Doppelte Sehnsucht

Jedes Mal wenn ich in deine Augen sehe
Sie zu ergründen versuche
Und mich sofort wieder innerlich verfluche

Wenn ich auf deine Lippen blicke
Ganz still deinen Worten lausche
Und mir gedanklich schon wieder die Haare raufe

Wenn ich davon träume,
dass du mein Gesicht in deine Hände nimmst
Und deine Lippen sanft auf meine bringst

Wenn ich mir ausmale
Wie du mich berührst
Und mich damit hoffnungslos verführst

Wenn ich dich anschmachte
Du mich neckst und mit mir spielst
Und du mich genauso willst

Wenn ich mir vorstelle
Wie du cool und männlich vor mir stehst
Und ich mir heimlich wünsch‘, dass du mit mir schläfst

Wenn ich nur daran denke
Wie du neben mir liegst
Und deinen Kopf sanft an meinen Nacken schmiegst

Dann dreh ich halb durch
Hier allein, so ganz ohne dich
Darum bitte Zeit, vergeh und rette mich!

© Eleni Anthea, Wien, August & September 2015

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Feuernacht

Ich will dich heute
Ich will dich morgen
Ich will dich jetzt
Mit all deinen Sorgen

Ich will dich begleiten
Ich will dich stützen
Will dich bewahren
Vor tausend Gefahren

Ich will dich sehen
Ich will dich beachten
Will dich betrachten
Und gelegentlich anschmachten

Ich will dich hören
Ich will dich verstehen
Will dich halten
Und wieder entfalten

Ich will dich umarmen
Ich will dich spüren
Will dich berühren
Und zugegeben auch verführen

Ich will dich küssen
Ich will dich entfachen
Will dich ausführlich
Und restlos glücklich machen

Ich will dich riechen
Ich will dich schmecken
Will dich necken
Und immer weiter entdecken

Ich will dich berauschen
Ich will dich benetzen
Will dich betören
Aber niemals zerstören

Ich will dich bewegen
Ich will dich erleben
Will dich beschenken
Und gemeinsam Träume ausdenken

Ich will dich lieben
Ich will dich lassen
Will dich ganz bestimmt
Und mit Sicherheit niemals hassen

Ja, ich will dich
Und werd‘ noch verrückt vor Gedanken
Weil Kopf und Herz
Sich erneut heftig um dich zanken

© Eleni Anthea, Wien, 19. Mai 2015 & Kärnten, 12. Juni 2015

Schlaflos

Die Beine vom Sport
So unglaublich schwer

Der Kopf vom Lernen
So müd, aber immer noch nicht leer

Der Sturm und die Gedanken
Die sich wiedermal gemeinsam zanken

Die Zeit, Stunde für Stunde vergeht
Wie der Wind, der draußen langsam schwächer weht

Die Nacht wird wiedermal zum Tag
Oh Schlafrhythmus, wie sehr ich dich doch mag!

Eleni Anthea, Wien, 11. Jänner 2015

Mike Stroud vs Cecelia Ahern oder ein paar Stunden Kitsch zur Genesung bitte

Ein paar Stunden Kitsch bitte. Nachdem ich nun den 5. Tag infolge mit irgendetwas zwischen starkem, grippalen Effekt und beginnender Lungenentzündung mehr oder weniger ans Bett gefesselt bin, und mir langsam wie bei Asterix & Obelix “der Himmel auf den Kopf zu fallen“ droht, habe ich beschlossen, dass eine Runde „seichter“ Literatur vielleicht kein Fehler wäre.

Zumal an Schlaf nicht wirklich zu denken ist, da verstopfte Stirnhöhlen und Nasennebenhöhlen sowie Schmerzen beim Atmen und ein ausgeprägter Husten mich hervorragend daran hindern. Aber Schlaf wird ja angeblich ohnehin überbewertet. 😉

Eigentlich lese ich ja gerade erneut das grenzgeniale Buch „Survival Of The Fittest“ by Dr. Mike Stroud, welches mir 2011 von meinem lieben Ex-Arbeitskollegen J. im Zuge meines intensiven Trainings empfohlen wurde. Ein Buch, das ich damals regelrecht verschlungen habe und das ich aufgrund eines für mich eher untypischen, sportlichen Motivationsmangels wieder hervorgekramt habe. In der Hoffnung, dass es mir helfen würde, der Ursache auf den Grund zu gehen. Problemlösung inklusive. Mittlerweile weiß ich den Grund für den ausgeprägten Motivationsmangel: ein seit Wochen angeschlagenes Immunsystem und ein Schnupfen, den ich mit meiner Pollenallergie verwechselt und infolge völlig übergangen habe. Mein Körper zollt mir nun entsprechend den Tribut. 😦

Doch ganz ehrlich, ein Buch über “health, peak and physical performance“ sowie “marathons, Eco-Challenges and Antarctic experiences“ hilft mir grad überhaupt nicht weiter, wenn ich ohnedies schon seit Samstag dem Wanderausflug hinterher trauer und viel lieber eine ausgeprägte Runde laufen oder mountainbiken gehen würde, anstatt krank im Bett zu liegen. Vielleicht in ein paar Tagen wieder, wenn ich der Genesung einen Schritt näher bin. 🙂

Hab ich schon einmal erwähnt, dass ich neben meinem sozialen Umfeld und der Musik, die Natur und den Sport brauche wie die Luft zum Atmen und dezent wahnsinnig werde, wenn ich mich so wie jetzt eingesperrt fühle? 😀

Aber Jammern hilft eh nichts, denn da muss ich jetzt wohl durch. Und nachdem ich die Prüfung und die Allergieuntersuchung absagen musste und Lernen leider auch grad flach fällt, weil mein Hirn nicht besonders aufnahmefähig ist, kommt mir romantische Literatur von Cecelia Ahern, die in dem Genre zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, gerade recht. 🙂

Also weiterhin Fortsetzung meines „tollen“ Urlaubes im Bett mit Thymian, Lindenblüten und anderen Teesorten von Sonnentor, ganz vielen Taschentüchern und einer großen Portion Kitsch. Es hätt ja auch viel schlimmer kommen können. 😉

BooksPS: sorry allen die noch in irgendeiner Form auf eine Rückmeldung von mir warten. Ich hab euch nicht vergessen und hol das nach. Versprochen 🙂

„I hung my head“ oder Prinzipsache

I hung my head. Ja genau. Das Lied von Johnny Cash passt grad perfekt zu meiner Laune. Die ist nämlich ebenso traurig, düster und energiegeladen wie dieses wunderschöne Lied. Passt auch zum Wetter draußen. Gepisst bin ich und zur Abwechslung tu ich mir heute auch noch so richtig selbst leid. Sehr uncool. Ich weiß eh. Aber ich muss meinem Ärger jetzt Luft machen. Denn es geht wiedermal ums Prinzip.

Da bin ich den gesamten Herbst und Winter gesund. Fit wie ein Turnschuh während alle Anderen um mich herum zumindest einmal mit einer ordentlichen Verkühlung zu kämpfen hatten. Und jetzt, wo ich das erste Mal seit Weihnachten fast eine Woche URLAUB habe um wieder etwas auf der Uni weiterzubringen, aka für eine Prüfung lernen möchte, bin ich was? Erraten. KRANK. So richtig gscheit verkühlt. Bin schlapp und kraftlos, meine Nebenhöhlen sind komplett zu und atmen durch die Nase ist fast unmöglich. Der Hals ist zwecks Schnupfen verschleimt und seit gestern brummt mir phasenweise so dermaßen stark der Schädel, dass mir teilweise schwarz vor Augen wird. Als hätte jemand mit größtem Vergnügen und einem Vorschlaghammer auf ihn eingedroschen. Großartig. NOT. Weckt böse Erinnerungen. Aber die werden gleich wieder verdrängt. 👿

Seit Wochen freue ich mich wie ein Schnitzi auf DIESEN einen Sonntag. Meinen AUSZEIT-WANDERTAG mit meinen Badener FreundInnen. Weil ich die Partie eh so selten sehe und überdies endlich wieder „auffi will“. Auffi aufn Berg. Und damit ich zumindest einen Tag meines Urlaubs auch so richtig genießen kann. Wenn schon die restliche Zeit streberhaft und diszipliniert gelernt werden muss. Aber daraus wird wohl nix *heul*. Außer es passiert doch noch ein Wunder über Nacht. Was realistisch betrachtet eher ziemlich unwahrscheinlich ist. 😦

Zudem hätte ich nächste Woche auch noch die vorletzte Allergieuntersuchung, wo ich die Tage davor definitiv nicht krank sein darf. Die jetzt voraussichtlich auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden muss, weil die bis Ende August restlos ausgebucht sind. Ergo: geht’s noch beschissener?!

Ehrlich Universum. Ich weiß ja eh dass ich meinen Körper die letzten Monate viel zu sehr gestresst habe. Und besagtem obendrein, mit den für mich falschen, obwohl eigentlich durchaus gesunden Nahrungsmitteln, unwissend irre viel zugemutet habe. Genauergesagt, fast umgebracht hätte. Und ihn aus maximalem Zeitmangel, vor allem in sportlicher Hinsicht, viel zu sehr vernachlässigt habe. Hätte häufiger laufen gehen sollen anstatt zu bloggen. Aber wie war das? Nachher ist man immer klüger und „was wäre wenn“ Spielchen machen auch nicht wirklich viel Sinn.

Also darf ich mich in Wahrheit ja eh nicht wundern. Und ja ich weiß, Gerechtigkeit muss sein. Und der Begriff „Leisure Sickness“ ist mir ebenfalls bekannt. Aber ehrlich Universum, hättest du dir nicht einen anderen Zeitpunkt aussuchen können um mich zu quälen? Wobei es fürs Kranksein wohl eh nie den richtigen Zeitpunkt gibt.

So und jetzt hoffe ich, dass Nasenspray & Co aus der Apotheke rasch helfen, weil ich noch ein paar Prüfungsfragen ausarbeiten möchte, anstatt mir die ausgearbeitete Version aus dem Forum herunterzuladen. Wäre ja zu einfach. Und wenn ich schon nicht wandern gehen kann, möchte ich zumindest ein universitäres Erfolgserlebnis haben. Um meinem Studiumabschluss wieder einen Schritt näher zu kommen. 🙂


Early one morning
With time to kill
I borrowed Jebb’s rifle
And sat on a hill
I saw a lone rider
Crossing the plain
I drew a bead on him
To practice my aim

My brother’s rifle
Went of in my hand
A shot rang out
Across the land
The horse, he kept running
The rider was dead
I hung my head
I hung my head

I set off running
To wake from the dream
My brother’s rifle
Went into the sheen
I kept on running
Into the south lands
That’s where they found me
My head and my hands

The sheriff he asked me
Why had I run
And then it came to me
Just what I had done
And all for no reason
Just one peace of lead
I hung my head
I hung my head

Here in the court house
The whole town was there
I see the judge
High up in the chair
Explain to the court room
What went through you mind
And we’ll ask the jury
What verdict they find

I felt the power
Of death over life
I orphaned his children
I widowed his wife
I begged their forgiveness
I wish I was dead
I hung my head
I hung my head

I hung my head
I hung my head

Early one morning
With time to kill
I see the gallows
Up on a hill
And out in the distance
A trick of the brain
I see a lone rider
Crossing the plain

And he’d come to fetch me
To see what they’d done
And we’d ride together
To kingdom come
I prayed for god’s mercy
For soon I’d be dead
I hung my head
I hung my head

I hung my head
I hung my head
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/johnnycash/ihungmyhead.html)

PS: Die Apothekerin fand vorhin auf den ersten Blick nicht einmal den Nasenspray, weil er so weit hinter sämtlichen Allergiesprays versteckt war. „Die Grippewelle ist ja eigentlich auch schon vorbei. Aber für so hübsche Schnupfnasen wie Sie haben wir natürlich trotzdem etwas parat. Ich wünsche Ihnen eine gute und baldige Besserung“. Sehr lieb von ihr, dass sie mich trotz zombiehaftem Aussehen, weil rote Nase und ungeschminkte, geschwollene Augen aufheitern wollte. Sie hat’s zumindest für einen Moment geschafft. 🙂