Gänsehautfeeling oder “Nobody ‚Cept You“

“Nobody ‚Cept You“. Dieses Lied von “16 Horsepower” hat mir vorhin eine unfassbar schöne Gänsehaut am ganzen Körper verursacht. So eine, die dich völlig unerwartet und mit voller Wucht trifft. Es überall kribbeln lässt. Ein Lied, das dich fast zu Tränen rührt weil es dich bis in dein Innerstes trifft. Weil es eine brutale Ehrlichkeit in sich trägt. Weil es deine Gefühle weckt und dich ehrfürchtig seufzen lässt. Und in dem Moment weißt du, du hast es gefunden. Das Lied nachdem du an diesem Abend gesucht hast. Ein schönes Lied um den Tag ausklingen zu lassen. Ein Lied, das du mit niemandem verbindest. Das nur dir allein gehört.

Das Original stammt übrigens vom großartigen Bob Dylan (Album: Planet Waves)

Nobody ‚Cept You
Nothin‘ ‚round here to me that’s sacred

‚Cept you, yeah you
Nothin‘ ‚round here to me that matters
‚Cept you, yeah you

You’re the one that reaches me
You’re the one that I admire
Every time we meet together
I feel like I’m on fire
Nothin‘ matters to me
And there is nothin‘ I desire
‚Cept you, yeah you

Nothin‘ ‚round here I care to try for
‚Cept you, yeah you
Got nothin‘ here to live or die for
‚Cept you, yeah you

As a kid I’d hear it
In the churches all the time
Make me feel so good inside
So peaceful, so sublime
Now nothin‘ does remind me
Of that old familiar chime
‚Cept you, yeah you

Used to run in the cemetery
Dance and run and sing when I was a child
And it never seemed strange
Now I just pass mournfully by
That place where the bones of life are piled
I know something has changed
I’m a stranger here and no one sees me
‚Cept you, yeah you

Nothin‘ anymore seems to please me
‚Cept you, yeah you
Your love hypnotizes me
It holds me in its spell
Everything runs by me
Just like water from a well
Everybody wants my attention
Everybody’s got something to sell
‚Cept you, yeah you
I’m in love with you

I’m in love with you
(Quelle: http://www.16horsepower.com/lyrics.html)

Da sitze ich also und starre durch die Glasfront hinaus in den Nachthimmel. Lausche andächtig diesen unfassbar schönen Klängen und frag mich, wie es sein kann, dass ich noch nie etwas von der Band gehört habe. “16. Horsepower“. Genial. Melancholisch. Schön. Und zugleich komplett unterschätzt.

Umso schräger, dass sich das Album seit August 2010 in meiner iTunes Datenbank befindet und ich erst heute zufällig darauf gestoßen bin. Doch halt. Fehler im System. Es muss sich still und heimlich irgendwann zwischen 2008 und 2010 in mein Leben geschmuggelt haben. Die Erinnerung kehrt Dank eines Blickes aufs CD-Cover zurück. Sie führt mich zu einem Spätnachmittag mit L. Wo wir hoch oben im Dachgeschoßstudio unzählige Alben angehört haben. Gelacht und gefachsimpelt haben. Bei Zigaretten, Bier und Cola. Mit Fernblick auf Baden’s Weinberge.

Eine Erinnerung, die langsam immer mehr verblasst und doch tief in mir schlummert. Um in gewissen Momenten wieder aufzutauchen und mir ein Lächeln zu schenken. Heute, in Form dieses wunderschönen Liedes.

Danke L. für diesen feinen Spätnachmittag. Er hat meinen Zugang zur Musik wesentlich beeinflusst. 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s