Song of the night: Avicii – Wake Me Up (oder warum grad alles Baustelle ist)

Baustelle. Mein Leben ist grad eine einzige Baustelle. Beruflich, gesundheitlich und privat. Egal wo ich hinsehe, irgendwie ist überall Chaos. Und irgendwie auch nicht.

Ich könnts jetzt wieder einmal der Zeit in die Schuhe schieben, die mir grad schier endlos durch die Finger rinnt. Oder der Jahreszeit, die mich in meiner Freizeit permanent dazu verleitet, Zeit draußen zu verbringen. Wodurch sich in den letzten Monaten eine Menge Eindrücke und Erlebnisse angehäuft haben, die ich eigentlich gerne niederschreiben möchte um sie festzuhalten. Die aber alle warten müssen.

Ich könnts aber auch meinem sportlichen Wahn in die Schuhe schieben, der mich in den letzten Wochen Berge besteigen ließ, die es auch wieder abzusteigen galt. Was zu einem kaputten rechten Knie führte, weswegen ich jetzt grad keinen Sport machen kann. Was mich furchtbar frustriert und obendrein ganz stark nach Déjà-vu riecht. Hatte ich doch eine ähnliche Situation ziemlich genau vor einem Jahr.

Ich könnte aber natürlich auch das Universum für den ganzen Wahnsinn verantwortlich machen. Für die Blattläuse auf meinem Biodiversitätsprojekt, das seit Wochen freudig und prächtig auf meinem Balkon vor sich hin wächst und von dem ich schon längst ausführlich berichten wollte. Doch auch dafür fehlt mir die Zeit. Weil zB den ganzen Donnerstag damit verbracht, Frau über den Blattlauswahnsinn zu werden. Der letztendlich entstanden ist, weil ich das Projekt vernachlässigt habe (was dem Gedeihen zum Glück egal war, denn es floriert noch prächtiger als letztes Jahr). Weil zu wenig zuhause gewesen und sie infolge dessen nicht rechtzeitig bemerkt. Also quasi selbst schuld.

Und ich könnte natürlich meinem Job die Schuld geben, warum ich seit einem Jahr mit meinem Studium kaum weiter komme, was mich immer mehr frustriert. Blöd nur, dass sich meine Wohnung und mein Leben nicht von selbst finanzieren, ich ergo auf (m)einen Job angewiesen bin, weil leider noch nicht im Lotto gewonnen. Und ich zwar zwei grüne Daumen besitze, diese fürs große Geld leider trotzdem noch nicht gereicht haben (aber ich arbeite daran mein Hobby zum Beruf zu machen. Und nein, es ist nix illegales).

Ich könnte aber auch einfach die Schuld bei mir selbst suchen. Zum Beispiel die Tatsache aus dem hintersten Eck hervorkramen, dass ich immer 7 Sachen auf einmal machen möchte und alle mit Leib und Seele. Immer 100% geben will. Egal was ich anpacke. Und ich könnt mir zur Abwechslung auch einmal ehrlich eingestehen, dass das einfach nicht auf Dauer funktioniert. Dass 7 Baustellen ca 4 zu viel sind. Dass ich nicht immer der Überflieger bin der ich gerne wäre. Und auch, dass ich zwar meine Freiheit über alles liebe, mir aber dennoch ab und zu einen liebevollen Mann an meiner Seite wünsche, der mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass eh alles wieder gut wird. Der mich einfach nur festhält bis ich eingeschlafen bin und mich super findet so wie ich bin. Und umgekehrt. Der den Wahnsinn mit mir durchsteht, auch wenn ich Großteils selbst dafür verantwortlich bin. Ja, das wäre schön.

Als ich vorhin vom Public Viewing mit Freunden heimgefahren bin, hat mir der iPod auf der Autobahn ein Lied ausgespuckt, das für mich grad perfekt zu diesem Baustellen-Wahnsinn passt. Und zu meinem Wunsch: „Kann ich bitte einfach mal die Zeit vorspulen? Bis sich alles geklärt hat und der ganze Wahnsinn vorbei ist? Bis alles besser ist? Und darf ich bis dahin bitte einfach nur schlafen und ihr weckt mich dann? Geht das?“
Leider nein, also muss ich wohl auf die andere Option zurückgreifen:
Eine Baustelle nach der Anderen abarbeiten. So lange, bis es sich nicht mehr nach Chaos anfühlt. Wie war das? Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zu Besserung und der Zweite, es auch noch schriftlich festzuhalten. 😉


Feeling my way through the darkness
Guided by a beating heart
I can’t tell where the journey will end
But I know where it starts
They tell me I’m too young to understand
They say I’m caught up in a dream
Well life will pass me by if I don’t open up my eyes
Well that’s fine by me

So wake me up when it’s all over
When I’m wiser and I’m older
All this time I was finding myself
And I didn’t know I was lost

So wake me up when it’s all over
When I’m wiser and I’m older
All this time I was finding myself
And I didn’t know I was lost

I tried carrying the weight of the world
But I only have two hands
I hope I get the chance to travel the world
And I don’t have any plans
I wish that I could stay forever this young
Not afraid to close my eyes
Life’s a game made for everyone
And love is a prize

So wake me up when it’s all over
When I’m wiser and I’m older
All this time I was finding myself
And I didn’t know I was lost

So wake me up when it’s all over
When I’m wiser and I’m older
All this time I was finding myself
And I didn’t know I was lost

I didn’t know I was lost
I didn’t know I was lost
I didn’t know I was lost
I didn’t know I was lost
(Quelle: http://www.lyricsmania.com/wake_me_up_lyrics_avicii.html)

 

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7 Gedanken zu „Song of the night: Avicii – Wake Me Up (oder warum grad alles Baustelle ist)

  1. been there, done that – vor ungefähr nem halben jahr. kopf hoch, irgendwo liegt der knackpunkt und knopf den man finden muss, damit sich der gordische knoten löst! see you gleich!!

  2. Kann ich sehr gut verstehen, was du da alles beschreibst. Geht mir auch manchmal so, dass es so viele interessante Dinge gibt, die man gerne alle machen möchte, aber einem einfach die Zeit fehlt oder es wichtiger Sachen gibt, die erledigt werden müssen. Da hilft wirklich nur eines .. Prioritäten setzen und eines nach dem anderen erledigen 😉

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