Nachtrag: Magic Letters – Quirlig (oder Leben in der Natur Teil 3)

Quirlig. Gibt es etwas quirligeres in der Natur, als eine Kolonie fleißiger Ameisen? Ich denke nicht. Zumindest war es irrsinnig schwer, diese winzigen, superschnellen Tierchen mit meiner geliebten Makro-Kombination fotografisch einzufangen. Und weil quirlige Ameisen selten alleine unterwegs sind, habe ich mich nicht nur bewusst für die Summe der Bilder für diesen Magic Letters Beitrag entschieden, sondern auch ganz bewusst die „unscharfen“ Bilder hinzugefügt. 🙂

Danke liebe Christina für dieses tolle Q! Jetzt haben meine April-Ameisen endlich ihren passenden Beitrag bekommen. 😀

Geheimnisvolle Pflanzen(unter)welt oder die Spuren des Buchsbaumzünslers

Der Buchsbaumzünsler. Wohl so ziemlich der Alptraum von so manchem Gartenbesitzer bzw. Gartenbesitzerin. Haben es sich nämlich diese ultra gefräßigen Raupen erst einmal in den Pflanzen gemütlich gemacht, gibt es meist kein zurück mehr. Ratzfatz werden die Blätter der geliebten, oft kunstvoll zurecht geschnittenen Buchsbaumpflanzen von den hungrigen Raupen abgefressen. Nicht selten sogar komplett gerodet. Im schlimmsten Fall so sehr, dass nicht nur einzelne Triebe absterben, sondern gleich die komplette Pflanze. Regelrechte „Fressmaschinen“ eben.

In dieser Parkanlage in Perchtoldsdorf in der ich die Fotos geschossen habe wurden sie offensichtlich noch rechtzeitig Herr über die Raupen. Denn dort waren in der Tiefe nur noch ihre Spuren zu sehen. Oder war es vielleicht doch erst der Anfang…?

 

 

Erntezeit oder Papa und die blauen Schweden

Erntezeit. Heute war’s soweit. Ich habe die nun vertrocknete Erdäpfelpflanze im Hochbeet meiner Eltern herausgerissen und mit bloßen Händen die Früchte ausgegraben. Und dabei wie ein kleines Kind gejauchzt wenn ich noch einen gefunden habe. Lieblingserdäpfel eben. 😀

Und dies hab ich nur einer Person zu verdanken, meinem Papa. Weil er nämlich im Herbst einen meiner geliebten „Blauen Schweden“ im Hochbeet vergessen hat. ❤

DANKE lieber Paps! Ich freu mich schon darauf wenn wir sie nächste Woche gemeinsam verspeisen. Hab noch einen schönen Urlaub! :-*

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Die Kunst des Wassers oder nutze die Überschwemmung

Regenzeit. Während sich manch’ eine/r schon nach Abkühlung sehnte, hofften wir auf der Alm auf ein Ende des herrschenden Sauwetters. Und das nicht nur weil der Keller überflutet war und die Gäste ausblieben. Primär, weil wir auf engstem Raum gefangen waren und mich langsam aber sicher die gleiche Sorge wie Gallier Häuptling Majestix plagte: „dass uns der Himmel auf den Kopf fallen könnte!“ Also ergriff ich eines Nachmittags in einer kurzen Regenpause die Flucht, schnappte mir die Nikon und wagte mich an ein Experiment, das ich ohnehin schon eine ganze Weile tun wollte: Wassertropfen fotografieren.

Nach einem Haufen deutlich überbelichteter Bilder und einer verzweifelten Nachricht an meinen geliebten Experten kam ich dann dem Problem mit dem Objektiv und dem Zwischenring doch noch auf die Schliche: ein technischer Defekt am Ring. Zum Glück konnte ich ihn beheben und so watete ich kurze Zeit später auf der Suche nach dem Objekt der Begierde, samt Gummistiefel und 7 Schichten Kleidung durch die überschwemmte Wiese. Zwei Tage später hatte ich dann trotz meiner warmen Kleidung und den Gummistiefeln eine leichte Blasenentzündung doch ich finde, sie hat sich doppelt gelohnt. Denn neben der Tatsache, dass mir „der Himmel nicht auf den Kopf gefallen“ ist, bin ich auch mit dem Ergebnis des Experimentes mehr als nur zufrieden.

Fazit: Wassertropfenkunst for President. 😉

 

Einsamkeit & Zweisamkeit oder hungrige Kohlweißlinge 

Befallen. Ja auch auf der Alm gibt’s den einen oder anderen Schädling. Zum Beispiel die enorm gefräßigen Raupen des Kohlweißling Schmetterlings, die – wie der Name schon sagt – Kohlgemüse jeglicher Art bevorzugen. 

Ob sie den ganzen Kohl im Hochbeet aufgefressen haben weiß ich leider nicht da ich meine Almzeit letzte Woche vorzeitig beendet habe. Zum einen, weil ich Anfang Oktober Österreich verlassen und zum Mann meines Herzens nach Deutschland ziehen werde. Da gibt’s nun einiges zu planen und zu klären. Und nachdem Freizeit dort oben (hab’s ja nicht mal mehr geschafft zu bloggen geschweige denn eine Wanderung zu unternehmen) neben Privatsphäre und Internet absolute Mangelware war, musste ich eine Entscheidung treffen. Die mir angesichts der dortigen Rahmenbedingungen auch nicht schwer gefallen ist (falls wen die ganze Geschichte interessiert bitte eine Mail schreiben, dann verrate ich das pw). Zudem habe ich beschlossen, mein Studium zu Ende zu führen (ja ich seh ein paar von euch jetzt ordentlich jubeln 😉 ). Das geht nämlich auch aus der Ferne. Und mit dem wundervollsten Menschen an meiner Seite erst recht. 🙂 :-*

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Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Prachtexemplar. Diese wunderschöne adulte Äskulapnatter (Zamenis longissimus) hat am Montag Abend bei einem Spaziergang in den Weinbergen zwischen Perchtoldsdorf und Gießhübl mein Natur- und Fotografenherz in den 7. Himmel katapultiert. ❤

Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Äskulapnatter (Zamenis longissimus)


Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Äskulapnatter (Zamenis longissimus)


Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Äskulapnatter (Zamenis longissimus)


Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

 

Wertschätzung oder Leben in der Natur Teil 2

Wertschätzung. Meist sind es die kleinen Dinge, die ich im Leben so sehr schätze.
Heute war wieder so ein Tag, wo ich ein paar Augenblicke hatte, die mir ein besonderes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. 🙂

Da war zB. dieser Moment in der Früh, wo ich ohne Kopfschmerzen aufgewacht bin. Das erste Mal seit 5 Tagen.

Oder der Moment zu Mittag, wo ich in den Postkasten gesehen habe und zwischen all den Reklamen versteckt eine Karte vorfand, die meine beste Freundin Anfang Jänner aus Mexico abgeschickt hatte. Und die nun doch angekommen war. Mit dem schönen Satz auf der Rückseite:

„ich schick dir sonnige und warme Grüße -> pack sie in dein Herz und hol’s raus, wenn du’s nötig hast. ;-)“

Danke Maus, ich glaube, einen besseren Zeitpunkt für diese Karte hätte es nicht geben können. Wo du mich doch so oft danach gefragt hast. Interessanterweise kam sie mit Briefmarke, aber ohne Poststempel an. Ich vermute, sie hat einen ganz speziellen Weg zurückgelegt. 😉

Und dann war da noch dieser besondere Moment vorhin. Wo ich auf meinem Balkon in der Sonne stand und mein Blick zu einer der beiden Salbeipflanzen wanderte. Ein Salbei, den ich vergangenes Jahr bei der Arche Noah gekauft hatte und der trotz liebevoller Pflege das Jahr über in Summe mehr vor sich hin dümpelte, als wirklich lebte. Ähnlich wie bei mir. Der nach dem Winter draußen am Balkon ganz furchtbar und verkümmert aussah und dem ich – im Gegensatz zu seinem „herkömmlichen“ Kollegen vom Hornbach, der zu Winterbeginn noch in meinem Wohnzimmer verweilen durfte – nicht besonders hohe Überlebenschancen einräumte. Doch die Natur hat mich wieder einmal eines besseren belehrt. Dass sie voller Überraschungen steckt und mehr Leben in sich trägt, als man ihr im ersten Moment vielleicht zutraut. Vor allem dann, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt. Denn bei dem Salbei von der Arche Noah habe ich vorhin etwas ganz wunderbares und durchaus seltenes entdeckt. Drei dicke Knospen auf so einer kleinen Pflanze. Drei Ansätze von neuem Leben. Von Neubeginn. Von Zukunft und von Weiterentwicklung. Drei samtige Knospen, die mir einmal mehr zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. 🙂