Song of the day: Ulla Meinecke – Die Tänzerin (oder der beste Papa der Welt)

Kind auf dünnem Eis. Frei. Leicht. Und beschwingt. Ganz sanft bin ich dahingeglitten. Durch die kalte Nacht geflogen. Habe auf dem Eis getanzt. Im Rhythmus der Musik. Und den magischen Moment genossen.

Noch nie habe ich mich so kindlich und erwachsen zugleich gefühlt, wie vorhin auf dem menschenleeren Eislaufplatz. Nur ich und Ulla Meinecke in meinen Ohren. Die ein Lied aus meiner frühesten Kindheit für mich singt. Ein Lied, das mich heute in vielerlei Hinsicht ganz besonders berührt hat. Ja, es war, als hätte sie da heute ausschließlich über mich gesungen. Über den Wirbelwind. Das ewige Energiebündel, das schon als Kind nicht stillsitzen konnte. Die immer schon gesagt hat, was sie gerade gedacht hat. Sich nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Und natürlich immer das letzte Wort haben musste. 😉

Ulla Meinecke, die mir in der Gegenwart aus der Seele spricht und zugleich alte Erinnerungen in mir weckt. An Papa und ganz viele schöne Momente mit ihm. Auch auf dem Eis. Und während meiner Teenager Jahre auch des öfteren auf sehr dünnem Eis. 😉

Ein Lied, das ich auch deswegen immer mit ihm in Verbindung bringen werde, weil wir vor Jahren gemeinsam auf einer musikalischen Lesung von ihr waren. Im Wiener Metropol.
Und weil er das Lied über alles liebt. So wie mich. Denn egal was ich gemacht oder bisweilen im Affekt gesagt habe. Egal wie oft wir uns früher wegen Nonsens in die Haare geraten sind. Uns angebrüllt haben. Weil natürlich jeder im Recht war und keiner nachgeben wollte. Schon gar nicht streitende Kids die sich letztendlich doch immer wieder zusammengerauft haben, um gemeinsam die elterliche „Front“ zu besiegen. 😉
Und ganz egal wie oft ich meine Zimmertüre zugeknallt habe, um eine Stunde später kleinlaut wieder hervorzukriechen und mich zu entschuldigen. Er hat mir immer verziehen und mich immer so akzeptiert wie ich bin. Wollte mich nie verbiegen oder verändern. Sondern war immer der Meinung, dass ich meine eigenen Erfahrungen machen muss. Mein Leben leben muss. Meine Ziele verfolgen soll und auch Träume haben darf. Sofern es sich nicht um heiße Eislutscher handelt, versteht sich. 😉
Ja, er hat mich immer in allem unterstützt. Mir zugehört, wenn ich Redebedarf hatte. Mir gute Ratschläge erteilt, wenn ich welche gebraucht habe. Mir geholfen, wenn etwas alleine unmöglich war. Mich in den Arm genommen, wenn ich mich einsam gefühlt habe. Mich getröstet, wenn wieder einmal die Welt für mich untergegangen ist. Mich ganz oft zum Lachen gebracht, wenn ich wieder einmal griesgrämig war. Und mir die Liebe zur Musik weitervererbt.

Mein Papa. Der allerbeste Papa der Welt. Der als Einziger in meiner Familie begriffen hat, wie viel mir das hier bedeutet. Der sich immer wieder freut wenn er etwas von mir liest und mir dies auch ganz oft zeigt. Weil er einfach immer an mich glaubt. DANKE Papa! Für alles. 🙂

Wir fliegen beide durch die Nächte,
segeln durch den Tag
Am Anfang war ich sicher,
daß ich sie nicht mag
Sie hat so breit gegrinst,
doch ihr Blick war wie durch Glas
Ihre Sätze wie Torpedos,
und jedes Lachen saß

Du bist die Tänzerin im Sturm
Du bist ein Kind auf dünnem Eis
Du wirfst mit Liebe nur so um dich
Und immer triffst du mich

Wie zum Duell seh‘ ich sie,
durch den Laden gehen
Wo die Kokser still
an den Wänden stehen
Die fröhliche Wüste,
wo die Barfrau sticht wie ein Skorpion
Und die Mädels wie in Zellophan,
spielen alle Saxophon
Und da saß sie, rückwärts auf dem Stuhl,
mit der Lehne nach vorn
Und fragt: „Ey, was haben wir beide hier verloren?“

Du bist die Tänzerin im Sturm
Du bist ein Kind auf dünnem Eis
Du wirfst mit Liebe nur so um dich
Und immer triffst du mich

Wir fliegen beide durch die Nächte,
segeln durch den Tag
Inzwischen bin ich sicher,
du weißt, daß ich dich mag
Jetzt sitze ich hier neben dir,
wir fahren durch die nasse Stadt
Ey, komm, jetzt fahr’n wir deinen Tank leer!
Bis es ausgeregnet hat

Du bist die Tänzerin im Sturm
Du bist ein Kind auf dünnem Eis
Du wirfst mit Liebe nur so um dich
Und immer triffst du mich
(Quelle: http://www.magistrix.de/lyrics/Ulla%20Meinecke/Die-T-nzerin-1000462.html)

Advertisements

Song of the night: Herbert Grönemeyer – Morgen

Verstehen. Mit Liedern ist es ganz grob gesagt so wie mit Menschen. Die Einen sind uns von Beginn an sympathisch. Die Anderen eher nicht. Und dann sind da noch jene, bei denen wissen wir es nicht so recht. Weil wir zuerst nur wenig bis gar nichts mit ihnen anfangen können. Bis der Moment kommt, wo wir ihnen eine Chance geben. Sie kennenlernen wollen. Hinter die Fassade blicken und uns vorsichtig Schritt für Schritt an sie herantasten. Bis eines Tages alles einen Sinn ergibt. Weil wir sie plötzlich verstehen. In ihre Seele blicken können. Und sie ins Herz geschlossen haben. So richtig. Vollkommen. Total. Intensiv. Und deswegen auch nie wieder gehen lassen möchten. 🙂

Liegen meine Sterne im Gewühl,
Fangen die Tage an
mit mir zu streiten

Sind die Grenzen längst gesetzt,
werde ich zu viel,
und ist der Weg zu mir,
irgendwann zu weit,
selbst Dir zu weit

Wirst du morgen noch mit mir tanzen,
bleibst du in deiner Liebe fest
Wirst du dich für mich verwenden,
bestehen wir zusammen jeden Test

Untersuchst du mit mir Horizonte
widmest du mir Dein Gedicht
sind die Punkte abgeschritten
löschst du das Licht

Ich hab so oft meine Lippen riskiert
die Welt war für mich
eine einzige Enge

Ich hab vor Dir meine Wahrheiten frisiert
du lotstest mich
durch mein Gemenge

Du bist mein Vorbote
meine Batterie, mein Betrieb
mein Feinmatrose
ich bin stolz, dass Du mich liebst

Wirst du morgen noch mit mir tanzen,
bleibst du in deiner Liebe fest
wirst du dich für mich verwenden
bestehen wir zusammen jeden Test

Untersuchst du mit mir Horizonte
widmest du mir Dein Gedicht
sind die Punkte abgeschritten
löschst du das Licht

Wirst Du Dich für mich verschwenden
und vergisst einfach den Rest
Wirst du immer bei mir liegen
solange man uns beide lässt

Wirst du mir mir überfliegen
mich bejahn, wenn ich die frag
Noch so viel kann aus uns werden
bis zum letzten Tag

Ich brauch keinen Schlaf
Wer wacht, gewinnt
Ich schlag mich durch,
bin die Gnade los,
und für eines,
und bin für Dich bestimmt

Du lässt mich alles vergessen,
was in meinem Kopf rumsteht
Du explodierst mit mir ins Leben
bis die Welt sich rückwärts dreht

Du lässt mich durch Deine Augen
sehen, was ich nicht seh
Du nimmst mich in Dein Vertrauen
in dein Gebet

Wirst Du morgen noch mit mir tanzen
und vergisst einfach den Rest
lichtest Du mit mir die Anker
machen wir in Farbenhäfen fest

Untersuchst du mit mir Horizonte
widmest du mir Dein Gedicht
sind die Punkte abgeschritten
löschst du das Licht

(Quelle: http://www.songtextemania.com/morgen_songtext_herbert_gronemeyer.html)

Song of the day: Keane – Snowed Under

Wasting my time? Vermutlich. Wahrscheinlich. Ziemlich sicher sogar. Weil eigentlich sollte es so klar und simpel sein. Ein JA oder NEIN. Und kein VIELLEICHT. Sagt zumindest Mark Manson auf seiner Website (http://markmanson.net/fuck-yes). Und meine Freundinnen sowieso. Dass ich schon viel zu viel Zeit damit verbracht habe darüber nachzudenken. Wiedereinmal.

Und ganz ehrlich? Sie haben alle irgendwie Recht. Und alle heuer schon ein persönliches Happy End in irgendeiner Form erlebt. Sie haben die letzte Prüfung auf der Uni absolviert oder den richtigen Mann gefunden. Sie hatten den Mut auszuwandern oder die Weisheitszähne endgültig zu verabschieden. Sie haben einen neuen Job gefunden oder endlich den Lieblingskoch getroffen. Lauter schöne Momente an denen ich teilhaben durfte. Die mich hoffen lassen, dass es auch für mich heuer noch ein Happy End geben wird. Obwohl ich mir ehrlich gesagt mittlerweile ziemlich sicher bin, dass es nicht das Happy End sein wird, das ich mir so sehr wünsche. Aber vielleicht dann zumindest das Gegenteil. Denn ein Ende ist zugleich auch ein Anfang. Und wer weiß wofür das Gegenteil gut sein wird. Und wo es mich diesmal hinführt. Irgendwohin bestimmt. 🙂

There’s a cold voice on the air
You’ve been looking everywhere
For someone to understand your hopes and fears
Well I’ve thought about that for many long years
So I walk through Mansers Shaw
I don’t see you anymore
We love to think about the way things were
But the time has come and I’m glad it’s over
I don’t know why I waste my time
Getting hung up about the things you say
When I open my eyes and it’s a lovely day
You know sometimes I feel like I’m
Getting snowed under with the things you say
When I open my eyes and it’s a lovely day
Now you think that you’re alone
So you make your way back home
I’d love to greet the weary traveller
But your time has gone and I’m glad it’s over
I don’t know why I waste my time
Getting hung up about the things you say
When I open my eyes and it’s a lovely day
You know sometimes I feel like I’m
Getting snowed under with the things you say
When I open my eyes and it’s a lovely day
I don’t know why I waste my time
Getting hung up about the things you say
When I open my eyes and it’s a lovely day
You know sometimes I feel like I’m
Getting snowed under with the things you say
When I open my eyes and it’s a lovely day

Friedrich Schiller oder die Macht der Poesie, mein Raum der Zeit und meine treuen Begleiter

31. August 2011

Friedrich Schiller – Sprüche des Confucius

1.
Dreifach ist der Schritt der Zeit:

Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.

Keine Ungeduld beflügelt
Ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifeln zügelt
Ihren Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu, kein Zaubersegen
Kann die Stehende bewegen.

Möchtest du beglückt und weise
Endigen des Lebens Reise?
Nimm die Zögernde zum Rath,
Nicht zum Werkzeug deiner That
Wähle nicht die Fliehende zum Freund.
Nicht die Bleibende zum Feind. 

2.
Dreifach ist des Raumes Maß:

Rastlos fort ohn’ Unterlaß
Strebt die Länge fort ins Weite,
Endlos gießet sich die Breite,
Grundlos senkt die Tiefe sich.

Dir ein Bild sind sie gegeben:
Rastlos vorwärts mußt du streben,
Nie ermüdet stille stehn,
Willst du die Vollendung sehn;
Mußt ins Breite dich entfalten,
Soll sich dir die Welt gestalten,
In die Tiefe mußt du steigen,
Soll sich dir das Wesen zeigen.
Nur Beharrung führt zum Ziel,
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

~

Mein Raum der Zeit und seine Gefährten

Die Vergangenheit, die wir nicht mehr ändern können. Die ein Teil von uns ist. Mit der wir umgehen und leben müssen. Aus der wir nur noch lernen und dankbar etwas mitnehmen können.

Die Gegenwart, die Momente und Augenblicke gleichermaßen vereint. Mit der Aufforderung sie zu leben und zu genießen. Auch wenn Vernunft und Chaos sich manchmal in die Quere kommen und das Produkt Gefühlschaos hervorbringen.

Die Zukunft, die wir nur erahnen können. An die wir manchmal große Erwartungen stellen. In die wir hoffnungsvoll und bisweilen auch sehr verängstigt blicken. In die wir uns, ohne Freunde an unserer Seite, vielleicht nicht blicken trauen würden. Weil sie die Menschen sind, die uns in der Gegenwart begleiten.

DANKE an meine Begleiter… =)

~-~-~-~-~-~-~-~~-~-~-~~-~-~-~~-~-~-~-~-~-~-~~-~-~-~~-~-~-~~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-

Wien, 16. November 2014

Mein Raum der Zeit und meine treuen Begleiter

Die Vergangenheit, die durch meine Systemumstellung plötzlich aufgetaucht ist und mir einmal mehr ein Lächeln geschenkt hat. Weil sie sich zum Glück nicht ändern lässt.

Die Gegenwart, die mir zeigt, wie viel seit diesem Tag passiert ist. Wie sehr ich mich verändert und weiterentwickelt habe. Wer gegangen, wer geblieben und wer dazugekommen ist.

Die Zukunft, die mir Mut macht, gelegentlich in die Vergangenheit zu blicken um weiter zu wachsen. Alleine, an mir selbst und mit den Menschen an meiner Seite.

DANKE an meine treuen Begleiter. 🙂

 

Song of the day: Megaherz – Für Immer (oder weil du einfach besonders bist)

Für immer besonders. Geliebter Iltis. Ich wusste es immer. Dass eines Tages der Moment kommen würde, dir diese Zeilen zu geben. Zeilen, die im Laufe des letzten Jahres entstanden sind. Gewachsen sind. Wort für Wort. Wie unsere Beziehung einst. Zeilen, die ich an meinem letzten Urlaubstag vervollständigt habe. Die zugleich mit diesem Lied, meine letzte Liebeserklärung und ein Danke an dich sind.

Die ich dir heute geben kann, weil ich es damals damit geschafft habe, dich und unsere Beziehung loszulassen. Vielleicht hast du sie sogar schon gelesen. Sie schlummerten seit meinem Urlaub leise unter thoughts & memories vor sich hin. So wie der erste Teil. Der ursprüngliche Teil. Der Beginn meiner Liebe zu dir.

Ich wusste immer, dass ich dir diese Zeilen erst geben kann, wenn ich auch das passende Lied dazu gefunden habe. Am Montag Vormittag bin ich zufällig darauf gestoßen. Habe nur noch das Ende gehört, doch die Intensität gespürt und deswegen schnell Interpret und Titel auf einen Zettel gekritzelt. Zufälligerweise einer, von deinen alten Kellnerblocks.

Beim Zusammenräumen vorhin ist mir dann dieser Zettel in die Hände gefallen. Und als das Lied dann aus meinen Boxen tönte und ich zum ersten Mal den Text vernahm, konnte ich nur eines: lächeln. Richtig breit lächeln. 🙂

Weil es DAS eine Lied ist, das ich damals so verzweifelt gesucht habe. So dringend gebraucht hätte. Ein Lied, das mir hilft, mit unserer Beziehung abzuschließen und mich zugleich für immer mit dir verbindet. Denn wir hatten ja nie ein gemeinsames.

Und als ich mir vorhin das Video dazu ansah, musste ich noch mehr grinsen. Über den Lost Place, der mich an unsere zahlreichen Geocaching Abenteuer erinnerte. Über die „Zombies“ und deine zahlreichen Versuche, mich Horrorfilmen näher zu bringen. Und über die Art von Musik. Obwohl ich ehrlich gesagt grad nicht einmal weiß ob du Megaherz magst. Kennen tust du sie ganz bestimmt. Ich kann mich zumindest beim besten Willen nicht daran erinnern, dass wir je ausführlicher über diese Band gesprochen haben. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass an dem einen oder anderen Roadhouse Abend ein Lied dieser Band im Hintergrund lief. 😉

Ein Lied, das zum richtigen Zeitpunkt seinen Weg zu mir gefunden hat. Denn hätte ich es schon damals gehabt, wäre dieser zweite Teil vermutlich nie entstanden.

Geliebter Iltis. Ich danke dir für diese schöne gemeinsame Zeit. Du hast mir damals das Wichtigste im Leben zurückgegeben. Liebe, Respekt und Vertrauen. Dafür wirst du für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Und als lieber Freund, bester Kumpel und treuer Wildsau-Kumpane hoffentlich noch viele Jahre an meiner Seite bleiben. 🙂

PS: miau miau 😉

Große Zeiten, endlose Nächte 
Am Limit gelebt, von allem das Beste 
Wir dachten, es wär für immer 
Wir hielten zusammen in schwerer Zeit 
Waren für jede Schlacht bereit 
Und wir dachten, es wär für immer

Doch wenn du gehst 
Bleibt etwas hier 
Unzerstörbar tief in mir 
Schließ ich es ein in mein Herz 
Für immer

Jetzt bist du fort, der Vorhang fällt 
Ich schreite allein durch unsere Welt 
Mir wird klar, nichts ist für immer 
Doch ich blick nach vorn, schau nicht zurück 
Ich halte die Stellung, nehm die Erinnerung mit 
Weil ich weiß, sie bleibt für immer 
Weil ich weiß, das bleibt für immer

Auch wenn du fehlst 
Bist du bei mir 
Ich denk an dich, als wärst du immer noch hier 
Die Erinnerung an dich bleibt 
Für immer

Unsterblich bis in alle Zeit 
Ich schick einen Gruß an die Ewigkeit
(Quelle: http://www.magistrix.de/lyrics/Megaherz/F-r-Immer-1204288.html)

Song of the day: Pink Floyd – Wish You Were Here (oder der Schlüsselmoment)

Der Schlüsselmoment. Manchmal muss man verloren gehen um sich selbst wieder zu finden. Um sich wieder öffnen zu können. Um das wieder zulassen zu können, was längst verloren geglaubt war. Oder vielleicht auch noch nie da gewesen. Auch wenn es Schmerz bereitet und zugleich Furcht sowie Panik in einem auslöst. Weil es Veränderung bedeutet. Und Mut, diese Veränderung zuzulassen.

Mut, sich seinen Gefühlen zu stellen. Denn nur wenn man ehrlich gegenüber sich selbst ist, kann man sich öffnen und wieder Gefühle zulassen. Wenn man sie verdrängt und negiert werden sie wie Geister immer wieder auftauchen und alles durcheinander wirbeln. Oder wie ein Gewitter im unpassendsten Moment über einen herein brechen. So, wie vor genau zwei Wochen.

Diese Gedanken kamen mir heute bei diesem Lied, das mir der iPod beim Lauf durch den Wald ausgespuckt hat. Ich weiß nicht wie oft ich dieses Lied in meinem Leben schon gehört habe. Es hatte definitiv noch nie so eine Wirkung wie in diesem Moment. Vielleicht lag es daran, dass ich gerade alleine in den Sonnenuntergang hinein lief. Vielleicht war es auch einfach Schicksal. Doch es löste plötzlich sämtliche Gedanken, Gefühle und Emotionen in mir, die ich seit einem Jahr verdrängt und unterdrückt hatte. Aus Angst, noch einmal in so ein Loch zu fallen wie damals vor vier Jahren. Ich ließ es heute einfach zu. Vielleicht weil es mir momentan – so seltsam das grad klingen mag – wahnsinnig gut geht. Und weil ich die Kraft und Energie habe, mich mit diesem Gefühl auseinander zu setzen. Glücklich bei dem Gedanken bin, dieses unglaubliche Gefühl in mir zu spüren. Weil es sich einfach richtig anfühlt.

Vielleicht müssen wir im Laufe unseres Lebens ein paar Schlüssel ausprobieren. Weil wir glauben und hoffen, dass sie passen. Was sie im entscheidenden Moment ja oft sogar tatsächlich tun. Um eines Tages festzustellen, dass man den richtigen Schlüssel eigentlich schon eine ganze Weile hatte. Man hat ihn nur verlegt oder anders wahrgenommen. Weil vielleicht einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt da war.
Ein Schlüssel, für den man bereit ist, fast alles zu tun. Weil es der Richtige ist.
Der Schlüssel nach Hause.

So, so you think you can tell Heaven from Hell, blue skies from pain.
Can you tell a green field from a cold steel rail?
A smile from a veil?
Do you think you can tell?

Did they get you to trade your heroes for ghosts?
Hot ashes for trees?
Hot air for a cool breeze?
Cold comfort for change?
Did you exchange a walk on part in the war for a lead role in a cage?

How I wish, how I wish you were here.
We’re just two lost souls swimming in a fish bowl, year after year,
Running over the same old ground.
What have we found?
The same old fears.
Wish you were here.
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/pinkfloyd/wishyouwerehere.html)

Song of the day: Tunng – Bullets

Fazit dieser Arbeitswoche:
– 2 Jobs gemacht
– 3 Vorlesungen besucht
– 2x vor 5:00 aufgestanden
– 18h Schlaf seit Montag gehabt
– 128 Bewerbungen durchgelesen
– 5 Katastrophenmenschen begegnet
– 1 Gummibärchenkriegsrat abgehalten
– gefühlte 200 Mails geschrieben
– 4x Störungen bei der U-Bahn miterlebt
– trotzdem 2x 2h intensivstes Krafttraining nach der Arbeit gemacht
– den Kaffeekonsum ins Unzählbare gesteigert
– 0 Fotos für den Blog und die Pabuca Themen gemacht
– außer Musik immer noch nichts vom alten Windows Laptop auf den neuen iMac gespielt
– alle iTunes Zähler + Wiedergabelisten durchs Upload „gelöscht“ (f*** W****** and start again)
– immer noch keine aktuelle Photoshop, Lightroom sowie Office Version
– immer noch nicht alle Blogs der letzten Wochen gelesen (sorry ihr Lieben)
– dafür zur Abwechslung mal sämtliche Prinzipien über Bord geworfen
– wie ein Teenager heimlich geschmust
– festgestellt dass nichts ernstes daraus werden kann
– weil mein Herz seit 375 Tagen anderer Meinung ist

Nach dieser leicht extremen Woche fühle ich mich nun dezent wie der Typ in dem Lied.
Hallo Bett… ❤


Green hills and enemies
These things, they make us sentimental inside
Your words are gelignite
Or just another sentimental aside

We’re catching bullets in our teeth
And though it’s easy when you know how it’s done
They split the secret up six ways
Before they gave it to us just before dawn
And now we don’t remember

Our blood and guts are out
We spread our bones across the table at night
We cut our fingers off
To give ourselves those little extra insights

We’re catching bullets in our teeth
And though they try hard not to say how it’s done
They always do, they spill the secret out six ways
And beg for our forgiveness just before dawn
And now we don’t remember

We’re catching bullets in our teeth
It’s hard to do but they’re so sweet
And if they take a couple out
We try to work things out

We catching bullets with our heads
And hearts and all the darkest parts of us
It’s strange to find such light
In such endless night

So sweet to lose a friend
You leave the church and taste
The air in your lungs, old lies and fireflies
Carve angels on your eyes and all is undone

You whisper prayers into the dark
Up to a God in whom you’ve never believed
You always do, you split the secret up six ways
But it won’t make it any easier to see
And now we don’t remember

We’re catching bullets in our teeth
Its hard to do but they’re so sweet
And if they take a couple out
We try to work things out

We’re catching bullets with our heads
And hearts and all the darkest parts of us
It’s strange to find such light
In such endless night

We’re catching bullets in our backs
We sent the undertaker back
Into the garden in the drought
To try to work things out

We’re catching bullets
With the best resources that we’ve got
We’re happy then again we’re not
We shout, through the endless doubt

(Quelle: http://www.songlyrics.com/tunng/bullets-lyrics/)