch nicht so ganz wahrhaben kann, denn der kleine Hoffnungsschimmer protestiert lautstark und bettelt: „Bitte! Ein letztes Mal für heuer im See schwimmen. So zum Abschied. Das fehlt doch noch. Das war so… so gar nicht endgültig beim letzten Mal.“

Und er hat ja recht. Schließlich habe ich in den vergangenen Jahren im September tatsächlich noch meine Runden im See gedreht. Bin auf der Insel gesessen und habe in die untergehende Sonne geblinzelt. Wehmütig geseufzt und mich langsam von dem kühlen, glitzernden Wasser verabschiedet. Um dann noch einmal hineinzuspringen und ausgiebig durch die Wellen zu tauchen. Bis ich wieder bei meinem Steg angekommen bin.
Etwas, das mir heuer neben so manchem fehlen wird.

Ja, langsam wird es Zeit. Zeit, offiziell vom Sommer Abschied zu nehmen, um die nächste Jahreszeit mit all ihren Facetten genauso gebührend willkommen zu heißen.

Denn manchmal müssen wir im Leben etwas zurücklassen, um etwas Neues in uns aufnehmen zu können. Um weiterzugehen, anstatt irgendwann einfach stehenzubleiben. Auch wenns noch so weh tut.


Die Nächte heller
Dann, wenn du mit mir warst
Hassten die gleichen Bands
Wir liebten dieselben Bars
Wir brauchten nur uns
Ließen die Welt im Regen stehen
Wir waren uns sicher
Irgenwann wird’s auch der Rest verstehen
Wo auch immer du jetzt bist, ich weiß nur
Dass du mir hier fehlst

Wo bist du? Ich bin hier, du fehlst
Die Welt dreht sich, doch ich bleib stehen

Alle Lieder besser
Wenn du sie mit mir sangst
Unsere Nächte dauerten Tage
Immer weiter ohne Angst
Wir wollten dieses Palmending
Wir wollten unsere Anti Islands
Ich möchte sauer sein
Wir wollten doch alles teilen!
Ich weiß, Lebewesen kommen
und Lebewesen gehen
Das ist der Lauf der Dinge
Doch ich lauf nicht mehr, ich bleibe stehen

Wo bist du? Ich bin hier, du fehlst
Alles geht seinen Gang, nur ich bleib stehen

(Quelle: http://www.songtexte.com/songtext/broilers/wo-bist-du-du-fehlst-4b5937e6.html)

Advertisements

HOLIDAY SPECIAL – PABUCA TO GO: REFLECTIONS

Galerie

Diese Galerie enthält 3 Fotos.

Special holiday. In meinem dreiwöchigen Urlaub gab es viele besondere Momente. Der See. Die Enten. Die Sonnenuntergänge und die Sonnenaufgänge. Das Schwimmen bei diesen. Die beiden Partys. Das Lachen und die Musik. Die grenzgeniale Zeit mit meinen Freunden. Dieser romantische … Weiterlesen

Song of the day: Andrea Bocelli feat. Sarah Brightman – Time To Say Goodbye (Con Te Partirò)

Time to say goodbye. Zu 24 Tagen Urlaub und fürs Erste auch zu meinem geliebten See.

24 Tage, die unglaublich viel in mir (aus)gelöst haben. Die Unbewusstes bewusst werden ließen und Klarheit verschafften, wo Schwammiges herumgrundelte.

24 Tage, zu denen dieses Lied in vielerlei Hinsicht der perfekte Abschied ist. 🙂


Sarah:
Quando sono sola
sogno all’orizzonte
e mancan le parole,
si lo so che non c’e luce
in una stanza quando manca il sole,
se non ci sei tu con me, con me.
Su le finestre
mostra a tutti il mio cuore
che hai accesso,
chiudi dentro me
la luce che
hai incontrato per strada.

Ref:
Time to say goodbye.
Paesi che non ho mai
veduto e vissuto con te,
adesso si li vivro.
Con te partiro
su navi per mari
che, io lo so,
no, no, non esistono piu,
it’s time to say goodbye.

Andrea:
Quando sei lontana
sogno all’orizzonte
e mancan le parole,
e io si lo so
che sei con me, con me,
tu mia luna tu sei qui con me,
mio sole tu sei qui con me,
con me, con me, con me.

Ref:
Time to say goodbye.
Paesi che non ho mai
veduto e vissuto con te,
adesso si li vivro.
Con te partiro
su navi per mari
che, io lo so,
no, no, non esistono piu.

Both:
con te io li rivivro.
Con te partiro
su navi per mari
che, io lo so,
no, no, non esistono piu,
con te io li rivivro.
Con te partiro

Io con te.
(Quelle: http://artists.letssingit.com/andrea-bocelli-lyrics-time-to-say-goodbye-con-te-partiro-feat-sarah-brightman-djtkmd3)

Song of the day: PeterLicht – Räume Räumen

Es leert sich am See. Immer mehr Leute um mich herum packen ihre Sachen und flüchten vor dem herannahendem Gewitter, das zu 80% wieder einmal hier vorbei ziehen wird ohne loszubrechen.

Ich bleibe jedenfalls vorerst hier sitzen, beobachte amüsant die Hektik rund um mich und verfalle zu PeterLichts Text „Räume Räumen“ in eine angenehme, träumerische Melancholie. Perfekt passend zu dem sanften Donnergrollen in der Ferne und dem Licht am anderen Ufer des Sees.


Der Raum ist voll, doch keiner ist da
Das hier erreicht mich
Erreicht mich nicht

So viele Sekunden hat mein Tag nicht
Die ich bräuchte, um mein ’nein‘ zu sagen
Meine neine.. nein, nein, nein
Meine neine.. nein, nein

Nein, nein, nein
Nein, nein
Nein
Nein, nein, nein, nein
Nein, nein
Nein
Nein, nein

Der Raum ist voll, doch keiner ist da
Wer stört, fliegt
Raus, raus, raus

Stören und fliegen und Räume räumen
Hier muss ich nicht sein, hier möcht ich nichtmal fehlen
Lieber draußen auf den Wegen im Septemberregen
Der warme Regen
Der warme Regen

Nein, nein, nein
Nein, nein
Nein
Nein, nein, nein, nein
Nein, nein
Nein
Nein, nein

Ich glaube wen immer ich sehe müsste glücklich sein
Wir mögen das Land, wir akkupunktieren den Boden
Wir massieren die Straßen, wir cremen die Häuser
Wir wischen die Städte, wir kühlen die Motoren
Wir mögen das Land, wir akkupunktieren den Boden
Mit großen Stahlstangen
Mit großen Stahlstangen

Wir salben den Beton, wir verbinden die Drähte
Wir trösten die Maschinen, wir besprechen die Membranen
Der Infrastruktur legen wir die Hände auf
Mit großen Händen
Mit großen Händen

Und dann dein Bild in den Wolken und der Wind von oben
Du da – Ich hier
Mit großen Herzen
Mit großen Herzen

Ja, Ja, Ja
Ja, Ja
Ja
Ja, Ja, Ja, Ja
Ja, Ja
Ja
Ja, Ja, Ja, Ja
Ja, Ja

(Ja, Ja, Ja, Ja
Ja, Ja
Ja…)

Lass uns glücklich sein
Oder verschwunden sein
Lass uns kleiner werden
Am Horizont
Was anderes sehe ich nicht
Am Horizont
Lass uns weiter gehen
Als unsere Augen sehen
Was anderes sehe ich nicht
Als in weiter Ferne lauter Licht
In weiter Ferne lauter Licht

In weiter Ferne lauter Licht
(Quelle: http://lyrics.wikia.com/PeterLicht:Räume_Räumen)

See 3.0. oder „wenn ich nicht hier bin, bin ich aufm Sonnendeck“

Urlaubsausklang. Nachdem das Wetter endlich wieder auf meiner Seite ist, bin ich gestern Abend mit meiner besten Freundin M. an den Neufeldersee zurückgekehrt.

Mit im Gepäck frische Bio-Zucchinis aus Omas Garten und Paradeiser von meinem Balkon-Biodiversitätsprojekt, die gleich zu leckeren Zucchini-Schifferl verarbeitet wurden (Rezept folgt in einem extra Beitrag).
Danach gings noch mit einer Flasche Cabernet-Syrah vor zum See, um bei Sonnenuntergang auf den gemeinsamen Urlaubsausklang anzustoßen.
Ein richtiger Mädels-Abend also. Spontan. Lustig. Perfekt. 🙂

Dem Wein folgte noch eine ganze Packung Bio-Knusperkekse, also mussten wir heute unseren Plan vom morgendlichen Lauf um den See erst recht in die Tat umsetzen. Und es wäre wirklich besser gewesen wenn wir dies gegen 05:00 Früh getan hätten, nachdem wir beide um diese Zeit munter wurden. Doch die Rotweinmüdigkeit war stärker, folglich liefen wir erst gegen 09:45 los.

Ein großer Fehler, denn es war bereits ziemlich heiß und unsere einzige Motivation weiterzulaufen der Bäcker am Ende der Strecke, bei dem wir unser Frühstück holten.
So wurde aus dem Lauf ein Eierlauf (Masterplan falls unser Leben mal langweilig werden sollte: nicht mit einer 6er-Packung Eier in der Hand laufen sondern mit einem Ei am Löffel 😉 ).

Danach gings schnurstracks in den kühlen See und dem folgte ein ausgedehnter Mittagsbrunch mit anschließendem Nickerchen im Schatten der Trauerweiden. Einfach herrlich. So wie Urlaub eben sein sollte. 🙂

Eigentlich hätte ich ja heute Abend wieder heimfahren müssen, doch da meiner lieben Hausbesitzerin leider etwas dazwischen kam, kann ich nun bis Sonntag Abend hier bleiben und nach Herzenslust und Laune im See schwimmen.
Und wenn ich nicht hier bin, bin ich aufm Sonnendeck. 😉


wenn ich nicht hier bin, bin ich auf’m sonnendeck
bin ich, bin ich, bin ich, bin ich
oder im solarium
oder am radar

und wenn ich nicht hier bin, bin ich auf’m sonnendeck
bin ich, bin ich, bin ich, bin ich
oder im aquarium
bin ich, bin ich, bin ich, bin ich

und alles was ist dauert drei sekunden
eine sekunde für vorher, eine für nachher, eine für mittendrin
für da wo der gletscher kalbt
wo die sekunden ins blaue meer fliegen

(Quelle: http://www.magistrix.de/lyrics/Peter%20Licht/Sonnendeck-113582.html)

IMG_1143-1.JPG

Song of the night: PeterLicht – Landlied

Bis Mitternacht vorne am See sein. Rücklings am Steg liegen und Millionen Sterne sehen. Kein Mensch weit und breit. Nur schlafende Enten. Die vorerst letzte Nacht hier und die Stille ringsherum genießen. Plötzlich an PeterLicht denken, sich gedanklich noch weiter weg beamen und trotzdem für immer hier bleiben wollen. 🙂


Weit weg
Weit weiter
Weit weg und wir kommen nicht mehr
Zurück

Weit weg
Weit weiter
Weit weg und wir kommen nicht mehr
Zurück

Komm, lass uns auf’s Land gehen
Lass uns nach den Sternen sehen
Lass uns gehen und sehen, wer dann noch kommt

Lass uns auf’s Land gehen
Lass uns nach den Pferden sehen
Lass uns nach den Sternen sehen

Wär das nicht gut
Es ging uns dort besser
Wär das nicht gut, es ging uns gut da

Die Stadt ist gut
Wenn man sie von außen brennen sieht
Die Stadt ist besser

Weit weg
Weit weiter
Weit weg und wir kommen nicht mehr
Zurück

Weit weg
Weit weiter
Weit weg und wir kommen nicht mehr
Zurück

Komm, lass uns auf’s Meer fahren
Lass uns nach den Inseln sehen
Lass uns gehen und sehen, wer dann noch kommt

Das Meer ist weit
Und weit und weiter
Weit und breit kein Mensch mehr da

Von Allem ist genug
Und wir müssen frei sein
Wir müssen mit unserer Liebe sein

Weit weg
Weit weiter
Weit weg und wir kommen nicht mehr
Zurück

Weit weg
Weit weiter
Weit weg und wir kommen nicht mehr
Zurück

Dadadadadada
Dadadadadada
Dadadadadada
Da da da
Dadadadadada
Dadadadadada
Dadadadadada
Da da da

(Quelle: http://lyrics.wikia.com/PeterLicht:Landlied)

Urlaub oder wenn man mit der Sonne aufsteht und mit ihr schlafen geht

Morgenrot. Getrieben von der senilen Urlaubs-Bettflucht bin ich heute bereits um 04:23 aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Und ehrlich gesagt wollte ich auch gar nicht mehr weiterschlafen, sondern endlich wieder bei Sonnenaufgang Laufen gehen. Die morgendliche Ruhe und Stille genießen. Diesen Moment wo du weißt, bald wachen die Vögel und die Menschen auf. Und du davor noch ein paar Minuten die Welt um dich herum nur für dich und deine Gedanken hast. 🙂

20140725-233000-84600876.jpg

Und eigentlich war ich nach knappen 4h Schlaf, dem morgendlichen 6km Lauf um den See, dem anschließendem Hausputz sowie der Gartenarbeit schon viel zu müde um nochmal zum See zu radeln. Auch wenns nur 2 Minuten sind. 😉 Doch irgendwas in mir sagte: „tu es. Wer weiß, vielleicht erlebst du ja etwas Schönes, dass du sonst verpassen würdest.“ Und das Bauchgefühl hatte wie immer Recht. Ich weiß ja warum ich diesen Platz seit 27 Jahren so sehr liebe. Weil er einfach magisch ist. Und es so etwas wunderschönes nur hier gibt. Bei meinem willow tree. 🙂

20140725-235705-86225429.jpg

20140725-235741-86261168.jpg

20140725-235822-86302889.jpg

20140725-235915-86355789.jpg

20140726-000652-412985.jpg

20140726-000743-463113.jpg

20140726-000831-511938.jpg

20140726-000923-563338.jpg