„I hung my head“ oder Prinzipsache

I hung my head. Ja genau. Das Lied von Johnny Cash passt grad perfekt zu meiner Laune. Die ist nämlich ebenso traurig, düster und energiegeladen wie dieses wunderschöne Lied. Passt auch zum Wetter draußen. Gepisst bin ich und zur Abwechslung tu ich mir heute auch noch so richtig selbst leid. Sehr uncool. Ich weiß eh. Aber ich muss meinem Ärger jetzt Luft machen. Denn es geht wiedermal ums Prinzip.

Da bin ich den gesamten Herbst und Winter gesund. Fit wie ein Turnschuh während alle Anderen um mich herum zumindest einmal mit einer ordentlichen Verkühlung zu kämpfen hatten. Und jetzt, wo ich das erste Mal seit Weihnachten fast eine Woche URLAUB habe um wieder etwas auf der Uni weiterzubringen, aka für eine Prüfung lernen möchte, bin ich was? Erraten. KRANK. So richtig gscheit verkühlt. Bin schlapp und kraftlos, meine Nebenhöhlen sind komplett zu und atmen durch die Nase ist fast unmöglich. Der Hals ist zwecks Schnupfen verschleimt und seit gestern brummt mir phasenweise so dermaßen stark der Schädel, dass mir teilweise schwarz vor Augen wird. Als hätte jemand mit größtem Vergnügen und einem Vorschlaghammer auf ihn eingedroschen. Großartig. NOT. Weckt böse Erinnerungen. Aber die werden gleich wieder verdrängt. 👿

Seit Wochen freue ich mich wie ein Schnitzi auf DIESEN einen Sonntag. Meinen AUSZEIT-WANDERTAG mit meinen Badener FreundInnen. Weil ich die Partie eh so selten sehe und überdies endlich wieder „auffi will“. Auffi aufn Berg. Und damit ich zumindest einen Tag meines Urlaubs auch so richtig genießen kann. Wenn schon die restliche Zeit streberhaft und diszipliniert gelernt werden muss. Aber daraus wird wohl nix *heul*. Außer es passiert doch noch ein Wunder über Nacht. Was realistisch betrachtet eher ziemlich unwahrscheinlich ist. 😦

Zudem hätte ich nächste Woche auch noch die vorletzte Allergieuntersuchung, wo ich die Tage davor definitiv nicht krank sein darf. Die jetzt voraussichtlich auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden muss, weil die bis Ende August restlos ausgebucht sind. Ergo: geht’s noch beschissener?!

Ehrlich Universum. Ich weiß ja eh dass ich meinen Körper die letzten Monate viel zu sehr gestresst habe. Und besagtem obendrein, mit den für mich falschen, obwohl eigentlich durchaus gesunden Nahrungsmitteln, unwissend irre viel zugemutet habe. Genauergesagt, fast umgebracht hätte. Und ihn aus maximalem Zeitmangel, vor allem in sportlicher Hinsicht, viel zu sehr vernachlässigt habe. Hätte häufiger laufen gehen sollen anstatt zu bloggen. Aber wie war das? Nachher ist man immer klüger und „was wäre wenn“ Spielchen machen auch nicht wirklich viel Sinn.

Also darf ich mich in Wahrheit ja eh nicht wundern. Und ja ich weiß, Gerechtigkeit muss sein. Und der Begriff „Leisure Sickness“ ist mir ebenfalls bekannt. Aber ehrlich Universum, hättest du dir nicht einen anderen Zeitpunkt aussuchen können um mich zu quälen? Wobei es fürs Kranksein wohl eh nie den richtigen Zeitpunkt gibt.

So und jetzt hoffe ich, dass Nasenspray & Co aus der Apotheke rasch helfen, weil ich noch ein paar Prüfungsfragen ausarbeiten möchte, anstatt mir die ausgearbeitete Version aus dem Forum herunterzuladen. Wäre ja zu einfach. Und wenn ich schon nicht wandern gehen kann, möchte ich zumindest ein universitäres Erfolgserlebnis haben. Um meinem Studiumabschluss wieder einen Schritt näher zu kommen. 🙂


Early one morning
With time to kill
I borrowed Jebb’s rifle
And sat on a hill
I saw a lone rider
Crossing the plain
I drew a bead on him
To practice my aim

My brother’s rifle
Went of in my hand
A shot rang out
Across the land
The horse, he kept running
The rider was dead
I hung my head
I hung my head

I set off running
To wake from the dream
My brother’s rifle
Went into the sheen
I kept on running
Into the south lands
That’s where they found me
My head and my hands

The sheriff he asked me
Why had I run
And then it came to me
Just what I had done
And all for no reason
Just one peace of lead
I hung my head
I hung my head

Here in the court house
The whole town was there
I see the judge
High up in the chair
Explain to the court room
What went through you mind
And we’ll ask the jury
What verdict they find

I felt the power
Of death over life
I orphaned his children
I widowed his wife
I begged their forgiveness
I wish I was dead
I hung my head
I hung my head

I hung my head
I hung my head

Early one morning
With time to kill
I see the gallows
Up on a hill
And out in the distance
A trick of the brain
I see a lone rider
Crossing the plain

And he’d come to fetch me
To see what they’d done
And we’d ride together
To kingdom come
I prayed for god’s mercy
For soon I’d be dead
I hung my head
I hung my head

I hung my head
I hung my head
(Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/johnnycash/ihungmyhead.html)

PS: Die Apothekerin fand vorhin auf den ersten Blick nicht einmal den Nasenspray, weil er so weit hinter sämtlichen Allergiesprays versteckt war. „Die Grippewelle ist ja eigentlich auch schon vorbei. Aber für so hübsche Schnupfnasen wie Sie haben wir natürlich trotzdem etwas parat. Ich wünsche Ihnen eine gute und baldige Besserung“. Sehr lieb von ihr, dass sie mich trotz zombiehaftem Aussehen, weil rote Nase und ungeschminkte, geschwollene Augen aufheitern wollte. Sie hat’s zumindest für einen Moment geschafft. 🙂

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7 Gedanken zu „„I hung my head“ oder Prinzipsache

  1. Oje. 😦 Mein Beileid hast du. Das ist echt sowas von gemein, aber der Körper weiß halt einfach genau, wann er endlich mal „entspannen“ kann. Ich hoffe auf jeden Fall, dass es schnell für dich vorbei ist.
    Liebe Grüße
    Christina

  2. ohje du arme! hab ja das mail schon gelesen 😦 ein schöner scheiß. aber ich kenn das nur zu gut. das is halt das, wenn man dann mal pause macht, dann schaltet der körper runter und es kracht auf einen rein. das kommt von der doppelbelastung arbeiten/uni. es ist schwer, aber man muss trotzdem versuchen, sich auszeiten zu schaffen. ich wünsch dir schnelle und gute besserung, das wird schon wieder! und wenns gar nicht geht, dem körper eine parkemed zumuten!!

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