Kodaline 1. März 2015, Live@Arena Wien

High hopes? Ohne große Hoffnungen und Erwartungen bin ich mit Paleica zu diesem Konzert gegangen. Und wie so oft kam es dadurch gleich so viel besser.

Eine richtig schöne, bunte und emotionale Mischung wars. Viele alte Songs waren dabei und auch eine Menge von ihrem neuen Album „Coming Up For Air“. Und im Publikum hauptsächlich sehr junge Menschen, die vielleicht gerade mal 20 Jahre alt waren. Eventuell etwas älter. Wir kamen uns mit unseren 28 Jahren zumindest an diesem Abend ein wenig alt vor. 😀

Dies zeigte sich dann auch bei dem Lied „The One“. Statt Feuerzeugen wurden nämlich fast nur Smartphones mit Taschenlampe-Funktion in die Höhe gehalten („kennen die Feuerzeuge überhaupt noch?“). Damit wurde es zwar mehr „Tag“ in der großen Halle aber bei diesen Textzeilen kam dann trotz der Smartphones ein Hauch Romantik auf (bei denen ich zugegeben lächelnd an jemanden denken musste und an das Gespräch, das wir vor ein paar Tagen hatten).

In life
It’s easy to get scared oh
But with you I am prepared for
What has yet to come

‘Cause our two
Hearts will make it easy
Joining up the pieces
Together making life

‘Cause you make my heart feel like it’s summer
When the rain is pouring down
You make my whole world feel so right when it’s wrong
That’s why I know you are the one
That’s how I know you are the one

When we are together you make me feel like my mind is free and my dreams are reachable
Woah

(Kompletter Text & Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/kodaline/theone.html)

Mein absoluter Favorit war dennoch „High Hopes“. Weil die Art und Weise, sowie die Leidenschaft und Intensität mit der sie dieses Lied gespielt haben, mir einmal mehr eine Gänsehaut am ganzen Körper verursacht hat und ebenfalls grad wie die Faust aufs Auge in mein Leben passt. Danke Kodaline, dass ihr dieses Lied gespielt habt. 🙂

Gesanglich waren sie so gut wie in dem Video:

Die Stimmung beschreibt dieses Video jedoch besser:

I know it’s crazy to believe in silly things
But it’s not that easy

I remember it now, it takes me back to when it all first started
But I’ve only got myself to blame for it, and I accept it now
It’s time to let it go, go out and start again
But it’s not that easy

But I’ve got high hopes, it takes me back to when we started
High hopes, when you let it go, go out and start again
High hopes, when it all comes to an end
But the world keeps spinning around

And in my dreams, I meet the ghosts of all the people who have come and gone
Memories, they seem to show up so quick but they leave you far too soon

(Kompletter Text & Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/kodaline/highhopes.html)

Fazit: ich bin froh, dass ich vor ein paar Wochen mal wieder die Website der Arena durchforstet habe (der einzige Nachteil wenn man kein Facebook mehr hat: man bekommt plötzlich deutlich weniger von der Musikwelt mit) und auf dieses Konzert gestoßen bin. Denn es war ein unglaublich schönes Konzert mit einer so dermaßen positiven Energie, wie ich sie selten erlebt habe. Eine Energie, die einfach durch und durch glücklich macht. Zumindest kann ich mich grad nicht erinnern, mich nach einem Konzert je so „happy“ gefühlt zu haben (was vielleicht daran liegt, dass ich mich in Summe eher auf Rock/Hardrock/Metal Konzerten herumtreibe und das Fazit hier meist ein „coooool“ oder ein „wow, das war hammer“ ist 😉 ).

Mein einziger Wermutstropfen: ich hätte mir das neue Album gerne gleich mitgenommen, doch leider war es beim Merchandise-Stand nicht (mehr?) verfügbar. Dann also doch Saturn oder Amazon. 😉

Den Rest inclusive Foto könnt ihr bei Paleica nachlesen. Danke meine Liebe, dass du mitgegangen bist! Ich hoffe es war nicht unser letztes gemeinsames Konzert! 🙂

Song of the night: Asaf Avidan – Different Pulses

Different Pulses. Mit Gänsehaut am ganzen Körper und Tränen in den Augen sitz ich grad am Küchentisch und sehe mir auf ARTE das Konzert von Asaf Avidan im Pariser Folies Bergère an. Und bereue es einmal mehr, dass ich sein Konzert im Wiener Konzerthaus vergangenes Jahr verpasst habe.

Denn ich stelle erneut fest: dieser Künstler, der seit seinem Album „The Reckoning“ fixer Bestandteil meines Lebens ist, ist einfach nur genial! Selten dass es jemand schafft, mich mit seinen Liedern zuerst zum Heulen zu bringen und anschließend mit seinen Worten zum Lachen. Mit einer Show, die mich im ersten Moment ein wenig an ein Theaterstück erinnert. Und einem Lied, das auf Französisch gleich noch viel bezaubernder klingt. Jetzt bin ich restlos ergriffen. Und heule bei „Different Pulses“ gleich wieder los. Weils mir grad so aus der Seele spricht.

Den halben Abend habe ich nämlich damit verbracht, einen ziemlich persönlichen Beitrag zu schreiben, den ich später eigentlich noch veröffentlichen wollte. Doch fand ich vorhin nicht die passenden Schlussworte und war auch mit dem Titel höchst unzufrieden. Folglich beschloss ich, eine Pause einzulegen und da entdeckte ich dann auch das Konzert.

Und ja, das Lied macht mir ein bisschen Mut. Mut den Beitrag zu Ende zuschreiben und ihn doch zu veröffentlichen. Vielleicht nicht mehr heut Nacht, denn ich bin jetzt – passend zu dem Sturm der draußen tobt – noch aufgewühlter als zuvor und kann kaum noch klar denken. Was ich vorhersehen hätte müssen, da mich kein Konzert je kalt gelassen hat.

Doch vielleicht ist es so wie Asaf Avidan gerade gesagt hat:

„…a girl told me once that in a relationship trying is the most important thing. I don’t know if it was bullshit. I’m gonna try.

Also werd‘ ich’s einfach versuchen. In jeglicher Hinsicht. Vielleicht fallen mir die passenden Worte ja unter der Dusche ein. Wäre ja nicht das erste Mal. 😉

Lieber Asaf, ich danke dir vielmals für diesen sehr bewegenden Abend. Und den Menschen von ARTE, dass sie immer wieder so tolle Konzerte zeigen. 🙂

My life is like a wound I scratch so I can bleed
Regurgitate my words, I write so I can feed
And Death grows like a tree that’s planted in my chest
Its roots are at my feet, I walk so it won’t rest

Oh, Baby I am Lost…

I try to push the colors through a prism back to white
To sync our different pulses into a blinding light
And if love is not the key. If love is not a key.
I hope that I can find a place where it could be

I know that in your heart there is an answer to a question
That I’m not as yet aware that I have asked
And if that tree had not drunk my tears
I would have bled and cried for all the years
That I alone have let them pass

Oh, Baby I am yours…
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/asafavidan/differentpulses.html)

Son Of The Velvet Rat oder „Do You Love Me?“ Pt.2

Son Of The Velvet Rat. “You saved your sweetest smile for me” (“Your Sweetest Smile”). Ja, das mit Sicherheit! Denn nach meinem 5. Konzert von ihnen bin ich erneut so positiv überrascht worden, dass ich die gesamte Zeit über nur glücklich lächeln konnte. 🙂

Diesmal waren sie wieder nur als Duo auf der Bühne. Georg Altziebler und seine Frau Heike Binder. Wie bereits vermutet in einem kleinen, feinen Raum. Nur eine Hand voll Leute als Publikum. Gemütlich sitzend an ein paar runden Tischen oder stehend an der Bar. Die beste Akustik und Tontechnik seit langem! Ich war in den letzten Monaten auf einigen Konzerten aber diese tolle Akustik hat mich wirklich sehr beeindruckt. Ein großes Lob an dieser Stelle an den Tontechniker (oder waren es doch zwei?). 🙂

Und ja, für mich war es eines der persönlichsten und intimsten Konzerte. Vielleicht weil man den Beiden ihre innige Liebe zueinander heute deutlich ansah. Sie durch ihre Musik und die Art wie sie spielten, regelrecht spüren konnte. Ja, heute war es einfach anders als die letzten Male. Besonders. Intensiv. Sehr bewegend. Und wunderwunderschön. ❤
Danke ihr beiden 🙂

Als ich vorhin einen Livemitschnitt suchte, bin ich auf einen aus dem Jahr 2013 gestoßen, den ich euch keinesfalls vorenthalten kann.
Zumal es sich hierbei ebenfalls um eines meiner Lieblingslieder handelt. 😉

A free mind is a blank page
A white bird set free from a bird cage
White is my color
Let the white bird sing
Let it snow in June
And I promise i’ll stop waiting for the full moon
to grow fuller

Should I get rid of my records my diaries
Should I ask the man at the registry office
to burn my file
Sometimes the past doesn’t seem to mold
Sometimes I wish that I was cold-blooded
Like a reptile

Do you love me
For that little crack in reality
Do you love me
For that little crack in my soul
Won’t you stick your fingers
Right through the cracks of mortality
Won’t you shoot the black flag
Full of holes

Tell me what can i give away
Name me someone brave who’ll come and say
Give it to me
I’m going down to the basement to see what i can find
In these cobwebbed drawers, in my confused mind
what could it be?

Your skin on my skin
Your breath in my ear
There’s no future
As long as you’re here
(Quelle: http://www.velvetrat.mur.at/de/albums.html#do%20you%20love%20me)

Noch eine Besonderheit an diesem Abend war, dass ich das erste Mal seit über einem Jahr wieder einmal alleine auf ein Konzert gegeangen bin. Weil mit dieser Musik niemand in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so richtig etwas anfangen kann. Und ich muss gestehen, ich habe es sehr genossen ~2h schweigend dazusitzen und genüsslich den formidablen Texten und Klängen zu lauschen. 🙂

Hier noch einige Fotos vom Konzert. Diesmal hatte ich sogar die kleine Digicam dabei 😉
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Son Of The Velvet Rat oder „Fall With Me“ Pt.1

Son Of The Velvet Rat. Diese tolle österreichische Band ist seit 2007 ebenfalls fixer Bestandteil meines Lebens und ganz weit oben auf meiner Favoritenliste. „Fall with me“. Dieses Lied vom Album „Loss & Love“ hat es mir damals angetan. Irgendwann mal auf FM4 gehört und bereits nach ein paar Zeilen ists passiert. I fell in love with this song. And with the album „Loss & Love“. Ein sehr bewegendes und emotionales Album. Ein Album, das mich schon in wunderschönen und in ganz schlimmen Stunden begleitet hat. Von einer Band, die ich zuletzt vor 3 Jahren gesehen habe und die in ein paar Stunden auf der Bühne Mayer in Mödling spielen wird. Juhuuuu! Ich kanns kaum erwarten 🙂
Zumal es endlich mal wieder eines dieser kleinen, feinen, intimen Konzerte sein wird. Mit Songs vom neuen Album „Firedancer“ und hoffentlich einigen alten Nummern. Man darf gespannt sein 🙂


It’s the end of another
Lazy summer day
Airplane high in the blue sky
I know I can’t fly away

You gave me a reason to love you
Now give me a reason to live
If you ask me for anything in return
I’ll see what I have to give

and why not fall with me
If I can’t fly with you
Why not fall with me
and fall in love

We’re lost from the very beginning
Found in the very end
and if we go look for each other
Let’s do it hand in hand
(Quelle: http://www.velvetrat.mur.at/de/albums.html#fall%20with%20me)

Wer mehr von ihnen hören will: http://www.velvetrat.mur.at/de/albums.html#

Frank Turner & The Sleeping Souls oder „let’s make friends tonight“

FRANK TURNER. Britischer Singer-Songwriter. Tätowierter Ausnahmekünstler, der im Herzen niemals erwachsen werden möchte. Vereint Folk, Rock und Punk. Steht für 100% Spaß und gute Laune. Eine ausgelassene Stimmung? Garantiert! „Lets make friends tonight“ sein Motto. Very british. And very nice! Auf Tour mit seiner Band THE SLEEPING SOULS. Mit ihnen im Gepäck DUCKING PUNCHES sowie ANDREW JACKSON JIHAD.

DUCKING PUNCHES. Bestehend aus Dan Allen, Sergio Tauroza, Sophie Porter, Cal Hudson und Peter Wright. Heimatstadt Norwich, GB. Erschienen ist aber nur einer, Dan Allen. Der stand dann alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne und spielte mit einer herzerwärmenden Inbrunst seine folk & punk lastigen Songs. Und zum Abschluss sein wohl bewegendstes Stück „Six Years“. Zu finden auf dem aktuellen Album „Dance Before You Sleep“. Geschrieben für einen Freund, der sechs Jahre zuvor gestorben war.

ANDREW JACKSON JIHAD. Aus Phoenix, US. Hauptmitglieder Sean Bonnette (vocals, guitar) und Ben Gallaty (bass, keyboard) verschafften uns die Ehre und überzeugten sehr schnell mit ihrer aufgedrehten Art. „Der Sänger wirkt mit seiner Brille und dem Bart ein bissl wie ein verrückter Professor, findest du nicht?“ meinte M. zu mir. Definitiv! Doch überzeugt euch selbst.

Nachdem die Beiden einige durchaus schräge Songs zum Besten gegeben hatten, holten sie Frank Turner auf die Bühne. In kurzer Hose und T-Shirt saß dieser dann grinsend über beide Ohren hinter den Drums und freute sich wie ein kleiner Schuljunge, der grad die Chance seins Lebens bekommt. Einfach herrlich!

Dann gings in die Umkleide und zurück kam ein seriös wirkender Frank Turner, begleitet von seinen Sleeping Souls. Im einheitlichen Dresscode. Eigentlich hätte er die kurze Hose und das T-Shirt gleich anbehalten können, denn es hätte genauso gut zu seinen Songs gepasst wie die Jeans und das weiße Hemd. Schließlich wird erwachsen werden in seinen Augen ja sowieso überbewertet wie er in seinem Opener „Photosynthesis“ verrät 😉

Wie gut dass er diesen Song zu Beginn gespielt hat. Geht er doch ziemlich auf die Stimme. So konnten wir ihn noch mit voller Kraft genießen und mitsingen. Zumal es mein absoluter Lieblingssong von ihm ist! Gespielt hat er außerdem „Plain Sailing Weather“, „Reasons Not To Be An Idiot“, „Tattoos“, „The Road“, “Recovery”, “I Still Believe” und natürlich “Four Simple Words” als allerletzten Song. Eine gelungene Mischung aus Alt und Neu.

Fazit: Nachdem ich ihn erst am 16.09.13 im Rahmen der Jack Daniel`s Geburtstagsparty in der Arena erlebt hatte und seitdem kein neues Album herauskam, hatte ich heute mit einem ähnlichen Gute-Laune-Konzert gerechnet. Und Dank der coolen, stilistisch passenden Voracts und der gemeinsamen Session mit Andrew Jackson Jihad wurden meine Erwartungen wieder einmal übertroffen. Danke Frank Turner für diesen lustigen und gelungenen Abend und M. & J. für die Begleitung 🙂

Ducking Punches - Gasometer Wien, 04.03.2014

Andrew Jackson Jihad - Gasometer Wien, 04.03.2014

1_AndrewJacksonJihad_2Frank Turner - Gasometer Wien, 04.03.2014 1_FrankTurner_2 1_FrankTurner_3

Broilers oder „nur nach Vorne gehen“

BROILERS.
Bedeutet sowas wie Güggelis, Grillhähnchen, Brathähnchen, Gummiadler, Brathendl oder Mistkratzerlis (Quelle: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/broiler).
Bedeutet Oi- und Punkrock aus Düsseldorf.
Bedeutet 3 Stunden Livemusik in der ausverkauften Arena Wien. „Noir“ und das Beste der letzten 20 Jahre standen auf dem Programm. Von „ist da Jemand?“ zurück bis „schenk mir eine Blume.“ Von „harter Weg“ bis „ich brenn“. Von „tanzt du noch einmal mit mir?“ bis „meine Sache.“ Es war fast alles dabei. Fast, denn „die Letzten (an der Bar)“ war zum Abschluss leider dann doch nicht dabei. Schade. Dafür „nur nach Vorne gehen.“ Und das war dann eigentlich eh viel passender.

(*“Nur Nach Vorne Gehen“ war damals noch nicht verfügbar, daher habe ich dieses Video später hinzugefügt)

Laut wars. Verrückt. Drüber. Und beim genaueren Lauschen der Texte auch wieder nicht. Eine mörderisch geile Stimmung. Die manch einen zwecks Alkoholpegel in Rage trieb. Kein Wunder, regnete es doch immer wieder Bier und leere Becher. Also gabs für den Typ schräg vis a vis von mir gleich eins auf die Nase (von einem anderen Typ wohlgemerkt, nicht von mir). Die daraufhin blutete aber einen echten Broilers Fan kann auch das nicht so leicht stoppen. Denn heute wird ja getanzt was das Zeug hält und die Bude gerockt! Koste es was es wolle. Den Meisten inklusive mir wohl die Stimme. Die ist jetzt nur noch ein heiseres und krächzendes Element meines Körpers das wispert: „bitte Tee mit Honig morgen zum Frühstück“. Na gern! Aber zuerst mal schlafen gehen und hoffen, dass das Sausen in den Ohren rasch nachlässt.

Absolut grenzgenial dieser Abend. Sogar noch besser als 2012 in Salzburg. Broilers eben. Und die musikalische Botschaft: „nie zurück, nur nach vorne gehen“. Vielen Dank! Die könnte für diese Woche nicht passender sein 😉BroilersBroilers BroilersPS: die Digicam wurde leider zuhause vergessen also musste das Handy herhalten.