Song of the day: James Blunt – Shine On

„Shine on. Shine brightest.“ Es gibt Worte und Menschen, die vergisst man nie. Und Lieder, die einen immer wieder aufs Neue daran erinnern.

Am Weg zur Arbeit spuckte mir der iPod heute dieses Lied aus. Fast hätte ich in der U-Bahn deswegen losgeheult. Weil ich seit gestern Abend wieder komplett aufgewühlt bin. Und das nur, weil ich mir das erste Mal seit dem Kinobesuch damals, den Film „eat, pray, love“ nach dem Training angesehen habe (den ich im Vergleich zur englischen bzw. deutschen Version des Buches damals ziemlich schlecht fand).

Doch gestern betrachtete ich den Film aus einer ganz anderen Perspektive und er berührte mich in einer Form, mit der ich definitiv nicht gerechnet habe. Vielleicht, weil er diesmal ganz andere wunde Punkte in mir traf. Weil ich diesmal keinem Mann bzw. hauptsächlich mir selbst verzeihen musste. Nein, diesmal traf er auf die Suchende und ihren Kampf mit der großen Ungewissheit. Auf die vielen Fragezeichen, wie mein Leben beruflich weiter gehen soll. Ob ich diese psychische Belastung in Form der Ungewissheit meiner Stelle bis November durchhalte, oder ob ich vorab eine Entscheidung treffen werde, die vielleicht mein gesamtes Leben verändern könnte. Ob ich mich nun endlich drüber trauen und noch mehr für die Erfüllung meines Traumes tun werde, oder ob mir auch hierfür noch der Mut fehlt. Eine Veränderung, die ich mir einerseits sehnsüchtig wünsche und doch bin ich mir zugleich nicht sicher, ob ich dafür schon bereit bin. Ob ich genügend Selbstbewusstsein habe, alleine einen neuen Weg einzuschlagen und im Bedarfsfall für eine Weile alles hier hinter mir zu lassen. Meine Familie, meine Freunde, mein Studium und meine Wohnung. Um herauszufinden, ob der Weg den ich beruflich einschlagen möchte, wirklich der Richtige ist. Auch wenn ich jederzeit wieder umdrehen könnte. Die Angst, womöglich die falsche Entscheidung zu treffen ist dennoch da. Doch eine Entscheidung muss ich treffen. Für mein Seelenwohl. Denn so kann es nicht mehr lange weitergehen. So viel steht fest. Und ich denke, die kommenden Wochen werden mir den Weg zu dieser Entscheidung weisen.

Danke L., für diese letzten Worte. Sie bedeuten mir auch so viele Jahre später immer noch die Welt. Ich wünschte, ich könnte dir alles erzählen was mich grad so wahnsinnig bewegt. Denn du mit deiner Menschenkenntnis hättest bestimmt ein paar gute Ideen und Tips dazu auf Lager. Zumal du vor einigen Monaten selbst vor einer ähnlichen Entscheidung gestanden bist. Ich hoffe, es geht dir gut. 🙂

Are they calling for our last dance?
I see it in your eyes. In your eyes.
Same old moves for a new romance.
I could use the same old lies, but I’ll sing,

Shine on, just, shine on!
Close your eyes and they’ll all be gone.
They can scream and shout that they’ve been sold out,
But it paid for the cloud that we’re dancing on.
So Shine on. Just Shine on!
With your smile just as bright as the sun.
‚Cause they’re all just slaves to the gods they made.
But you and I just shone.
Just shone.

And when silence greets my last goodbye,
The words I need are in your eyes, and I’ll sing,

Shine on, just, shine on!
Close your eyes and they’ll all be gone.
They can scream and shout that they’ve been sold out,
But it paid for the cloud that we’re dancing on.
So Shine on. Just Shine on!
With your smile just as bright as the sun.
‚Cause they’re all just slaves to the gods they made.
But you and I just shone.
Just shone.

So shine on, just, shine on!
Close your eyes and they’ll all be gone.
They can scream and shout that they’ve been sold out,
But it paid for the cloud that we’re dancing on.
So Shine on. Just Shine on!
With your smile just as bright as the sun.
‚Cause they’re all just slaves to the gods they made.
But you and I just shone.
Just shone.
(Quelle: http://www.jamesblunt.com/audio/lyrics.htm?lyric=18&loc=)

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19 Gedanken zu „Song of the day: James Blunt – Shine On

  1. verlasse die kreuzung und geh den weg! je länger man entscheidungen nicht trifft, umso mehr angst hat man davor und macht es immer wieder von äußeren faktoren abhängig. du hast letztens so überzeugt erkannt, was dich glücklich macht. arbeite eins nach dem anderen ab, um die richtung einschlagen zu können. ansonsten fühlst du dich immer, als wärst du an der haltestelle und wartest auf die nächste bim. auch wenn es nervös macht, das alles-offen-halten hinter sich zu lassen. man kommt sonst nicht weiter.

    • Du hast völlig recht. Und ich arbeite hart daran herauszufinden, welcher der richtige Weg ist. Was mich glücklich macht weiß ich. Die Frage ist nur, wie hoch ist der Preis um dort hin zu gelangen. Und was wäre es mir wert, im Bedarfsfall für eine Weile oder länger alles hinter mir zu lassen. Denn ich geb’s offen und ehrlich zu: ich hab Angst die falsche Entscheidung zu treffen und es hinterher zu bereuen. Ich hoffe, die Zeit und die Gegebenheiten in den entscheidenden Momenten werden mir die Richtung weisen.

      • das versteh ich voll. und man soll auch nie unüberlegt irgendwo hineinstürzen. angst vor falschen entscheidungen hat man bei dingen, die das leben verändern glaube ich immer. und eine garantie hat man leider nie, „kosten“ dafür immer 😦
        ich hab aber oft die erfahrung gemacht, dass entscheidungen, die ich lang nicht getroffen hab, mir total viel wertvolle lebenszeit genommen haben und ich mir oft gedacht hab „wenn ich nur früher meinem bauchgefühl nachgegangen wäre“.

      • Auch darin stimme ich dir zu. Nur leider habe ich diesmal auch kein eindeutiges Bauchgefühl. Das ist nämlich genauso unschlüssig. 😦

      • ich hatte das damals mit dem ausziehen. ich wollte unbedingt ausziehen, weil es mit meinen eltern überhaupt nicht mehr geklappt hat und der gesamte alltag für mich emotional ein kampf war. aber ich hatte total schiss, wie das mit geld und arbeiten und studieren wird und hab es rausgezögert und rausgezögert und es ist alles immer schlimmer geworden und ich war so verunsichert, weil ich einerseits unbedingt raus wollte, andererseits aber nicht sicher war, ob ich der ganzen verantwortung gewachsen war – im endeffekt hat mein bauchgefühl ganz laut geschrien: Mach es! aber die angst, nicht klarzukommen, hat die message irgendwie abgeschirmt. vielleicht macht bei dir die angst vor der „falschen entscheidung“ das gleiche? und das bauchgefühl ist eigentlich da, aber der kopf/die angst lässt es nicht durch? muss auch nicht so sein, aber das war das eine mal, wo ich diese struggles hatte.

      • 😮 du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich glaub es ist primär die Angst vor einer erneuten Enttäuschung, nachdem ich mich grad emotional wieder gefangen habe, die mich einmal mehr davon abhält einen Schritt in die Richtung zu setzen. Und einmal mehr ein bisschen zu wenig Selbstbewusstsein obwohl ich weiß, dass ich dank meiner Vielseitigkeit alles schaffen kann wenn ich will 😉
        Aber ich glaub ich bin grad wieder einen Schritt näher gekommen. 🙂

      • ein schritt näher ist gut!! dann musst du jetzt „nur“ noch die angst vom bauchgefühl loslösen und dann gehts los!!!

      • Dann hab ich jetzt einen Plan fürs Wochenende 😉 und wenns nicht klappt zumindest eine Antwort für den anderen Weg ☺️

  2. Meine Daumen sind auch gedrückt, liebe Eleni. Vielleicht hilft Dir bei der Entscheidungsfindung dies. Male Dir ein Koordinatenkreuz auf und schreibe auf die eine Seite die Argumente auf die dafür sprechen (Pro) und auf die andere Seite die Argumente die dagegen sprechen (Contra). Dann siehst Du schnell welche Seite überwiegt und kannst einzelnen Argumente selbst entkräften oder verstärken oder mit jemanden besprechen.
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Stefan

    • Danke lieber Stefan für deinen Tipp! Ich hab genau das gemacht und die ganze Sache sicher schon gefühlte hunderte Male von allen Seiten aus gedanklich durchgekaut und auch mit meinen engsten Freundinnen besprochen, doch ich komm einfach nicht zu einem klaren Ergebnis. Vielleicht mache ich mir auch wieder einmal selbst zu viel Druck weil ich eben so sehr eine Veränderung herbei sehne, mich aber zugleich nicht traue mich für eine Richtung zu entscheiden. Ich glaub ich müsste dir die Grafik schicken bzw die Story erzählen damit du nachvollziehen kannst warum ich so in einer Zwickmühle stecke 😉
      VlG, Eleni

      • Es steckt viel Wahrheit im Satz, sei du selbst die Veränderung. D.h. man muss es vom Kopf her wirklich wollen. Das ist die ausgehende Motivation und Kraft auch Klippen zu überspringen. Ich weiß, dass klingt leicht und ist dennoch schwierig. Versuche Dich dabei nicht unter Druck zu setzen. Druck ist kein guter Ratgeber. Vielleicht als Hilfe. Versuche Dir die Situation ohne innere oder äußere Zwänge vorzustellen, als wenn Du alles tun könntest was Du möchtest. Was wäre dann Deine Entscheidung?
        Ich wünsche Dir viel Kraft und auch das nötige Quäntchen Glück dazu.
        Liebe Grüße und Dir ein entspannendes Osterfest
        Stefan

  3. Ich hab jetzt ganze vier Tage über deinen Satz nachgedacht. Was ich tun würde, wenn ich alles tun könnte, was ich tun möchte. Und selbst da bleiben immer noch die dieselben beiden Optionen übrig, nur eben mit besseren finanziellen Rahmenbedingungen 😉 die mir für die eine Option Zeit verschaffen, um etwas zu beenden und/oder die Richtung einzuschlagen, die mich wirklich interessiert. Und für die zweite Option wäre der finanzielle Aspekt einfach mein Sicherheitsgurt bzw die nötige Voraussetzung, um die Richtung auf die praktische Art und Weise einschlagen zu können. Doch wenn ich den finanziellen Aspekt auch noch weg lasse, der neben fehlendem Mut (vermutlich genau wegen dem fehlenden „Sicherheitspackl“) wirklich der Hauptgrund ist warum ich mit der Entscheidung so herum hadere, dann würde ich zu 80% trotzdem Option zwei nehmen. Und zwar aus einem Grund: weil ich momentan niemanden an meiner Seite habe, der diese Entscheidung womöglich wieder in Frage stellt, bzw für den ich meinen Traum wieder zurückstecken/ nach hinten würde. Womit der ideale Plan ja recht einfach wäre. Noch mehr arbeiten, Geld anhäufen und dann kanns los gehen 😀 Fragt sich nur ob mein Leben ausnahmsweise einmal mit spielt oder ob wieder etwas unvorhergesehenes passiert, das mich vom Weg abdrängt. 😉

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