Alm vs Großstadtwahnsinn

Ankommen. In der Realität. Das möchte ich grad gar nicht. Denn nach 4 Tagen wandern mit Freunden bin ich gedanklich immer noch in den Bergen. Und da möchte ich bitte vorerst auch bleiben.

Einfach nur sein. In einem der kleinen Almdörfer irgendwo auf 1600m. Umringt von Berggipfeln, saftigen Wiesen, glücklichen Kühen und blökenden Schafen. Wo sich die Welt noch einen Tick langsamer dreht und das Wort Großstadt wie ein Fremdwort klingt. Wo tausend Sterne und ein lumpiger Vollmond die Nacht erleuchten und Zeit dank der Ruhe und Einsamkeit schier endlos erscheint.

Obwohl die Berge mit ihren Almen und Bergseen immer schon eine magische Anziehungskraft auf mich ausübten wurde mir erst in den letzten Tagen so richtig bewusst, dass doch ein wenig mehr Heidi in mir steckt als ich ursprünglich dachte.

Ehrlich, gestern wäre ich am liebsten für den Rest des Sommers bei der netten Frau Strobl, ihrer Golden Retriever Hündin Leica und den Kühen auf der Göriacher Alm geblieben. Trotz Plumpsklo außerhalb vom Haus und fehlender Dusche (wenn ich das richtig verstanden habe). Luxus, auf den ich mittlerweile im Bedarfsfall gerne und gut verzichten kann. Genauso wie auf perfekten Handyempfang und Internet. Wie gesagt, auf der Alm ticken die Uhren einfach anders und ich mit ihnen.

Doch das Heididasein muss leider noch eine Weile warten und ich dem Großstadtwahnsinn und meinem Job zumindest bis zum Abschluss meines Studiums treu bleiben. Obs mir passt oder nicht. Ein paar gute Seiten hat Wien ja dann doch. Zum Beispiel das Rolling Stones Konzert heute Abend, auf das ich mich schon seit Monaten freue und weswegen der ausführliche Wanderbericht neben sämtlichen anderen Blogbeiträgen noch warten muss. Und für die Stones komme ich gerne einen Abend in die Realität zurück. 😉

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4 Gedanken zu „Alm vs Großstadtwahnsinn

  1. Schönes Posting! Und *meld* ich gestehe ich bin ein steirisches Bergkind und liebe es!
    Apropo Stones, ich war vor Jahren bei einem Konzert, einfach Hammer!!

    • Danke Michaela 🙂 ich bin ein absolutes Landkind und grad in der warmen Jahreszeit merke ich, wie sehr ich die Natur und die Ruhe brauche. So gern ich Wien mag. Die Stadt ist wohl nur eine Übergangslösung, denn sonst würde ich ihr nicht so oft entfliehen und das Angebot an Kunst, Kultur, Lokalen usw. wesentlich mehr nutzen – und vor allem viel mehr in Wien fotografieren 😉

    • Plumpsklo ist nicht gleich Plumpsklo 😉 die die ich erlebt habe waren sauberer, hygienischer und optisch ansprechender als sämtliche Toiletten in diversen Wiener Lokalen. Auch vom Geruch her. Und nicht mit Toi-Hütteln vergleichbar. 🙂

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