Song of the day: Jack Johnson – Never Know

Never Know. Als ich heute Abend im Auto saß hat mir der iPod dieses Lied ausgespuckt und ich musste unweigerlich grinsen. Denn dieses Lied weckte sofort viele schöne Erinnerungen. An das Jahr 2005 und viele tolle Momente mit meiner besten Freundin M.

Ich hatte erst seit ein paar Monaten mein erstes, eigenes Auto. Als Erste in meiner Klasse von denen, die so alt waren wie ich. Einen uralten, silbernen Ford Fiesta, Erstzulassung 1992 aber schon mit elektrischem Fetzendach. Ich war so unglaublich stolz. Auch, weil ich neben der Schule bereits einen „ordentlichen“ Samstagsjob hatte, mit dem ich mir auch das Auto finanzierte. „Pünktchen“ hieß es. Weil es so winzig war. Im Gegensatz zu dem Gefühl von Freiheit das ich verspürte. Freiheit und Unabhängigkeit. Zu jeder Tages- und Nachtzeit alles machen können (damals wohnte ich ja noch in einem winzigen Ort mit lausiger Infrastruktur). Kino, Eisessen, Konzerte, Café, Sonnenblumenfeste, ohne Zeitlimit ausgehen können, meine Freunde sehen wann immer ich wollte, jederzeit mit ihnen an den See fahren können, oder nach Podersdorf zum Surfweltcup… Ja, all das taten wir. Bei offenem Fetzendach, knappen 100km/h auf der Autobahn und ganz viel Jack Johnson aus den Boxen. Denn er war damals ganz oben auf unserer Liste der Gute-Laune-Musik-Garanten. Und dieses Lied mein Lieblingslied von ihm.

Never know. Ja, ich weiß auch zehn Jahre später noch so vieles nicht. Wohin mich der Weg führen wird. Wie oft ich noch abbiegen und mich neu orientieren werde. Wie viele Steine ich noch spüren werde und über wie viele Felsen ich noch klettern werde müssen, um meine Ziele zu erreichen. Wie viele Menschen kommen und wie viele gehen werden. Und wer bleiben wird.
Doch ich stelle folgendes fest: ich bin heute nicht einmal annähernd da, wo ich mit 18 dachte, dass ich sein werde. Ich habe weder eine feste Beziehung, noch ein Kind, noch einen fixen Job und „Pünktchen“ wurde auch bereits vor Jahren verschrottet, nachdem das Dach irgendwann so undicht wurde, dass mir das Regenwasser regelrecht auf den Kopf floss.
Stattdessen habe ich einen befristeten Hauptjob und ein Zweitprojekt, mache nebenbei mein Studium fertig und habe den schlimmsten Liebeskummer meines Lebens. Mein aktuelles Auto wird’s ebenfalls nicht mehr lange machen und das Kinderthema, das mir einst so wichtig war, rückt auch in immer weitere Sphären. Doch ich nehm’s mit Humor. 😉

Das Einzige was sich nicht geändert hat: M. ist auch nach über zehn Jahren eine meiner beiden besten Freundinnen und ich liebe sie immer noch wie am ersten Tag. ❤

Danke Schnucki. Für die vielen tollen und lustigen Momente. Die ganzen Abenteuer und (Foto-)Experimente. Danke, dass du immer zu mir gestanden bist. Mir immer zugehört hast, auch wenn ich die Geschichte zum Xten Male durchgekaut habe. Danke, dass du dir auch heute noch meinen "Wahnsinn" gibst und mich aufmunterst sowie ermutigst. Danke, für diese tollen Jahre und natürlich die Geschichte mit Mathe :-D. Ich kanns dir gar nicht oft genug sagen. :-*
Wie wohl unser Leben in zehn Jahren aussehen wird…? 😉

I hear this old story before
Where the people keep killing for the metaphors
Don’t leave much up to the imagination,
So I, wanna give this imagery back
But I know it just ain’t so easy like that
So, I turn the page and read the story again
And again and again
It sure seems the same, with a diff. name
We’re breaking and rebuilding
And we’re growing
Always guessing

Never knowing
Shocking but we’re nothing
We’re just moments
We’re Clever but we’re clueless
We’re just human
Amusing but confusing
Were trying but where is this all leading
Never Know

It all happened so much faster
Than you could say disaster
Wanna take a time lapse
And look at it backwards
From the last one
And maybe thats just the answer
That we’re after
But after all
We’re just a bubble in a boiling pot
Just one breath in a chain of thought
The moments just combusting
Feel certain but we’ll never never know
Just seems the same
Give it a diff. name
We’re beggin and we’re needing
And we’re trying and we’re breathing

Never knowing
Shocking but we’re nothing
We’re just moments
We’re Clever but we’re clueless
We’re just human
Amusing but confusing
Helping, we’re building
And we’re growing
Never Know

Knock knock on the door to door
Tell ya that the metaphor is better than yours
And you can either sink or swim
Things are looking pretty grim
If you don’t believe in what this one feeding
Its got no feeling
So I read it again
And again and again
Just seems the same
Too many different names
Our hearts are strong our heads are weak
We’ll always be competing never knowing

Never knowing
Shocking but we’re nothing
We’re just moments
We’re Clever but we’re clueless
We’re just human
Amusing but confusing
But the truth is
All we got is questions
We’ll Never Know
Never Know
Never Know

(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/jackjohnson/neverknow.html)

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Spürst du dich noch?

Wenn du die Augen schließt
Spürst du es noch?
Mitten in dir
Das Leben, wie es pulsiert

Wenn du tief einatmest
Riechst du sie noch?
Mit deiner Nase
Die Natur, wie sie duftet

Wenn du gehst
Fühlst du ihn noch?
Mit deinen Füßen
Den Boden, wie er sich bewegt

Wenn du losläufst
Kannst du es noch?
In deinem Kopf
Die Gedanken, einfach loslassen

Wenn du dich quälst
Siehst du es noch?
Auf deiner Strecke
Das Ziel, um weiterzukommen

Wenn du verloren gehst
Entdeckst du ihn noch?
Auf deinem Weg
Den Hinweis, um dich wieder zu finden

Wenn du stehen bleibst
Tust du es noch?
In deiner Eile
Einmal innehalten, um zu genießen

Wenn du in dich gehst
Erkennst du ihn noch?
In deiner Seele
Den Anker, der dich festhält

Wenn du es verspürst
Traust du dich noch?
Aus deinem Herzen
Zu weinen, egal wo du gerade bist

Wenn du nicht mehr weiter weißt
Fragst du ihn noch?
In deiner Situation
Den Menschen, der dir nahe ist

Wenn du jemanden liebst
Hast du ihn noch?
In deinem Herzen
Den Mut, die Gefühle auszusprechen

Wenn du dir etwas wünschst
Hast du sie noch?
In deinen Träumen
Die Hoffnung, dass es wahr wird

Wenn du lachst
Kannst du es noch?
Aus ganzem Herzen
Unbekümmert sein, wie ein Kind

Wenn du die Augen wieder öffnest
Erkennst du sie wieder?
In deinem Leben
Die vielen Farben, wie sie leuchten

© Eleni Anthea, Wien, 16. Februar 2015

Schicksalstag oder I will never forget you

“When we least expect it, life sets us a challenge to test our courage and willingness to change; at such a moment, there is no point in pretending that nothing has happened or in saying that we are not yet ready. The challenge will not wait. Life does not look back. A week is more than enough time for us to decide whether or not to accept our destiny.”
– Paulo Coelho, The Devil and Miss Prym

Decisions. Ich hätte die Zeit in meinem zweiwöchigen Krankenstand, für vieles nutzen können. Ich hätte im liegen lernen können. Mir zahlreiche Vorlesungsaufzeichnungen ansehen können. Ich hätte endlich all jene Bücher lesen können, die sich seit Ewigkeiten in meinem Bücherregal auf der „ungelesen“ Seite stapeln. Ich hätte auch die ganze Zeit mit fernsehen oder DVD schauen verbringen können. Oder im Internet auf die Suche nach neuer Musik gehen können. Oder meine Freunde bitten, dass sie mich besuchen kommen.

Doch ich habe kaum etwas davon getan. Stattdessen habe ich etwas anderes, für mich sehr wichtiges gemacht. Ich habe mich um mein Seelenwohl gekümmert.

Vor ca 2 Monaten sind mir eines morgens im Badezimmer zwei Sätze durch den Kopf geschossen, die ich zwar gleich notiert habe, tiefer damit befasst habe ich mich allerdings nicht.

„Man kann Gefühle negieren. Man kann sie auch verdrängen oder unterdrücken.
Man kann sie aber auch einfach zulassen, zu ihnen stehen und das Beste daraus machen, indem man sich mit ihnen auseinandersetzt und sie verarbeitet.“

Und genau das habe ich diesmal getan. Weil ich es endlich konnte. Ich habe alles zugelassen, was hochkommen wollte. Mich mit allem beschäftigt, was noch offen war. Egal aus welchem Jahr, oder aus welchem Lebensabschnitt.

Etwas, das ich in dem Ausmaß schon viel zu lange nicht getan habe, weil mir die Ruhe, die Zeit oder die Energie gefehlt hat. Die ich diesmal hatte. Weil ich das erste Mal seit Monaten wieder komplett mit mir im reinen bin. Keine Leere mehr in mir habe, sondern mich wieder so richtig spüre. Stolz bin auf die Entscheidungen, die ich in den vergangenen Wochen getroffen habe. Und dankbar für all die Erfahrungen.

Was ich nicht zuletzt Bochum und den Menschen, mit denen ich dort unterwegs war, zu verdanken habe. Unglaublich liebe Menschen, die sehr viel in mir bewegt und wachgerüttelt haben. 🙂

Ich glaube ja an Schicksal. Und daran, dass alles im Leben irgendeinen Sinn ergibt. Für irgendetwas gut ist. Auch wenn man nicht gleich weiß wofür.
Manch einer würde vielleicht sagen: „Dumm gelaufen. Der Sturz ist dir sicher passiert, weil du nicht gscheit aufgepasst hast“. Ich sage: „Ja, ich habe womöglich nicht gscheit aufgepasst, doch der Sturz passierte mir nicht an „irgendeiner“ Stelle.“

Denn er passierte genau in dem Moment, wo ich einen Schritt hinunter gehen wollte und zugleich nach links blickte. Um mir diesen Anker an der Wand noch einmal anzusehen, der mich bereits beim Hinaufgehen so fasziniert hatte. Denn ich liebe diese Dinger einfach. Seit ich denken kann. Und mittlerweile glaube ich sogar zu wissen warum (aber das ist eine andere Geschichte). Also vielleicht wollten mir der Anker und der Sturz genau das sagen:

„Schau endlich wieder auf dich. Auf dein Herz und deine Seele. Denn sie sind dein Anker.“

Ja, ich habe zwar vieles in den vergangenen Wochen geklärt, meine eigenen Gefühle aber großteils weiterhin verdrängt und negiert. Bis zu diesem einen Tag.

Alles begann damit, dass ich irgendwann mit den Krücken vor meinem Bücherregal stand und dieses schöne graue Notizbuch entdeckte, das mir eine liebe Freundin zu einem Geburtstag geschenkt hatte. Das ich mir für besondere Texte aufgehoben hatte. Und da ich eine Pause vom vielen herumliegen brauchte, klemmte ich es unter den linken Arm, humpelte ins Schlafzimmer, kramte aus der großen weißen Holztruhe das Kalligraphiefederset hervor, klemmte dies unter den rechten Arm und humpelte damit zum Küchentisch. Und dann begann ich, sämtliche Texte, die ich unter „thoughts & memories“ veröffentlicht hatte, fein säuberlich in dieses Notizbuch zu übertragen. Etwas, das ich schon sehr lange tun wollte und wofür mir ebenfalls die Zeit und die innerliche Ruhe gefehlt haben.

Als ich mir die Texte am iPad noch einmal durchlas bemerkte ich schon, wie sich etwas in mir veränderte. Dass ich mich unweigerlich wieder mit den Texten auseinandersetzte. Weil sie mich erinnerten. Wie Lieder es sonst oft tun. Was klar war, denn es waren ja auch meine Worte. Doch die Tränen kamen mir erst in dem Moment als ich begann, diesen Text abzuschreiben:

„Carry Your Smile (Always With You)“

Ein Text, an dem ich fast ein Jahr lang geschrieben habe. Aber nicht weil die englische Sprache für mich eine große Barriere darstellt, im Gegenteil. Gelegentlich fällt es mir sogar leichter in dieser Sprache zu sprechen als in meiner eigenen Muttersprache.

Ich habe deswegen so lange daran geschrieben, weil er mir so unglaublich viel bedeutet. Weil ich über jedes Wort gefühlte hundert Mal nachgedacht habe. Sie zerlegt habe, in ihre einzelnen Buchstaben. Um sie so lange entsprechend anzuordnen, bis ich endlich mit der Aussage zufrieden war. Und das nur, weil mir die Worte so sehr am Herzen liegen wie der Mensch, um den es in diesem Text geht. Der Ende 2013, in ein paar Tagen mehr in mir ausgelöst und bewegt hat, als so mancher Mann über Jahre zuvor. Der mein Seelenverwandter ist. Vielleicht sogar die Liebe meines Lebens? Eine Frage, die ich wohl erst am Ende mit Sicherheit beantworten kann.

Ich habe versucht, ihn mit diesem Text Stück für Stück loszulassen, da er zum damaligen Zeitpunkt mit einer anderen Frau sehr glücklich war und es vermutlich immer noch ist. Und so sehr ich mich auch für ihn gefreut habe, der Schmerz, dass sie es an meiner Stelle ist, war auch nach über einem Jahr immer noch zu groß. Weswegen ich mich damit in der Nacht vor meinem Geburtstag mehr oder weniger von ihm „verabschiedet“ und ihn aus meinem Leben „verbannt“ habe.

Weil ich einen Schlussstrich ziehen wollte und mit dem Beginn des neuen Lebensjahres, auch auf einen Neubeginn hoffte. Hoffte, dass es für mich damit endgültig getan sein würde. Dass dann nicht nur die Bilder und die Erinnerungen in meinem Kopf verschwinden würden, sondern auch meine Gefühle für ihn.

Doch ich hätte es wissen müssen. Dass alles eines Tages noch einmal hochkommen würde, da ich unsere Geschichte trotz dieses Textes nie zur Gänze verarbeitet habe. Ihn auch damit nicht komplett gehen lassen konnte. Vielleicht weil für mich noch zu viele Fragen offen sind. Die vielleicht völlig naiv und absurd klingen, wenn man uns und unsere Geschichte nicht kennt. Die für mich jedoch trotzdem von sehr hoher Bedeutung sind.

„- Wieso will das Schicksal, dass sich zwei Menschen kennenlernen, die sich in ihrem Denken, in ihren Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen, in ihren Hobbys, in ihrem Tun und Handeln, so unfassbar ähnlich sind… die sich sogar ohne Absprache dasselbe Bett kaufen, um ein Beispiel zu nennen… wieso führt das Schicksal solche Menschen zusammen, wenn sie dann doch nicht zusammenkommen? Wo liegt darin der Sinn?
– Warum waren es wirklich nur 99% und nicht 100%?
– Gibt es überhaupt 100%? Besteht nicht immer ein Restrisiko? Dass es trotz 100% womöglich nicht dauerhaft funktioniert? 
– Sind nicht die 1% Unterschied vielleicht sogar die 1%, warum es funktionieren könnte?
– Weil 99% eben nicht 100% sind, wir alle keine Götter sind und niemand perfekt ist? Und das nicht-perfekte in Wahrheit vielleicht sogar perfekt ist?

– Waren seine Gefühle für mich damals wirklich nicht groß genug, oder fehlte ihm womöglich einfach nur der Mut?
– Oder war es in vielerlei Hinsicht einfach nur der denkbar schlechteste Zeitpunkt? Mein Pech, dass ich zu einem Zeitpunkt in sein Leben getreten bin, wo er noch zu viel Chaos um sich hatte? Obwohl er es ja war, der den Anstoß zu allem gab?
– War er vielleicht damals einfach noch nicht bereit? Warum aber dann für eine Andere?
– Oder war es vielleicht sogar mein Glück dass es damals nicht funktioniert hat, weil es ebenfalls nicht von Dauer gewesen wäre? Weil wir uns in Wahrheit erst beide selbst wiederfinden mussten?
– Weil wir vielleicht doch für einander bestimmt sind, sofern es so etwas gibt? Nur einfach nicht momentan?
– Oder hat es einfach nicht sein sollen, weil ich eines Tages jemanden kennenlernen werde, dem ich noch viel näher sein werde? Der mich noch mehr berühren wird?“

Fragen, auf die ich vermutlich nie eine Antwort bekommen werde. Die mir hoffentlich eines Tages auch nicht mehr wichtig sein werden. So wie vielleicht er. Denn er hätte das Blatt zu jeder Zeit wenden können.

Ich könnte jetzt einen neuerlichen Versuch wagen und es einfach gut sein lassen. Versuchen, ihn zu vergessen und die ganze Sache abhaken. Weil ich die Situation zwischen uns nicht ändern kann. Das kann nur er oder das Schicksal.

Doch ich kann meine Situation ändern, indem ich zu meinen Gefühlen stehe, sie diesmal nicht negiere und verdränge, sondern mich mit ihnen auseinandersetze und damit hoffentlich verarbeite.

Ich weiß noch nicht wohin mich all dies hier führen wird. Vielleicht zu neuen Orten, neuen Abenteuern, neuen Fotos, neuen Menschen, neuen Gefühlen, neuen Texten oder zu neuen Liedern. Vielleicht zu allem. Vielleicht auch zu nichts davon.

Doch ich weiß eines mit Sicherheit: Es ist wie auf dem Beitragsbild, das ich an jenem Tag in Bochum gemacht habe, als mir der Sturz passiert ist. Meine Liebe und die Erinnerungen werden im Laufe der Zeit immer mehr verblassen, doch ganz vergessen werd’ ich diesen einen besonderen Menschen wohl nie.

Song of the night: Asaf Avidan – Different Pulses

Different Pulses. Mit Gänsehaut am ganzen Körper und Tränen in den Augen sitz ich grad am Küchentisch und sehe mir auf ARTE das Konzert von Asaf Avidan im Pariser Folies Bergère an. Und bereue es einmal mehr, dass ich sein Konzert im Wiener Konzerthaus vergangenes Jahr verpasst habe.

Denn ich stelle erneut fest: dieser Künstler, der seit seinem Album „The Reckoning“ fixer Bestandteil meines Lebens ist, ist einfach nur genial! Selten dass es jemand schafft, mich mit seinen Liedern zuerst zum Heulen zu bringen und anschließend mit seinen Worten zum Lachen. Mit einer Show, die mich im ersten Moment ein wenig an ein Theaterstück erinnert. Und einem Lied, das auf Französisch gleich noch viel bezaubernder klingt. Jetzt bin ich restlos ergriffen. Und heule bei „Different Pulses“ gleich wieder los. Weils mir grad so aus der Seele spricht.

Den halben Abend habe ich nämlich damit verbracht, einen ziemlich persönlichen Beitrag zu schreiben, den ich später eigentlich noch veröffentlichen wollte. Doch fand ich vorhin nicht die passenden Schlussworte und war auch mit dem Titel höchst unzufrieden. Folglich beschloss ich, eine Pause einzulegen und da entdeckte ich dann auch das Konzert.

Und ja, das Lied macht mir ein bisschen Mut. Mut den Beitrag zu Ende zuschreiben und ihn doch zu veröffentlichen. Vielleicht nicht mehr heut Nacht, denn ich bin jetzt – passend zu dem Sturm der draußen tobt – noch aufgewühlter als zuvor und kann kaum noch klar denken. Was ich vorhersehen hätte müssen, da mich kein Konzert je kalt gelassen hat.

Doch vielleicht ist es so wie Asaf Avidan gerade gesagt hat:

„…a girl told me once that in a relationship trying is the most important thing. I don’t know if it was bullshit. I’m gonna try.

Also werd‘ ich’s einfach versuchen. In jeglicher Hinsicht. Vielleicht fallen mir die passenden Worte ja unter der Dusche ein. Wäre ja nicht das erste Mal. 😉

Lieber Asaf, ich danke dir vielmals für diesen sehr bewegenden Abend. Und den Menschen von ARTE, dass sie immer wieder so tolle Konzerte zeigen. 🙂

My life is like a wound I scratch so I can bleed
Regurgitate my words, I write so I can feed
And Death grows like a tree that’s planted in my chest
Its roots are at my feet, I walk so it won’t rest

Oh, Baby I am Lost…

I try to push the colors through a prism back to white
To sync our different pulses into a blinding light
And if love is not the key. If love is not a key.
I hope that I can find a place where it could be

I know that in your heart there is an answer to a question
That I’m not as yet aware that I have asked
And if that tree had not drunk my tears
I would have bled and cried for all the years
That I alone have let them pass

Oh, Baby I am yours…
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/asafavidan/differentpulses.html)

Ein Nachmittag mit Johnny Cash

Jerry Lee Lewis vs. Johnny Cash. Während des Mittagessens las ich heute einen schönen Beitrag von Stefan Haase, in dem er neben zwei tollen Bildern auch ein Lied von Jerry Lee Lewis postete („That Lucky Old Sun“), bei dem ich als alter Johnny Cash Fan natürlich sofort an seine, schwermütigere Version denken musste.

Woraufhin ich schnellstmöglich die Mini Spaghetti-Orgie beendete, mit den Krücken zum CD-Regal hinüber hüpfte, das entsprechende Album (American III: Solitary Man) heraussuchte und es mit einem genüsslichen „oh yessss, das ist genau das, was ich jetzt brauche“ in den CD Player schob.

(An dieser Stelle sei gesagt: es lohnt sich im Sommer stundenlang in der Küche zu stehen und kiloweise Paradeiser vom Balkon einzukochen. Denn wenn man plötzlich so gehandicapt ist, ist man einmal mehr dankbar für alles, das sich ohne großen Aufwand innerhalb von 10 Minuten zubereiten lässt. :-D)

Der eigentliche Plan für den Nachmittag wäre ja gewesen: endlich sämtliche e-mails beantworten, den Geschirrspüler einschalten, auf den ich gestern Abend zum zweiten Mal vergessen hatte, das aktuelle Buch („Straight White Male“ von John Niven) weiterlesen bzw. die restlichen Blogs, sowie die Bedienungsanleitung meiner D7100 einmal gründlich studieren. Wenn ich sonst schon nichts tun/machen/kann/darf weil ich ja Ruhe geben und viel liegen soll.

Nachdem ich jedoch von Haus aus bei technischen Angelegenheiten eher ein „learning by doing“ Mensch bin und sowohl der Akku vom iPhone als auch vom iPad leer war, weil ich die halbe Nacht wegen des Vollmondes wieder mal nicht schlafen konnte und mir daher mit Musik die Zeit vertrieb (mit mäßigem Erfolg, denn es war kein Lied dabei, das mich irgendwie bewegte, der Mond war vom Balkon aus auch nicht sichtbar, weswegen ich ohne Foto und obendrein ziemlich unrund erst irgendwann gegen 5 Uhr morgens einschlief), und länger als 1h vor dem iMac sitzen momentan noch nicht drin ist, weil der geschwollene Knöchel immer noch zu sehr schmerzt, beschloss ich, auf den ursprünglichen Plan zu pfeifen.

Stellte also den schmutzigen Teller auf die Anderen in der Küche, nahm mir einen neuen Eisbeutel aus dem Tiefkühlfach, warf das „coole Teil“ schwungvoll auf die Couch, humpelte zurück zum CD Regal, suchte mir sämtliche Johnny Cash CDs der American Serie heraus und gesellte mich mit diesen zu meinem CoolPack auf die Couch. Und tat den restlichen Nachmittag bis zum frühen Abend genau NICHTS. Außer: genüsslichst Johnny Cash hören und dabei die unzähligen Grau-Gelb-Nuancen draußen betrachten.

Okay, so ganz bei dem NICHTS tun blieb’s dann doch nicht, denn der gute Mann, der sonst ja eher meine Musik für die Nacht ist, hat natürlich wieder meine Gedanken ins Rollen gebracht, die ich dann auch niederschreiben musste. Genauer gesagt das Album „American IV: The Man Comes Around“, welches ich mir gleich 2x hintereinander anhörte, obwohl ich es fast auswendig kann.

Es ist ein Album, das ich mir schon sehr, sehr lange nicht angehört habe und das mich heute erneut auf eine ganz besondere Art und Weise bewegt hat, da es mich einmal mehr an einen Mann erinnerte, der sehr lange ein Teil meines Lebens war. Ganz besonders das Lied „Hurt“, das mir damals nach der Trennung in vielerlei Hinsicht aus Herz und Seele gesprochen hat. Eine Version, die mich immer mehr berührt hat, als das Original der Nine Inch Nails.

„If I could start again
A million miles away
I would keep myself
I would find a way“

Ja, heute würde ich mit all dem umgehen können, das ich damals nicht ertragen konnte. Und so einiges anders machen. 🙂

I hurt myself today 
To see if I still feel 
I focus on the pain 
The only thing that’s real 
The needle tears a hole
The old familiar sting 
Try to kill it all away 
But I remember everything 

[Chorus:]
What have I become 
My sweetest friend 
Everyone I know goes away 
In the end 
And you could have it all 
My empire of dirt 
I will let you down 
I will make you hurt 

I wear this crown of thorns 
Upon my liar’s chair 
Full of broken thoughts 
I cannot repair 
Beneath the stains of time 
The feelings disappear 
You are someone else 
I am still right here 

[Chorus:]
What have I become 
My sweetest friend 
Everyone I know goes away 
In the end 
And you could have it all 
My empire of dirt 
I will let you down 
I will make you hurt 

If I could start again 
A million miles away 
I would keep myself 
I would find a way
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/johnnycash/hurt.html)

PABUCA – ENTRANCE/EXIT

Entrance/Exit. I think it’s the first time I don’t have a series of pictures for today’s PABUCA theme. And I must confess that there’s one picture that is geographically located in Schwechat but nevertheless means „Vienna“. It’s the last picture, taken immediately after the landing at Vienna International Airport.

Magic Letters – Chaotisch

Galerie

Diese Galerie enthält 5 Fotos.

Chaos. Überall auf diesem winzigen Stück Natur, das ich irgendwann, in irgendeinem Urlaub mal am Strand gefunden habe und das ich heute für Paleica via Makroring mal etwas genauer unter die Lupe genommen habe.