Vollmond oder der erste Tele Versuch

Mondsüchtig. Was machen ambitionierte FotografInnen die immer noch kein Stativ besitzen in einer glasklaren Vollmondnacht gegen 01:30, wenn sie ein ultra schweres, altes, manuelles Tele Objektiv (Hanimex Tele-Lens 1:6.3 f=400mm) in die Hände bekommen? Sich trotz Müdigkeit gemütlich auf den Balkon setzen, warten bis die Hände ruhig sind und es einfach versuchen. 🙂

ELE-0331

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Lichtblick

Es sind die Höhen und die Tiefen
In den Nächten und am Tag
Das Hier und das Jetzt
Und alles, was noch auf mich zukommen mag

Es ist Stillstand und Bewegung zugleich
Rastlosigkeit und Ungewissheit
Gepaart mit Einsamkeit und Sehnsucht
Und als Produkt ein Gefühl, das mich innerlich fast zerreißt

Es ist der Rausch der Gefühle
Wie die Gezeiten am Meer
Ein Sturm auf hoher See
Der laut Gedanken aufwirbelt und mich intensiv bewegt

Es ist Vorfreude und Hoffnung
Mut mit ein klein wenig Angst
An der Kreuzung des Lebens
Konfrontiert mit der Frage, nach dem richtigen Weg

Es ist der Augenblick
Der alles entscheidende Moment
Zu gehen oder zu bleiben
Der mir ein so befreiendes Lächeln schenkt

© Eleni Anthea, Wien, 28. April 2015

Schneegestöber

Ich möchte tanzen
Mit dir durch den Schnee
Wie die Flocken herumwirbeln
Und dir helfen, für einen Augenblick das Chaos zu vergessen

Ich möchte dich umarmen
Egal ob kurz oder lang
Dich spüren lassen, dass du nicht alleine bist
Und dir das Gefühl von Geborgenheit wieder geben

Ich möchte fallen
Gemeinsam mit dir
Rücklings in den Schnee
Und für einen Moment alle Sorgen einfrieren

Ich möchte dich wieder zum Lachen bringen
Oder mit dir weinen
In der Nacht, wo uns niemand sieht
Und dich trösten, auch wenn ich deine Probleme nicht lösen kann

Ich möchte dich küssen
Liebevoll auf die Stirn
So wie du es einst bei mir getan hast
In dieser einen Nacht
Und mein Herz damit aus dem Gleichgewicht gebracht hast

Eleni Anthea, Wien, Jänner 2015

Schlaflos

Die Beine vom Sport
So unglaublich schwer

Der Kopf vom Lernen
So müd, aber immer noch nicht leer

Der Sturm und die Gedanken
Die sich wiedermal gemeinsam zanken

Die Zeit, Stunde für Stunde vergeht
Wie der Wind, der draußen langsam schwächer weht

Die Nacht wird wiedermal zum Tag
Oh Schlafrhythmus, wie sehr ich dich doch mag!

Eleni Anthea, Wien, 11. Jänner 2015

Song of the night: Herbert Grönemeyer – Morgen

Verstehen. Mit Liedern ist es ganz grob gesagt so wie mit Menschen. Die Einen sind uns von Beginn an sympathisch. Die Anderen eher nicht. Und dann sind da noch jene, bei denen wissen wir es nicht so recht. Weil wir zuerst nur wenig bis gar nichts mit ihnen anfangen können. Bis der Moment kommt, wo wir ihnen eine Chance geben. Sie kennenlernen wollen. Hinter die Fassade blicken und uns vorsichtig Schritt für Schritt an sie herantasten. Bis eines Tages alles einen Sinn ergibt. Weil wir sie plötzlich verstehen. In ihre Seele blicken können. Und sie ins Herz geschlossen haben. So richtig. Vollkommen. Total. Intensiv. Und deswegen auch nie wieder gehen lassen möchten. 🙂

Liegen meine Sterne im Gewühl,
Fangen die Tage an
mit mir zu streiten

Sind die Grenzen längst gesetzt,
werde ich zu viel,
und ist der Weg zu mir,
irgendwann zu weit,
selbst Dir zu weit

Wirst du morgen noch mit mir tanzen,
bleibst du in deiner Liebe fest
Wirst du dich für mich verwenden,
bestehen wir zusammen jeden Test

Untersuchst du mit mir Horizonte
widmest du mir Dein Gedicht
sind die Punkte abgeschritten
löschst du das Licht

Ich hab so oft meine Lippen riskiert
die Welt war für mich
eine einzige Enge

Ich hab vor Dir meine Wahrheiten frisiert
du lotstest mich
durch mein Gemenge

Du bist mein Vorbote
meine Batterie, mein Betrieb
mein Feinmatrose
ich bin stolz, dass Du mich liebst

Wirst du morgen noch mit mir tanzen,
bleibst du in deiner Liebe fest
wirst du dich für mich verwenden
bestehen wir zusammen jeden Test

Untersuchst du mit mir Horizonte
widmest du mir Dein Gedicht
sind die Punkte abgeschritten
löschst du das Licht

Wirst Du Dich für mich verschwenden
und vergisst einfach den Rest
Wirst du immer bei mir liegen
solange man uns beide lässt

Wirst du mir mir überfliegen
mich bejahn, wenn ich die frag
Noch so viel kann aus uns werden
bis zum letzten Tag

Ich brauch keinen Schlaf
Wer wacht, gewinnt
Ich schlag mich durch,
bin die Gnade los,
und für eines,
und bin für Dich bestimmt

Du lässt mich alles vergessen,
was in meinem Kopf rumsteht
Du explodierst mit mir ins Leben
bis die Welt sich rückwärts dreht

Du lässt mich durch Deine Augen
sehen, was ich nicht seh
Du nimmst mich in Dein Vertrauen
in dein Gebet

Wirst Du morgen noch mit mir tanzen
und vergisst einfach den Rest
lichtest Du mit mir die Anker
machen wir in Farbenhäfen fest

Untersuchst du mit mir Horizonte
widmest du mir Dein Gedicht
sind die Punkte abgeschritten
löschst du das Licht

(Quelle: http://www.songtextemania.com/morgen_songtext_herbert_gronemeyer.html)

Gewisse Ungewissheit

Die mich quält
Mit Fragen
Und nicht schlafen lässt

Die mich auf die Suche schickt
Nach Antworten
Und Gewissheit verlangt

Die mir alles raubt
Meine Nerven
Und mich um den Verstand bringt

Die viel Geduld verlangt
Keine Hoffnungen
Und weniger Erwartungen

Die trotzdem da sind
Mit dem Wunsch
Dass es diesmal anders ist

Eleni Anthea, Wien, 21. Oktober 2014

Mut & Chancen oder nächtliche Gedanken zu einem Zitat

Chancen. Wie viele Chancen verdient ein Mensch? Ist es eine? Sind es zwei? Oder doch mehrere? In diesem Fall sind es drei.

„You couldn’t erase the past. You couldn’t even change it. But sometimes life offered you the opportunity to put it right.“
[Ann Brashares]

Manchmal muss wohl eine gewisse Zeit im Leben verstreichen und der richtige Moment kommen. Wo man seinen Mut zusammenkratzt, und sich doch wieder bei einer Person meldet. Obwohl diese einen längst abgeschrieben hatte und die Chancen einer Antwort folglich gleich Null sind.

Ja, den Mut haben, sich auf eine Sache oder einen Menschen einzulassen. Etwas zu versuchen. Wenn man es wirklich will. Egal wie viel Überwindung es kostet, den eigenen Stolz hinunterzuschlucken. Wie viel Kraft man aufbringen muss, um sämtliche Ängste zu besiegen. Und wie viel Courage es letztendlich bedarf, Wünsche in Taten umzusetzen.

Den Mutigen gehört die Welt. Weil sie für ihr Glück kämpfen. Was auch immer das für sie persönlich bedeutet. Das war immer schon so und das wird sich auch hoffentlich in Zukunft nicht ändern. Zumindest nicht solange es Menschen mit Mut und Courage gibt. Und Menschen, die Mut machen.

Ja, es hat uns beide viel Mut und Überwindung gekostet. Ihn, sich bei mir zu melden. Mich, zu antworten.

Ob er diesmal in meinem Leben bleiben möchte oder sich nach ein paar Monaten doch lieber wieder in den Wal-Modus begibt, abtaucht und davon schwimmt – die Zukunft wird es weisen. Ich bleibe jedenfalls vorsichtig und skeptisch, obwohl ich meine Antwort bis jetzt keine Sekunde bereut habe. Mensch mit sehr großem, wenn auch schon oft geklebtem Herzen eben. 😉